Jeder fünfte Berufstätige ab 50 Jahre glaubt, als Rentner den Lebensunterhalt nicht aus eigenen Mitteln bestreiten zu können. Dieter Pfeiffenberger, Vorstandsvorsitzender der BHW Bausparkasse, kommentiert die Ergebnisse der jährlichen Postbank-Studie "Altersvorsorge in Deutschland".
Die Stimmung der Deutschen ist nicht gerade zuversichtlich, was ihre private Altersvorsorge anbelangt. Ursache für die wachsende Verunsicherung sind die Finanz- und die Euro-Schuldenkrise. Zugleich sinkt die Bereitschaft, privat für das Alter vorzusorgen. Nur rund die Hälfte der jungen Berufstätigen unter 30 Jahren plant noch einen Ausbau der Alterssicherung. Das ist ein Negativrekord seit 2003 – und ein besorgniserregendes Ergebnis.
Bei denjenigen, die ihre Vorsorge erweitern wollen, gibt es einen klaren Favoriten: das Eigenheim! Jeder dritte vorsorgewillige Berufstätige plant den Bau oder Kauf der eigenen vier Wände. Deren Stellenwert steigt also kontinuierlich weiter. Zu Recht: Wer im Rentenalter keine Miete zahlen muss, kann viel Geld sparen, durchschnittlich rund 530 Euro. Die Mietersparnis ist frei von Abgaben und Steuern. Das ist ein Vorteil, den viele andere Anlageformen nicht bieten können. Und auch die Inflation kann der Rente aus Stein nicht gefährlich werden.
Sicherheit
Neben aller Rechnerei ist für die Immobiliensparer aber auch noch etwas ganz anderes wichtig: Die eigenen vier Wände haben einen hohen ideellen Wert. Viele Menschen entscheiden sich mit dem Erwerb eines Eigenheims für Lebensqualität, Sicherheit und Unabhängigkeit. Sofort – und nicht erst im Alter! Unbezahlbar ist das Gefühl, die Miete nicht auf Nimmerwiedersehen an einen Vermieter zahlen zu müssen, sondern quasi an sich selbst und zwar für einen bleibenden und individuell gestaltbaren Wert.
Bei all seinen Vorteilen bedeutet der Immobilienkauf eine große Investition, die optimal geplant und finanziert werden will. Hier ist gute Planung unter Einbezug der staatlichen Fördermittel das A und O.
Clever vorsorgen: Wohn-Riester
Ein intelligentes Fördermodell ist der Wohn-Riester-Vertrag, mit dem Sparer staatliche Fördergelder zum Erwerb von Wohneigentum nutzen können.
Nachhaltig investiert – die eigene Immobilie schafft Sicherheit
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Quelle: BHW Bausparkasse / baufritz.de
Doch bezieht nur rund ein Prozent der Berufstätigen diese Form der Altersvorsorge in seine Planungen ein. Für uns als einem der größten deutschen Immobilienfinanzierer sind die Ursachen klar: Wohn-Riester muss entschlackt, der Fördereffekt schneller "fühlbar" werden, um noch mehr Sparer zu überzeugen.
Letztlich hängt der erfolgreiche Aufbau der privaten Alterssicherung in Deutschland entscheidend vom Vertrauen der Menschen in die Vorsorgeinstrumente ab – und von der Einsicht, dass eigene Initiative heute unerlässlich ist. Wer jetzt den Kopf in den Sand steckt, knirscht morgen mit den Zähnen!






