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Postbank AZV-Lexikon

Das ABC des Auslandszahlungsverkehrs

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In unserem AZV Lexikon haben wir die wichtigsten Begriffe des Auslandszahlungsverkehrs für Sie erläutert. Wählen Sie einen Buchstaben.

A

ABA [American Bankers’ Association]
Amerikanischer Bankenverband.

ABA Code
Bankenschlüssel, vergleichbar mit der deutschen Bankleitzahl - 9 Stellen nummerisch.
 
ABE [Association Bancaire Euro] (Auch EBA)
Europäischer Bankenverband.

Abschlagszahlung (pro-rata-Zahlung)
Teilzahlungen z.B. in Verbindung mit Produktionen von Gütern mit längerer Herstellungsdauer.
 
ACH [Automated Clearing House]
Verrechnungsstelle für den Massenzahlungsverkehr.

Akkreditiv
Beim Akkreditiv erhält der Exporteur den vereinbarten Kaufpreis von einer Bank, vorausgesetzt, dass die erforderlichen, formgerechten Dokumente dort eingereicht werden.
 
Akkreditiv – übertragbares
Der Exporteur bezieht die Ware seinerseits von einem Unterlieferanten und agiert somit als Zwischenhändler.
 
Akkreditiv - unbestätigtes / bestätigtes
Beim unbestätigten Akkreditiv haftet die ausländische Bank des Importeurs (Akkreditivbank) für die Zahlung des Kaufpreises. Will der Exporteur dieses Risiko absichern, vereinbart er ein bestätigtes Akkreditiv.
 
Akkreditiv - unwiderrufliches / widerrufliches
In der Praxis kommt ein widerrufliches Akkreditiv sehr selten vor. Ist ein Akkreditiv nicht ausdrücklich als widerruflich charakterisiert, gilt es zwangsläufig als unwiderruflich.
 
AKM [Ausfuhrkontrollmeldung]
Anstelle der Ausfuhrmeldung, wenn beim Exporteur die Voraussetzungen gegeben sind. Die AKM ist beim zuständigen Oberfinanzdirektion zu beantragen.

AM [Ausfuhranmeldung]
Vom Exporteur zu erstellen, wenn Waren in ein Drittland (Nicht-EG-Land) ab einen Wert von € 800,00 exportiert werden.
 
Anzahlung - Down Payment
Zahlung eines Teilbetrags, vor Erhalt der Ware.
 
Arbitrage
Bezeichnung für die auf Gewinn abzielende Ausnutzung einer Preisdifferenz, Kursdifferenz oder Zinsdifferenz. Der Unterschied muss zur gleichen Zeit an verschiedenen Märkten bestehen. Beispiele: Devisen, Währungen, Termingeld, Wertpapiere, Aktien.

ARTIS
Nationales RTGS System in Österreich.

ATA [Admission Temporaire de Marchandises]
Zollbegleitschein für vorübergehende Einfuhr.
 
ATLAS [Automatisiertes Tarif- und Lokales Zoll-Abwicklungs-System]
Ablösung für: ALFA und DOUANE. IT-Verfahren für die Zollabwicklung des Warenverkehrs mit Drittländern.
 
AWG [Außenwirtschaftsgesetz]
Regelt den Wirtschaftsverkehr mit dem Ausland – mit Einfuhrliste.
Neufassung des Außenwirtschaftsgesetzes wurde im Bundesgesetzblatt 2006, Teil I Nr. 30 vom 30. Juni 2006 veröffentlicht.
 
AWV [Außenwirtschaftsverordnung]
Durchführungsverordnung zum AWG – mit Ausfuhrliste.

B

Bankakzept
Wechsel, das auf eine Bank bezogen ist. Dadurch wird dem Kunden ein Kredit eingeräumt.
 
Banking holiday
Kein Banktag im jeweiligen Land. Währungsfeiertag.
 
BBAN [Basic Bank Account Number]
Struktur der Kontonummer bei dem jeweiligen Kreditinstitut.
 
BEI [Business Entity Identifier]
Identifikationsschlüssel zur Adressierung von Nicht-Banken in SWIFT Nachrichten.
 
BEN
SWIFT-Gebührenschlüssel. Alle fremden Kosten zu Lasten des Begünstigten / Zahlungsempfängers.
 
Beneficiary
Begünstigter, Zahlungsempfänger.
 
Beneficiary's institution/bank
Bank des Begünstigten, Zielbank.
 
BIC [Bank Identifier Code]
ISO Schlüssel für die Adressierung und weltweite Identifizierung von Finanzinstituten. Werden von SWIFT gepflegt. 8 oder 11 alphanummerische Stellen - analog zu den deutschen Bankleitzahlen.

BIREL
Nationales RTGS System in Italien.

BIZ [Bank für Internationalen Zahlungsausgleich]
Gegründet 1930 mit Sitz in Basel, um die deutschen Reparations-Zahlungen nach dem ersten Weltkrieg abzuwickeln. Heute Verrechnungsstelle für das EWS - das Europäische Währungssystem. Die BIZ veröffentlicht regelmäßig Statistiken zum internationalen Bankgeschäft.

BoF RTGS
Nationales RTGS System in Finnland.
 
Booking Day
Tag der Gutschrift auf dem Konto des Begünstigten.

C

Carnet ATA [Admission Temporaire de Marchandises]
Zollbegleitschein für vorübergehende Einfuhr.

Carnet TIR [Transport international Routier]
Zollverfahren für den internationalen Straßengüterverkehr.
 
Cash Flow
Eine Berechnung zur Beurteilung der inneren Finanzkraft eines Unternehmens.
 
Cash Management
Die Finanzplanung des Unternehmens zur zeitnahen Kontrolle der Liquidität.
 
CFR [cost and freight]
Der Exporteur trägt alle Kosten und Risiken bis zum Erreichen des Bestimmungshafens. Die Kosten der Transportversicherung zahlt der Importeur. Der Gefahrübergang auf den Importeur entsteht bereits bei Überschreiten der Reling im Verladehafen.  

CHAPS euro
Nationales RTGS System in Großbritannien.
 
CIF [cost, insurance and freight] 
Wie CFR, allerdings trägt hier der Exporteur auch die Kosten der Transportversicherung.
 
CIP [carriage and insurance paid to]
Wie CPT,  allerdings trägt hier der Exporteur auch die Kosten der Transportversicherung.
 
C-Klauseln
Bei den C-Klauseln trägt der Exporteur das Gros der Transportkosten.
 
Clean collection
Inkasso Vorgang.
 
Clearing
Verrechnung, zum Beispiel von Währungen oder Wertpapieren.
 
COD [Cash On Delivery]
Nachnahme, die Ware wird gegen Barzahlung ausgehändigt.
 
Commercial Banks
Geschäftsbanken
 
CPT [carriage paid to]
Der Exporteur trägt sämtliche Transportkosten der Ware zum Bestimmungsort und die Exportabwicklung. Der Importeur übernimmt dagegen die Kosten der Transportversicherung. Der Gefahrenübergang auf den Importeur erfolgt bereits bei der Übergabe der Fracht an den Frachtführer.

D

DAF [delivered at frontier]
Diese Klausel gilt für alle Transportformen und besagt, dass der Exporteur die Transportkosten der Lieferung bis zu einem Bestimmungsort an der Grenze sowie die der Exportabwicklung trägt. Ab der Grenze geht die Gefahr auf den Importeur über, der dann auch bereits die Einfuhrzölle entrichten muss.

DDP  [delivered duty paid] 
Wie DDU  allerdings trägt der Exporteuer hier auch die Kosten für Einfuhrzölle.

DDU [deliverred duty unpaid]
Die für alle Transportformen anwendbare Klausel besagt, dass der Exporteur die Transportkosten bis zum Bestimmungsort übernimmt, Einfuhrzölle jedoch vom Importeur entrichtet werden. Die Gefahr geht auf den Importeur über, sobald der Frachtführer die Ware übernommen hat.
 
DEQ [delivered ex quay]
Wie DES, allerdings trägt der Exporteur hier auch die Kosten für das Löschen der Ladung und die Einfuhrabfertigung. Der Gefahrenübergang auf den Importeur erfolgt am Kai.

DES [delivered ex ship]
Diese Klausel aus dem Bereich der See- und Binnenschifffahrt besagt, dass der Exporteur sämtliche Transportkosten bis zum Bestimmungshafen bezahlt. Die Kosten der Transportversicherung trägt ebenfalls der Exporteur. Die Gefahr geht auf den Importeur über, sobald das Schiff seinen Bestimmungshafen erreicht hat. Er kommt auch für Einfuhrzölle auf sowie für Entladungs- und Weitertransportkosten.

Devisen
Fremdwährung, alle Währungen der Welt außer Euro.

Devisentermingeschäft
An- oder Verkauf von einer Fremdwährung zu einem vereinbarten Termin (Datum) in der Zukunft.

D/P
siehe Documents Against Payment.

D-Klauseln
Im Gegensatz zu den C-Klauseln übernimmt in den D-Klauseln der Exporteur sowohl die Kosten als auch die Gefahren bis zum Bestimmungsort der Ware.

Documentary collection [Dokumente gegen Akzept – Documents Against Acceptance]
Der Importeur erhält die Dokumente bei Zahlung der Ware. Das Geld wird sofort von der Inkassobank an die Bank des Exporteurs weiter geleitet.

Documents Against Payment [Dokumente gegen Zahlung]
Der Importeur akzeptiert statt sofortiger Zahlung einen Wechsel und erhält dafür die Dokumente.

Dokumentenakkreditiv - Letter of Credit
Dies ist die sicherste Zahlungsart für den Exporteur. Es gelten die Richtlinien der Internationalen Handelskammer in Paris; die „Einheitlichen Richtlinien und Gebräuche für Dokumentenakkreditive" (ERA). 

Drittland
Bezeichnung für einen Staat, der nicht Mitgliedstaat der Europäischen Union (EU) ist.

DTAZV [Datenträger Auslandszahlungsverkehr]
Format für den beleglosen Datenaustausch zwischen Kunde und Bank für Auslandsaufträge.

E

EAF [Euro Access Frankfurt]
Netto-Clearingsystem der Bundesbank.

EBA [Euro Banking Association]
Europäischer Banken Verband - auch ABE.

EBA step 1
Zahlungsverkehrssystem für Massenzahlungen unter den Banken, betrieben von EBA.

EBA step 2
Zahlungsverkehrssystem für Massenzahlungen zwischen Banken –  innerhalb der EU in Euro -, betrieben von EBA.

EBPP [Electronic Bill Presentment and Payment]
Elektronische Rechnungsvorlage und dessen Zahlung.

ECBS [European Committee for Banking Standards]
Auf europäischer Ebene zuständiges Gremium für Standardisierungsfragen im Zahlungsverkehr.

EDIFACT [Electronic Data Interchange for Administration, Commerce and Transport]
Format zum Austausch elektronischer Handels- und Finanzdaten.

EFTA [European Free Trade Association]
Europäische Freihandelszone. 1960 gegründete internationale Organisation. Mitgliedsstaaten der EFTA: Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz.

Einheitliche Richtlinien für Inkassi  [ERI 522]
Hiernach wird weltweit das Inkassogeschäft abgewickelt. Herausgeber: ICC. (Uniform Rules for Collections).

Einheitliche Richtlinien und Gebräuche für Dokumentenakkreditiv [ERA 500]
Einheitliche Richtlinien und Gebräuche für Dokumentenakkreditive. (Uniform Customs and Practice for Documentary Credits). Herausgeber: ICC.

E-Klausel
 
Bei der E-Klausel (auch Abholklausel) ist der Exporteur von jeglichen Kosten für Transport und Abfertigung der Ware befreit. 

ELLIPS
Nationales RTGS System in Belgien.

ELS [Euro Link Settlement]
Brutto-Clearingsystem der Bundesbank.

EPC [European Payments Council]
Die europäischen Bankenverbände haben sich zusammengefunden, um auch auf technischer und organisatorischer Ebene Verbesserungen für innereuropäische Zahlungen zu erreichen.

ERA 500 [UCP 500]
Einheitliche Richtlinien und Gebräuche für Dokumentenakkreditive, "Uniform Customs and Practice for Documentary Credits". Herausgeber: ICC.

ERI 522 [URC 522]
Einheitlichen Richtlinien für Inkassi [Uniform Rules for Collections]. Hiernach wird weltweit das Inkassogeschäft abgewickelt. Herausgeber: ICC.

EU
Europäische Union.

EURIBOR [Euro Interbank Offered Rate]
Durchschnittszinssatz, der von insgesamt 57 Referenzbanken täglich ermittelt wird. Löste 1999 auf Basis des Diskontsatz-Überleitungs-Gesetzes (DÜG) den nationalen Referenzzins FIBOR (Frankfurt Interbank Offered Rate) ab.

EURO 1
Zahlungsverkehrssystem für Großbeträge. Zugelassen für einen ausgewählten Kreis von internationalen Banken, betrieben von EBA.

EUROGIRO
Ein elektronisches Zahlungsverkehrsnetzwerk - entwickelt für den Austausch von grenzüberschreitenden Massenzahlungen zwischen Post-Finanzinstituten.

euroSIG [euro Swiss Interbank Clearing]
RTGS der Schweizer Finanzinstitute für die Eurowährung.

EWG [Europäische Wirtschaftsgemeinschaft]
Rechtsverbindlicher Zusammenschluss der 25 europäischen Staaten. Im EG-Vertrag geregelt.

EWR [Europäischer Wirtschaftsraum]
Abkommen zwischen EG und EFTA, um einen homogenen europäischen Wirtschaftsraum zu schaffen.

EXW  [ex works]
Der Gefahrenübergang auf den Importeur erfolgt direkt ab Werk des Exporteurs. Der Importeur transportiert die Waren komplett auf eigene Kosten.

EZT
Elektronischer Zolltarif.

F

FAS [free alongside ship]
Bei dieser Klausel aus dem See- und Binnenschifftransport zahlt der Exporteur die Kosten bis zum Kai des Verladehafens und die Exportfreimachung. Der Gefahrübergang auf den Importeur findet ab Verladung auf das Schiff statt. Die Kosten der Transportversicherung trägt der Importeur.

FCA [free carrier] 
Für alle Transportarten geltende Klausel, die besagt, dass der Übergang von Kosten und Gefahren an einem vom Importeur festgelegten Verladeort der Ware stattfindet. Die Kosten für den Haupttransport trägt der Importeur.
 
FED [Federal Reserve Bank]
Notenbank der vereinigten Staaten von Amerika.

Fibor [Frankfurt Inter Bank Offered Rate]
Den Zinssatz aus dem Frankfurter Interbanken Handel.

FileAct
Ein SWIFT Standard für Dateien Austausch / Übertragung.

F-Klauseln
Mit den F-Klauseln entledigt sich der Exporteur seiner Verantwortung mit Übergabe der Ware an den Frachtführer. Die Kosten des Haupttransportes trägt der Importeur.

Flat Fee
Gebührenpauschale, unabhängig von der Höhe des Transaktionsbetrages, im Gegensatz zu einer prozentualen Berechnung.

FOB [free on board]
Diese Klausel aus der See- und Binnenschiffahrt geht einen Schritt weiter als die vorgenannte FAS; der Exporteur trägt zusätzlich die Kosten des Verladens, entsprechend findet der Gefahrenübergang auf den Importeur erst mit Überschreiten der Schiffsreling statt.

Foreign Exchange
Devisenhandel, An- und Verkauf von Fremdwährungen mit dem Gegenwert in Euro oder einer anderen Fremdwährung (cross deal).

FRB [Federal Reserve Bank]
Notenbank der vereinigten Staaten von Amerika.

FX [Foreign Exchange]
Siehe "Foreign Exchange".

G-N

Geldtransfer-Verordnung
Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über die Übermittlung von Angaben zum Auftraggeber bei Geldtransfers.

Gegenakkreditiv [Back-to-Back L/C]
Ist eine Übertragung nicht durchführbar, eignet sich ein Gegenakkreditiv.
 
GMO
Gemeinsame Marktordnung für Agrarprodukte.

gVV
Gemeinschaftliches Versandverfahren in der EG.

Hermes
Nationales RTGS System in Griechenland.

IBAN [International Bank Account Number]
Die Daten zur eindeutigen Identifikation des Kundenkontos und die dazugehörige Bankverbindung. Wichtig bei der STP Zahlungsauftrag.
 
ICC [International Chamber of Commerce]
Internationale Handelskammer mit Sitz in Paris. Seit 1936 Herausgeber von Incoterms - der gemeinsame Nenner für Ihre Vertragsklauseln bei internationalen Geschäften.
 
ID [Identification Documents]
Persönliche Ausweispapiere, zum Beispiel bei Barabhebungen im Ausland erforderlich (Postbank Minuten Service).

IMF [International Monetary Fund]
Internationaler Währungsfond. Bedeutendste zwischenstaatliche Organisation für die währungspolitische Zusammenarbeit. 
 
Incoterms [International Commercial Terms]
Internationale Regeln für die Auslegung der handelsüblichen Vertragsformeln - herausgegeben von der Internationalen Handelskammer, ICC.
 
IPI [International Payment Instruction]
Standardformular des ECBS für den neuen, europaweit verwendbaren Auftragsbeleg.

IRIS
Nationales RTGS System in Irland.
 
ISO [International Organization for Standardization]
Weltweit anerkannte Standardisierungs-Organisation für internationale Normung.

KRONOS
Nationales RTGS System in Dänemark.

Kurssicherung
Das Absichern von Fremdwährungsforderungen und -verpflichtungen durch Kauf und Verkauf von Devisen auf Termin.

Kursveröffentlichung
EuroFX ist der Kurznahme für die tägliche Ermittlung von Referenzkursen der wichtigsten internationalen Währungen gegenüber dem Euro.

LE
Lieferanten-Erklärung.

Libor [London Inter Bank Offered Rate]
Der Zinssatz aus dem Londoner Interbanken-Handel.

LIPS-Gross
Nationales RTGS System in Luxemburg.

MACUG [Member Administrated Closed User Group]
Bei SWIFT, eine individuelle Anwendergruppe von Nicht-Banken, die von einer verfügbaren Bank bedient und administriert wird.

MT [Message Type]
Nachrichtenkategorie der Finanznachrichten bei SWIFT.
Zum Beispiel:
MT940: Tagesauszug
MT101: Request for Transfer

NACHA [National Automated Clearing House Association]
Eine Verrechungsinstitution für Massenzahlungen in den USA.

O-R

Ombudsmann
Der Bundesverband deutscher Banken hat zur Beilegung von Meinungsverschiedenheiten zwischen Banken und  ihren privaten Kunden eine Beschwerdestelle eingerichtet. Der Ombudsmann der Privaten ist für alle Streitigkeiten über inländische oder grenzüberschreitende Überweisungen in einen EU- oder EWR-Staat zuständig.

Order Cheque
Siehe Verrechnungsscheck.

OUR
SWIFT Gebührenschlüssel. Alle Kosten gehen zu Lasten des Auftraggebers.

PE-ACH [Pan-European Automatic Clearing House]
Die Planung für eine europäische Verrechnungsstelle für den Massenzahlungsverkehr. Eine Initiative im Rahmen von SEPA.

PEDDI [Pan European Direct Debit]
Grenzüberschreitender Lastschrift, der zurzeit sich in der Entwicklung befindet.
 
Revolverendes Akkreditiv
Ein Akkreditiv für fortlaufende Lieferverträge zur Absicherung jeweils fälligen Forderungen, das periodisch um einen bestimmten Betrag wieder zunehmt.

RFT [Request for Transfer]
Zahlungsauftrag zur Weiterleitung zwecks Ausführung bei eine anderen Bank (im Ausland). SWIFT MT101.

RTGS [Real Time Gross Settlement]
Zahlungsverkehrssystem für Banken, das Zahlungen in Einzeltransaktionen in Echtzeit auf Bruttobasis verarbeitet und verrechnet.
 
RTGSplus
Echtzeit-Bruttosystem der Bundesbank mit TARGET-Zugang.

S-U

S.W.I.F.T. [Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication]
Im Bankenbesitz befindliche Firma als Betreiber eines weltweit operierenden Kommunikations-Systems für Banken zum gesicherten Austausch von Finanznachrichten in einem standardisierten Format.

SEPA [Single Euro Payments Area]
Eine Initiative der europäischen Bankenverbände, um auf technischer und organisatorischer Ebene Verbesserungen für innereuropäische Zahlungen zu erreichen.

Settlement
Zahlungsabwicklung, vereinbarte Zahlungswege.

SHA [shared]
SWIFT Gebührenschlüssel. Alle Kosten der Auftragnehmerbank gehen zu Lasten des Auftraggebers, die Kosten bei der Empfängerbank zu Lasten des Begünstigten.

Sicht-Akkreditiv
Die Zahlung erfolgt Zug-um-Zug gegen Einreichung der Dokumente bei der Bank.

SIC [Swiss Interbank Clearing]
RTGS der Schweizer Finanzinstitute für die CHF-Währung.

SLBE
Nationale RTGS System in Spanien.

SPGT
Nationales RTGS System in Portugal.

STP [Straight Through Processing]
Direktverarbeitung. Die vollständige, korrekte Beauftragung zur Ermöglichung einer automatisierten, durchgängigen Verarbeitung im Zahlungsverkehr. Zum Beispiel mit IBAN und BIC im Eurozahlungsverkehr.

SWIFT
Siehe: S.W.I.F.T.

TARGET [Trans European Automated Real-Time Gross-Settlement Express Transfer System]
Europäisches Zahlungsverkehrssystem für grenzüberschreitende Euro-Zahlungen zur Verbindung der nationalen Clearingsysteme. Betrieben wird das System von den nationalen Notenbanken (Nationalbanken).

Target Day
Bezeichnet Tage an dem TARGET operativ verfügbar ist – ungeachtet nationaler Feiertage.

TBF
Nationales RTGS System in Frankreich.
 
TIR [Admission Temporaire de Marchandises]
Zollbegleitschein für vorübergehende Einfuhr.

TOP
Nationales RTGS System in den Niederlanden.

TWIST [Treasury Workstation Integration Standards Team]
Auf XML basierenden Standards für kommerzielle Zahlungen und Cash Management Nachrichten. Eine Industrie-Initiative in Zusammenarbeit mit einigen Banken.

ÜG [Überweisungsgesetz]
Regelt seit 14.August 1999 Höchstlaufzeiten, Gebührenteilung, Schadenersatz und andere Angelegenheiten für den Auslandszahlungsverkehr und gilt seit 1. Januar 2002 auch für den Inlandzahlungsverkehr.
  
ÜLG [Überseeländer und Gebiete]
Überseeländer und Gebiete von EG-Staaten, die noch nicht selbstständig sind, ehemalige Kolonien. ÜLG sind mit der EG assoziiert.

V-Z

Valuta [Wertstellung]
Der Tag, an dem der Betrag dem Zahlungsempfänger zur Verfügung steht. Auch „Value Date“.

Verrechnungsscheck
Scheck ausschließlich zur Gutschrift auf das Konto des Begünstigten ausgestellt, kann nicht bar ausgezahlt werden.

Vorauszahlung [Cash Before Delivery / Advance Payment]
Leistung des Betrages in voller Höhe vor Erhalt der Ware.

VuB
Verbote und Beschränkungen im Warenverkehr.

Währungsparität
Aufgrund internationaler Vereinbarungen inländischer Bestimmungen festgelegtes, bestimmtes oder variables Verhältnis zwischen der Währungen zweier Länder.

Wechselkurs
EuroFX ist der Kurzname für die tägliche Ermittlung von Referenzkursen der wichtigsten internationalen Währungen gegenüber dem Euro.

Zahlung bei Lieferung - Cash on Delivery (c.o.d.)
Lieferung per Nachnahme, die Ware wird gegen Barzahlung ausgehändigt.

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