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Klettern gehört zum Handwerk

Aus Ausgabe 03/2010

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Sie verhüllen den Reichstag, bessern Fernsehtürme aus und reinigen Windräder: Industriekletterer sind viel bestaunte Exoten. Jetzt werden sie auch für Hausbesitzer aktiv. Zum Beispiel, wenn die Regenrinne verstopft ist.

Regenrinnen-Reinigung vom Freeclimber
Regenrinnen-Reinigung vom Freeclimber;
Quelle: BHW Bausparkasse/ J. Thomann;
BildNr. 5643;
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Fassadenarbeiten an mehrstöckigen Häusern, Reparaturen am Dach – bislang war das ohne Gerüste oder Hebebühne nicht machbar. Und die sind teuer. „Handwerker für seilunterstützte Arbeiten sind die Alternative für hohe, schwer zugängliche Bereiche“, erläutert Expertin Iris Laduch-Reichelt von BHW. Ihr Einsatzgebiet: verstopfte Regenrinnen oder kleinere Fassadenschäden. Mit einer speziellen Kamera untersuchen sie zunächst das Innenleben der Regenrinnen, um Verstopfungsursachen und undichte Stellen auszumachen. Die Fassade wird auf Risse oder Feuchtigkeitsschäden kontrolliert. Dann gehen die schwindelfreien Fachmänner gezielt ans Werk, ausgerüstet mit allen Werkzeugen und Ersatzteilen. Schraubenzieher vergessen ist da nicht drin. Ihr Einsatz dauert wenige Stunden und kostet deutlich weniger als die herkömmliche Gerüste-Methode, die als „Baunebenkosten“ schon mal 70 Prozent der Gesamtrechnung ausmachen können. Damit jeder Handgriff sitzt, erlernen die ausgebildeten Handwerker in Zusatzkursen mindestens zwei Jahre lang das Kletterhandwerk. Und sind dann bundesweit sehr gefragt. Die gewerbliche Kletterei ist eine junge Disziplin und (noch!) eine echte Marktlücke. Informationen und Adressen finden Sie beim Fach- und Interessenverband für seilunterstützte Arbeitstechniken e.V. unter www.fisat.de.

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Rüdiger Grimmert

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