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"Sixties Cube": Vorbild für barrierefreies Wohnen

Aus Ausgabe 03 / 2011

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Der typische Bungalow aus den 60er-Jahren, auch "Sixties Cube" genannt, mausert sich zum Vorbild für zeitgemäßes Wohnen. Meist bietet die am Stadtrand gelegene und barrierefrei gebaute Immobilie das Potenzial für einen Ausbau.

60er-Jahre-Bungalow gewinnt an Raum: Glasarchitektur macht's möglich 60er-Jahre-Bungalow gewinnt an Raum: Glasarchitektur macht's möglich
Bild oben Nr. 5750 (JPG, 1,8 MB)
Bild unten Nr. 5751 (JPG, 1,3 MB)
Quelle: BHW Bausparkasse / Klaus Gauselmann Architekten

Anfang der 60er-Jahre stand das deutsche Wirtschaftswunder in voller Blüte und der neue Wohlstand fand auch im Wohnungsbau seinen Ausdruck. Auf großen Grundstücken, meist am Stadtrand gelegen, entstanden die "Sixties Cubes": ebenerdige, großräumige Bauten mit großen Fenstern, die für Transparenz sorgten. Heute leben die "Swinging Sixties" wieder auf: Bungalows gelten als begehrte und lohnenswerte Modernisierungsobjekte. Die eingeschossigen Einfamilienhäuser bieten insbesondere älteren Eigentümern einen großen Vorteil: Barrierefreiheit. Zudem sind sie leicht zu pflegen und zu bewirtschaften. Auf relativ großen Grundstücken gebaut, haben fast alle Räume Zugang zum Garten.

Sanierung für mehr Energieeffizienz

Doch ein Mangel zeichnet fast alle Bungalows aus den 60er-Jahren aus: Weil in dem Jahrzehnt Heizöl kaum etwas kostete, war Wärmedämmung kein Thema. Dünne Außenwände und kaum isolierte Dächer ließen die Energie sofort wieder ins Freie entweichen. Das Anpassen an den heutigen Standard ist kostspielig, denn es umfasst neben dem Einbau von neuen Fenstern die Umrüstung auf ein modernes Heizsystem und eine umfassende Wärmedämmung. Allein für die Sanierung eines undichten Flachdachs ist mit rund 20.000 Euro zu rechnen, eine Komplettsanierung kostet circa 60.000 Euro. Doch die gute Wohnlage rechtfertigt oft die Investition, die sich je nach Umfang nach zehn bis 20 Jahren amortisiert.

Ausbau oder Aufstockung

Eine attraktive Möglichkeit, mehr Wohnfläche zu erhalten, ist die Aufstockung oder der Ausbau des Bungalows. Je nach Aufwand liegen die Kosten allerdings fast so hoch wie bei einem kleinen Neubau. "Ob und inwiefern die Bausubstanz des Bungalows eine solche Maßnahme erlaubt, sollten Eigentümer von einem erfahrenen Sachverständigen prüfen lassen", rät Bernd Neuborn von der BHW Bausparkasse. Viele Architekten haben sich auf die bauliche Aufwertung von Bungalows spezialisiert. Neuborn: "Einen Vorteil haben Aufstockung oder Ausbau: Sie erzeugen keine zusätzlichen Grundstückskosten und werten die meist in guter Lage gebaute Immobilie deutlich auf."

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