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Abschied vom "Einmal im Leben"-Haus

Aus Ausgabe PD extra 2011

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Wenn schon bauen, dann aber groß – wer so plant, schafft es meist erst mit 40 Jahren oder später in die eigene Immobilie. Höchste Zeit für den neuen Trend "Klein starten, später ausbauen". Er findet immer mehr Anhänger.

Starterhaus: Klein starten und ausbauen
Starterhaus: Klein starten und ausbauen;
Quelle: BHW Bausparkasse;
BildNr. 5712;
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40 Prozent der Deutschen geben an, das große Einfamilienhaus passe als Immobilientyp am besten zu ihnen. So das Ergebnis einer Emnid-Umfrage im Auftrag der BHW Bausparkasse. Bei den 30- bis 39-Jährigen liegt die Zustimmung mit 57 Prozent noch deutlich höher. "Als die Generation der Baufamilien haben sie konkrete Vorstellungen vom Einfamilienhaus mit allem Drum und Dran und großem Garten", so BHW-Expertin Stefanie Binder. Doch bis das Geld für die große Lösung vorhanden ist, können noch viele Jahre ins Land ziehen. Es könnte schneller gehen – und preiswerter.

Basishaus: Klein starten, groß rauskommen!

Wenn der Deutsche baut, hat er durchschnittlich 15 Jahre Mieterdasein hinter sich und richtig viel Geld auf das Konto des Vermieters gezahlt. Da kommen auch schon mal über 100.000 Euro zusammen. Die hätten – zumindest anteilig – für den eigenen Wohlstand investiert werden können. Zum teuren "Einmal im Leben"-Haus gibt es eine kluge Alternative. Architekt Hans-Friedrich Bültmann aus Köln plädiert für das Starterhaus. "Das kompakte Basis- oder Starterhaus umfasst Wohnraum mit Küche, Bad und Schlafzimmer. Es ist energieeffizient, puristisch, ästhetisch ausgestattet. Es bietet offenen Raum, verzichtet auf Wände und kann flexibel um-, aus- und angebaut werden."

Erfolgsmodell: Starterhaus mit offenen Räumen und flexiblen Grundrissen
Erfolgsmodell: Starterhaus mit offenen Räumen und flexiblen Grundrissen;
Quelle: BHW Bausparkasse;
BildNr. 5713;
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Ein neues Modell gewinnt Anhänger

Laut der aktuellen BHW-Umfrage trifft dieses Modell auf viel Sympathie. Für knapp 30 Prozent der Befragten gehört die Ausbaufähigkeit des Hauses zu den drei wichtigsten Planungskriterien beim Neubau. Das Modell hat Zukunft, auch für Architekt Bültmann. "Wenn Architekten und Baufamilien hier an einem Strang ziehen", so Bültmann, "ist das ein absolutes Erfolgsmodell."

BHW-Expertin Binder nennt ein Beispiel:
Ein junges Paar investiert in ein Einfamilienhaus mit 100 qm Fläche. Die Kosten für Grundstück und Hausbau belaufen sich auf zusammen 200.000 Euro. Unter Anrechnung des Eigenkapitals benötigen die beiden ein Darlehen von 150.000 Euro. Bei einem Zinssatz von 3,95 Prozent für 50.000 Euro KfW-Darlehen und 4,36 Prozent für 100.000 Euro BHW Baudarlehen und einer Sparrate von 158 Euro beträgt die monatliche Rate über 10 Jahre 686 Euro. Binder: "Die Finanzierung eines ausbaufähigen Hauses kostet in diesem Fall monatlich kaum mehr als eine Mietwohnung."

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