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Alles dicht? - Schutz vor Hochwasser

Aus Ausgabe 03/2010

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Jedes Jahr verursacht Hochwasser Schäden in Milliardenhöhe. Und die Wetterextreme nehmen zu. Hausbesitzer tun gut daran, sich gegen Schäden zu versichern und aktiv für den Schutz ihrer Immobilie vorzusorgen.

Unwetter mit Starkregen, steigendes Grundwasser und Hochwasser – zunehmend sind Hausbesitzer in Regionen betroffen, für die „Land unter“ eine ganz neue Erfahrung ist. Doch aktuell haben sich nur 16 Prozent der Hausbesitzer gegen Hochwasserschäden versichert – im Vergleich zu Sturm- und Hagelschäden mit 44 Prozent. „Zuständig“ für Überschwemmungsschäden ist die Elementarschadenversicherung. Betroffene Hausbesitzer sollten sie zusätzlich zur Wohngebäude- oder Haftpflichtversicherung abschließen. Die Kosten für ein Einfamilienhaus liegen je nach Lage und Versicherungsgesellschaft bei 50 bis zu stolzen 450 Euro im Jahr.

Nicht nur Rheinufer-Bewohner sollten vorsorgen
Nicht nur Rheinufer-Bewohner sollten vorsorgen;
Quelle: BHW Bausparkasse;
BildNr. 5656;
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Zu nah am Wasser gebaut?
Nicht für jeden Haushalt ist der Abschluss der Zusatzversicherung problemlos. Ist das Haus zu nah am Wasser gebaut, wird’s teuer. Bei hoher Überschwemmungsgefahr ist die Immobilie unversicherbar. Um ihren Besitz vor Wasserschäden zu schützen, sollten Hausbesitzer daher die größten Schwachstellen ihres Gebäudes, Kellerfenster und -türen, entsprechend ausrüsten. „Wasserdichte Lichtschächte, Fenster und Türen lassen sich bei Neubauten mit einplanen. Altbauten müssen mit Wasserschutzsystemen nachgerüstet werden“, erklärt Angelika Sosnowski von der BHW Bausparkasse. Konstruktion und Installation haben ihren Preis. Ein Wasserschutz-Fenster kostet mit Einbau im Durchschnitt 1.500 Euro. Viele kommunale Entwässerungssatzungen verpflichten Hauseigentümer zum Einbau einer Rückstau-Sicherung, die vor eindringendem Wasser aus der Kanalisation schützt. Sie muss alle sechs Monate von einem Fachbetrieb gewartet werden und kostet zwischen 250 und 1.500 Euro. „In Anbetracht möglicher Schäden lohnen sich diese Investitionen“, sagt Sosnowski. Schließlich erhöhen sie den Wert der Immobilie und schaffen das gute Gefühl, „wasserfest“ zu wohnen.

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