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...vor brennenden Fotovoltaik-Anlagen ist groß. Denn die Brandschützer riskieren lebensgefährliche Stromschläge. Die Folgen für Hausbesitzer können verheerend sein.
Begrenzen den Brandschaden: Sicherheitsschalter
Bild Nr. 5754 (JPG, 1,4 MB)
Quelle: BHW Bausparkasse
Deutsche Hauseigentümer haben 860.000 Fotovoltaikanlagen auf ihren Dächern installiert, doch auf den Fall eines Brandes sind die wenigsten vorbereitet. Für sie genauso wie für Feuerwehrleute kann das fatal sein. Fotovoltaikanlagen erzeugen bis zu 1.000 Volt Gleichstrom und lassen sich bei einem Brand nicht abschalten. Wenn dann die stromführenden Leitungen beschädigt sind, kann das Löschen mit Wasser äußerst gefährlich werden. Schon 120 Volt reichen aus, um lebensbedrohliche Verletzungen hervorzurufen. Für Carsten-Michael Pix vom Deutschen Feuerwehrverband ein bislang ungelöstes Dilemma: "Die Unfallverhütungsvorschrift besagt, dass wir Abstand zu Strom halten sollen. Bei einem Feuer auf einem Dach mit Solaranlage ist das logischerweise nur schwer möglich." Die Konsequenz: Die Löscharbeiten können sich verzögern, das Haus stark beschädigt werden.
Die rettende Lösung
Auf der Suche nach Verfahren, die Stromerzeugung zu unterbrechen, blieb die Feuerwehr bislang erfolglos. Dies gilt auch für die Methode, Solarmodule mit Schaum abzudecken oder den Brand mit luftundurchlässigen Planen zu ersticken. Jetzt wurde ein Notschalter entwickelt, der die Fotovoltaikanlage vom Stromnetz abtrennt. "Eine Sicherheitsschaltung für Fotovoltaik-Module ist unbedingt ratsam", sagt Rüdiger Grimmert von der BHW Bausparkasse. Er empfiehlt, bestehende Anlagen mit einem Notschaltungssystem nachzurüsten. Die externe Auslösetaste sollte leicht erreichbar und geschützt an der Außenfassade angebracht sein. Experten empfehlen zudem, gut sichtbar ein Hinweisschild zu montieren, beispielsweise am Zählerkasten. Je nach Hersteller und Größe der anlage kostet ein Notschaltungssystem ohne Montage etwa 500 bis 1.000 Euro. Um die Gefahren für Einsatzkräfte zu minimieren und ein schnelles Löschen sicherzustellen, sollten die Betreiber die Feuerwehr nach der Installation über die Anlage informieren.





