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Die Nachfahren der Regentonne

Aus Ausgabe 02/2010

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Während die Diskussion über Regenwassernutzung verebbt ist, hat eine neue Generation der Regenwasseranlagen den Markt erobert. Sie sind innovativ und sparen Kosten.

Regenwassernutzung durch unterirdische Speicherstation Quelle: BHW Bausparkasse /3P Technik
Regenwassernutzung durch unterirdische Speicherstation
Quelle:
BHW Bausparkasse /3P Technik;
BildNr. 5630;
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Der Deutsche verbraucht täglich 122 Liter Trinkwasser, 40 Liter werden davon die Toilette heruntergespült, beim Abwasch verschwinden acht Liter im Ausguss, und bei der Gartenbewässerung versickern elf Liter in den Blumenbeeten. Da ist die Frage nach der Nutzung von Regenwasser durchaus berechtigt. Dessen Qualität reicht für WC-Spülung, Wäschewaschen, Putzen und Gartenbewässerung völlig aus. Mit einer Regenwassernutzungsanlage kann ein Vier-Personen-Haushalt im Jahr rund 80.000 Liter Trinkwasser sparen. 

Regentonne war gestern
Die Nutzung von Regenwasser für den Haushalt ist also kein Öko-Abenteuer mehr. Heute bietet der Markt innovative Komplettsysteme von hoher Effizienz an. Über eine Auffangfläche, meist die Dachschräge, fließt der Niederschlag in den Wasserspeicher, der viele tausend Liter fassen kann. Gefiltert wird es durch eine Pumpe in das Haus geleitet.


Lohnende Investition?

Eine Baugenehmigung ist für eine Regenwasseranlage nicht erforderlich, die Installation der Anlage jedoch dem örtlichen Wasserversorger mitzuteilen. „Ob die Nutzung von Regenwasser für den Hauseigentümer wirtschaftlich ist, ist von Fall zu Fall verschieden,“ so der BHW-Experte Rüdiger Grimmert. „Nicht immer ist Regenwasser eine günstigere Alternative zur öffentlichen Wasserversorgung.“ Eine Regenwasseranlage für einen Vier-Personen-Haushalt kostet rund 4.000 Euro. Wie viel sich durch den Einsatz von Regenwasser einsparen lässt, hängt da auch von der Höhe des Wasserpreises ab, der regional stark schwankt. Je nach kommunaler Gesetzeslage können Abwassergebühren gesenkt und Förderungen von bis zu 2.000 Euro in Anspruch genommen werden. Die Finanzierung sollte über ein Bauspardarlehen geschehen –  laut Stiftung Warentest ist das günstiger als ein Bankkredit.

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Rüdiger Grimmert

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