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Bezahlbares Wohneigentum in der Stadt, familien- und ebenso seniorengerecht, dazu mit sympathischen Nachbarn – gibt es nicht? Doch, als Baugemeinschaft, zum Beispiel in Berlin.

So geht Wohnqualität. Gemeinsam bauen eröffnet neue Möglichkeiten;
Quelle: BHW Bausparkasse;
BildNr. 5696;
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Nur ein Projekt unter vielen: In Berlin-Friedrichshain werden drei Energiesparhäuser mit 30 Wohnungen von 65 bis 190 Quadratmetern errichtet. Alle Eigentümer haben nach Fertigstellung im Sommer 2011 von der Gemeinschaftsterrasse auf dem Dach aus einen perfekten Blick über die Hauptstadt. Ein großer Innenhof wird als Park gestaltet. Trotz moderner Architektur: Drumherum werden die neuen Bewohner das Flair von Gründerzeitbauten und die Landschaft des Spreeufers genießen. Auch von guter Gastronomie bis zu Kunst lässt der Standort keine Wünsche offen. Die Mitglieder der Gemeinschaft sind ein Team – und bestimmen die Gestaltung der eigenen Wohnung ebenso wie die verwendeten Materialien. „Die künftigen Bewohner entscheiden, wer mitbaut und mit wem sie später unter einem Dach zusammenleben“, erklärt der Projektsteuerer Donat Kühne.
Von Anfang an gut geplant
Bis zur Realisierung kann der Weg lang sein. Die Interessenten müssen Vertrauen zueinander entwickeln und ihre Ziele und finanziellen Vereinbarungen vertraglich festlegen. Rüdiger Grimmert von der BHW Bausparkasse: „Von Anfang an ist die Beratung durch erfahrene Architekten und Projektsteuerer wichtig. Als Entscheidungshilfe sollte die Gemeinschaft nach Referenzen fragen.“ Der Profi hilft dabei, Streit zu vermeiden und unterschiedliche Interessen der Bewohner auszugleichen. Er kennt sich zudem in Fragen zu Steuern und Recht aus.
Die wirtschaftlichen Vorteile von Baugruppen gegenüber herkömmlichem Bauen wiegen den größeren Aufwand auf. BHW-Experte Grimmert: „Das Bauen in der Gemeinschaft kann bis zu 25 Prozent preisgünstiger sein als ein Bauträger-Projekt.“
Tipp: Zu den Sparfaktoren gehören Rabatte durch den Einkauf größerer Mengen Baumaterial oder auch gemeinsam erbrachte Eigenleistungen. Behördengänge lassen sich effektiver abwickeln, und die Grunderwerbsteuer reduziert sich.

Baugemeinschaften bundesweit machen es vor;
Quelle: BHW Bausparkasse;
BildNr. 5697;
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Gemeinsam statt teuer
Es gibt unterschiedlichste Gründe, einer Baugemeinschaft beizutreten. Ein Grundstück kann zu groß oder zu teuer für einen Erwerber allein sein. Oder Singles möchten unbedingt mit Freunden zusammenleben. Bilden junge Familien ein Bauteam, können sie Kinder gemeinsam betreuen. Auch die Generation der „Alt-68er“ hat in ihrer Jugend bereits WG-Erfahrung gesammelt und schätzt das Leben in der Gemeinschaft. Dr. Andrea Töllner, Vorstandsmitglied des Forum Gemeinschaftliches Wohnen e. V.: „Besonders bei Älteren mit gutbürgerlichem Hintergrund hat das Interesse an gemeinschaftlichen Projekten in den letzten Jahren stark zugenommen.“ Im Rahmen eines Mehrgenerationenkonzeptes können sie komfortable Bäder und Küchen oder einen Fahrstuhl einbauen lassen. Integrierbar sind Gemeinschaftsräume von der Sauna bis zur Werkstatt ebenso wie Gästezimmer für Besucher oder Pflegepersonal – ein Konzept für alle Fälle!
Checkliste: Baugemeinschaft gründen
Wie gründe ich eine Baugemeinschaft, wo bekomme ich Informationen? Die Bausparkasse BHW hat fünf Tipps zusammengestellt.- Vorbilder anschauen
Ob Tübingen, Freiburg, Berlin oder Hamburg – Suchmaschinen finden Links zu Projekten vorbildlicher Baugemeinschaften in diesen Hochburgen. Ein Überblick findet sich auch unter www.baugemeinschaft.org. - Baupartner finden
Wer noch keine Partner hat, kann mit Aushängen oder Inseraten suchen. Auf Plattformen wie www.fgwa.de des Forums Gemeinschaftliches Wohnen e.V. oder www.netzwerk-nachbarschaft.net können sich Interessierte nach Gleichgesinnten umsehen. - Beratung holen
Projektbetreuer und Architekten, die Baugruppen bei ihren Projekten begleiten oder auf bereits vorhandenem Baugrund initiieren, sind leicht im Internet zu „googeln“. Weiter hilft auch der Bundesverband Baugemeinschaften e.?V. unter www.bv-baugemeinschaften.de. - Rechtsform festlegen
Manche Gruppen gründen eine eingetragene Genossenschaft (eG) oder einen eingetragenen Verein (e.?V.), auch eine Kooperation mit einer bestehenden Genossenschaft ist möglich. Weit verbreitet ist eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), die später via Teilungserklärung in eine Eigentümergemeinschaft umgewandelt werden kann. - Baugrund suchen
Wer passendes Bauland sucht, wendet sich an Stadtentwicklungsbehörde oder örtliches Bauamt. Städte oder Foren veröffentlichen Parzellen, etwa www.forum-baugemeinschaften.de, www.hamburg.de/start-zusammen-bauen/, www.wohnportal-berlin.de. Kirchengemeinden haben Grundstücke: www.kirchengrundstuecke.de.
So geht Wohnqualität. Gemeinsam bauen eröffnet neue Möglichkeiten; Quelle: BHW Bausparkasse; BildNr. 5696; Download JPG (1 MB)
Baugemeinschaften bundesweit machen es vor; Quelle: BHW Bausparkasse; BildNr. 5697; Download JPG (840 KB)





