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Nachhaltig bauen und modernisieren
Keine Frage: Energieeffizienz und die Schonung der natürlichen Ressourcen - das sind die Themen unserer Zeit und gleichzeitig eine gesellschaftliche Herausforderung, die jeden etwas angeht. Wir verbrennen heute weltweit an einem einzigen Tag soviel Gas, Öl und Kohle, wie die Natur in einer Million Jahren geschaffen hat. Dass es so nicht ewig weitergehen kann, ist klar.
In Deutschland hat die Bundesregierung festgelegt, dass die CO2 -Emissionen bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent gesenkt werden sollen. Dies gilt sowohl für die Wirtschaft, als auch für private Haushalte. Denn hier entstehen immerhin 37 Prozent aller Treibhausgase.
Gesetzliche Grundlage; die Energieeinsparverordnung (EnEV)
Bestandaufnahme: Der Energie-Check für das Haus
Energetisch modernisieren
Ökologisches Bauen - Vorteile hoch 3
Die Finanzierung: Fördermittel konsequent nutzen
Gemeinsam mit der BHW Bausparkasse klimaschonend bauen
Gute Isolierung schützt ...
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Quelle: BHW Bausparkasse/ Saint-Gobain Isover
Investition in die Zukunft
Wer beim Bauen und Wohnen ans Energiesparen denkt, tut aber nicht nur etwas für die Umwelt, sondern auch für den eigenen Geldbeutel. Die deutschen Haushalte geben nach einer Studie der Postbank rund 100 Milliarden Euro jährlich für Energie aus. Das sind immerhin gut 7 Prozent der gesamten Konsumausgaben. Eine gewaltige Summe - und die Kosten steigen unaufhaltsam, eine Kehrtwende ist nicht in Sicht. In den eigenen vier Wänden ans Energiesparen zu denken macht also Sinn.
Dieses Fazit haben auch Linda und Gerhard Bergmann aus Hannover gezogen.
Sie haben ihr über 30 Jahre altes Einfamilienhaus vom Energiefresser in ein Sparhaus umgewandelt. Dabei war die Ausgangslage für die Familie zunächst alles andere als ermutigend. Trotzdem haben die Bergmanns die Investition gewagt und profitieren nun von einem energetisch modernen Haus.
O-Ton und Audio-Datei Familie Bergmann 
O-Ton Bergmanns
Gerhard Bergmann: Unser Haus ist so ca. 130 Quadratmeter groß. Die Heizkosten betrugen etwa 3700 Euro pro Jahr. Es ist aus Ziegeln und die Dachdämmung war nur 8 Zentimeter dick. In den 70er Jahren, als unser Haus damals gebaut wurde, war Wärmedämmung noch ein Fremdwort und Energieverschwendung kein Thema.
Linda Bergmann: Ja - so ging es einfach nicht mehr weiter. Wenn ich im Winter an einem Fenster saß, hat es sehr stark gezogen. Wenn ich auf den Dachboden kam, dann sah ich die verschimmelte Mineralwolle. Auch der Keller war ganz feucht. Alles sah ganz vergammelt aus – und die Rechnung für Heizöl wurde natürlich auch immer höher.
Gerhard Bergmann: Billig war der Umbau nicht. Zuerst wollten wir nur das Dach neu dämmen lassen und neue Fenster einbauen. Aber unser Architekt hat uns zu einer umfassenden Sanierung überredet. Wir haben Fassade, Dach und Keller neu gedämmt, eine Solarheizung eingebaut – und neue Fenster. Das hat rund 50.000 Euro gekostet. Wir haben aber ein günstiges Baudarlehen bekommen und auch öffentliche Fördermittel. Dadurch sind unsere Heizkosten enorm gesunken. Im letzten Jahr haben wir nur noch 1.920 Euro für Heizöl bezahlt. Ich habe mal nachgerechnet: da haben wir jeden Monat fast 160 Euro gespart. Mit dem Geld können wir dann die Kosten für unseren Baukredit schon fast bezahlen. Es bleiben gerade mal 31 Euro im Monat übrig, die wir noch selbst drauflegen müssen.
Linda Bergmann: Und schließlich tun wir ja so auch noch was für die Umwelt.……und die nächste Öl-Preis-Steigerung kommt bestimmt.
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Stand: 08. Mai 2010
Bei Neubauten ist es heute möglich, den jährlichen Energiebedarf auf bis zu 40 Kilowattstunden pro Quadratmeter Nutzfläche zu begrenzen. Niedrigenergiehäuser sind dabei heute Standard.
Was hält wie lange?
| Maßnahmen | Renovierungszyklen | Aufwendung |
|---|---|---|
| Fassade | 15 bis 20 Jahre | 10.000 bis 25.000 € |
| Heizung | 15 bis 20 Jahre | 6.000 bis 14.000 € |
| Solaranlage | 10 bis 12 Jahre | 5.000 bis 15.000 € |
| Sanitäre Anlagen | 15 bis 20 Jahre | 6.000 bis 14.000 € |
| Fenster | ca. 20 Jahre | 7.000 bis 12.000 € |
| Dach | ca. 30 Jahre | 9.000 bis 20.000 € |
Gesetzliche Grundlage: die Energieeinsparverordnung (EnEV)
Seit 2009 gilt die Energie-Einsparverordnung. Damit werden Bauherren dazu verpflichtet, bei Neubauten einen Teil der Wärme aus erneuerbaren Energien zu beziehen. Bis 2020 sollen Sonne, Holz, Erdwärme und Co bereits 14 Prozent zum gesamten Wärmebedarf beisteuern und damit über 86 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Bis zum Jahr 2050 könnte der Anteil nach Expertenstudien sogar auf 50 Prozent ansteigen. Aber nicht nur bei Neubauten ist der Einsatz erneuerbarer Energien interessant. Auch bei älteren Immobilien lässt sich durch kluge Investition der Einsatz fossiler Brennstoffe reduzieren. Für Neubauten und Modernisierungen gelten besondere Anforderungen in Sachen Wärmedämmung und Klimaschutz.
Die Regelungen im Überblick finden Sie hier.
Schöne Energiefresser: Altbauten haben oft einen hohen Sanierungsbedarf
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Quelle:
BHW Bausparkasse/ BTZ
Von der Energieschleuder zur Spardose
Gerade Altbauten sind oft wahre Energiefresser, die einen jährlichen Energieverbrauch von etwa 200 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche haben. Undichte Fenster, schlechte Wärmedämmung, alte Heizungsanlagen: rund 28 Millionen Häuser und Wohnungen in Deutschland sind nach einer Schätzung des Umweltministeriums sanierungsbedürftig. Vor allem Nachkriegsgebäude haben oft eine verheerende Energiebilanz. Durch sinnvolle energetische Sanierungen könnten bis zum Jahr 2020 rund 40 Milliarden Euro Heizkosten eingespart werden, schätzt das zuständige Ministerium für Verkehr, Städtebau und Stadtentwicklung. Vorausgesetzt, die Möglichkeiten der Gebäudesanierung werden ausgeschöpft.
Bestandsaufnahme: Der Energie-Check für das Haus
Vor der Entscheidung, Maßnahmen zur energetischen Modernisierung der eigenen vier Wände durchzuführen, sollte durch eine Analyse geklärt werden, ob eine Sanierung sinnvoll ist und mit welchen Einsparungen gerechnet werden kann. Für eine erste grobe Einschätzung genügt es, die Wohnfläche des Hauses und den Heizwärmebedarf des vergangenen Jahres zu kennen.
Damit kann mit dem BHW Modernisierungsrechner berechnet werden, ob das Gebäude oder die Wohnung zuviel Heizenergie verbraucht und ob die Sanierung von Heizung und Gebäudehülle sinnvoll ist. Das dauert nur wenige Minuten. Der Test ist unabhängig, kostenlos und führt unmittelbar zu einem Resultat.
Signalisiert dieser erste Check Handlungsbedarf, ist eine professionelle Energieberatung angesagt. Die kostet natürlich Geld. Dazu gibt es aber in vielen Bundesländern und Gemeinden Zuschüsse. Umfangreicher und gründlicher ist bundesweit die „Vor-Ort-Beratung“ durch besonders qualifizierte Ingenieure. Sie bezieht sich auf den baulichen Wärmeschutz, die Heizanlagentechnik und eine eventuelle Nutzung erneuerbarer Energien. Im Internet findet sich eine Liste von geeigneten Ingenieuren, nach Postleitzahlen geordnet, unter www.energienetz.de. Informationen zum Energiecheck und den Fördermöglichkeiten gibt es beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unter www.bafa.de.
Schornsteinfeger bündeln Know-how und Erfahrung
Quelle: BHW Bausparkasse
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Energieberatung vom Fachmann
Auch Schornsteinfeger sind Profis in Sachen effiziente Energietechnik. Sie gehören zu den vielseitigsten Dienstleistern überhaupt, wenn es um die energetische Sanierung von Gebäuden geht. Denn kaum jemand kennt Wohngebäude und Heizung so gut wie der Bezirksschornsteinfeger. Er ist regelmäßig vor Ort, um die Heizung und die Einhaltung der Umweltschutzbestimmungen zu kontrollieren.
Ob es nun um den Heizenergieverbrauch für Raumwärme und Warmwasser geht, oder den technischen Zustand der Heizanlage, um die Wärmedämmung oder die Frage, ob der Einsatz einer Photovoltaikanlage sinnvoll ist: Der Schornsteinfeger kann gezielte Ratschläge geben und steht Immobilienbesitzern auch zur Seite, wenn eine energetische Sanierung des Gebäudes notwendig wird. Dazu brauchen Hausbesitzer in der Regel gleich zwei Mal eine gute Beratung: die Energieberatung und Informationen darüber, wie eine solche Sanierung am besten finanziert wird.
Aus diesem Grund arbeitet die Postbank mit dem Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks zusammen und hat die „Energie Effizienz Agentur GmbH“ (Eneffa) ins Leben gerufen. Die Eneffa stellt Informationen zur umweltgerechten Sanierung, zur staatlichen Förderung und zur Finanzierung von Energiesparinvestitionen bereit und vermittelt Sanierungsexperten für Hausbesitzer. Weitere Infos unter: www.eneffa.com.
Energetisch modernisieren
Der Blick hinter schöne Fassaden offenbart häufig Schwächen bei der Wärmedämmung
Bildnr. 5419; Download JPG (1,24 MB) Quelle: BHW Bausparkasse/ D. Masbaum
Bildnr. 5421; Download JPG (320 KB) Quelle: BHW Bausparkasse/ T. Pingel Energieberatung
Weitere Informationen zum Energieausweis finden Sie hier.
Umweltbewusst heizen lohnt sich
Ein ganz wesentlicher Aspekt in Sachen Energiesparen ist das Heizsystem eines Gebäudes, denn rund 75 Prozent des Energieverbrauchs eines Haushaltes fallen für die Heizkosten an. Dabei glaubt die überwiegende Mehrheit der Deutschen, modernste Technik im Keller zu haben. Doch tatsächlich sind die meisten Heizungen in den deutschen Haushalten veraltet. Nach einer Studie des Bundesverbandes für Haus-, Energie- und Umwelttechnik sind mehr als 20 Prozent der deutschen Heizkessel wahre Oldtimer. Weitere 70 Prozent der Anlagen nutzen die Energie nur unzureichend. Damit verbrauchen rund 24 Millionen von insgesamt 37 Millionen Wohnungen in Deutschland zu viel Energie. Das Potenzial für mehr Klimaschutz und weniger Energieverbrauch ist also riesengroß. Zudem kommen Jahr für Jahr rund 300.000 Heizungen dazu, die die maximale Altersgrenze von 25 Jahren überschreiten. Eine Modernisierung der alten Anlagen zusammen mit einer energetischen Gebäudesanierung würde den Energieeinsatz zur Wärmeerzeugung bei diesen Gebäuden mehr als halbieren. Dazu gehören eine vollständige Wärmedämmung der Gebäudeaußenhülle, die Erneuerung der Fenster und der Heizungsanlage sowie eventuell die Installation einer Solaranlage. Bei den heutigen Energiekosten rechnet sich eine solche Investition bereits nach rund 15 Jahren.

Fast jedes Haus hat das Potenzial zum "Kraftwerk": Solarzellen können Strom erzeugen oder Heizung und Warmwasserbereitung unterstützen
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Quelle: BHW Bausparkasse/ Wagner Solar
Alternative Ökostrom
Wer beim Heizen an die Umwelt denkt, kann dies auch bei der Wahl seines Stromversorgers tun. Seit der Liberalisierung des Strommarktes kann jeder Verbraucher frei entscheiden, woher er seinen Strom bezieht. Mit dem Begriff Ökostrom wird elektrische Energie bezeichnet, die auf ökologisch vertretbare Weise aus erneuerbaren Energiequellen hergestellt wird. Zur Erzeugung dieses Stroms werden derzeit hauptsächlich Kleinwasserwerke und Windenergie genutzt. Die entsprechenden Anbieter verpflichten sich, genauso viel Ökostrom in das Netz einzuspeisen, wie ihre Kunden entnehmen. Natürlich beziehen alle Verbraucher ihren Strom aus demselben Verbundnetz - daher hat der Bezug von Ökostrom keine direkte Auswirkung auf den beim einzelnen Kunden gelieferten Strom, wohl aber auf den Strommix insgesamt.
Neue Freiheit in Sachen Strom
Was derzeit für die meisten Verbraucher noch Zukunftsmusik ist, könnte schon bald Realität werden: Das eigene kleine Kraftwerk für zu Hause, das gänzlich unabhängig macht von Kohle- und Atomkraftwerken.

Mini-Kraftwerke: ausgefeilte Technik für Mehrfamilienhäuser
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Quelle: BHW Bausparkasse/ Senertec
Ökologisch bauen? Aber natürlich!
Acht von zehn Deutschen - so das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der BHW Bausparkasse mit TNS Emnid - sehen in der alternativen Energieversorgung die beste Strategie, um den steigenden Preisen für Öl und Gas entgegenzuwirken und die Umwelt zu schonen.
Einzelheiten zur alternativen Energieversorgung finden Sie hier.
Ökologisches Bauen - Vorteile hoch 3
Immer mehr Bauherren - und auch Mieter- erkennen, dass ökologisches und nachhaltiges Bauen und Modernisieren die Wohnqualität steigert und finanziellen Nutzen bietet. Natürliche Baustoffe schonen dabei die Gesundheit und tragen ganz entscheidend zu mehr Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden bei. Dabei muss umweltfreundliches Bauen oder Sanieren nicht teuerer sein als der konventionelle Weg. Doch die Wahl der Baustoffe und die Abschätzung der Kosten einer ökologisch orientierten Bauweise stellt immer noch so manchen vor große Probleme.
Wer umweltfreundlich bauen und renovieren will, sollte sich zunächst einmal mit den Grundsätzen des ökologischen Bauens vertraut machen. Das Umweltbundesamt in Berlin hat hierzu die wichtigsten Leitlinien in einem Forderungskatalog zusammengefasst.
Forderungskatalog zum ökologisch orientierten Bauen:
- Sparsamer und schonender Umgang mit Grund und Boden
- Verbrauch an Rohstoffen bei Bau, Nutzung und Abriss eines Gebäudes minimieren
- Verunreinigungen von Luft, Boden und Wasser vermeiden oder gering halten
- Abwärme, Abfälle und Lärmentwicklung auf das Nötigste reduzieren
- Regenerative und emissionsarme Energieträger wählen
- Sparsamer und rationeller Umgang mit Energie und Wasser
Ziel eines jeden Bauherren sollte es danach sein, in allen Phasen des Lebenszyklus seines Hauses - beginnend bei der Planung und dem Bau, der Nutzung und Erneuerung bis zum Abriss - den Verbrauch von Energie und Ressourcen zu minimieren.
Das fängt bei der Wahl des Baugrundstückes an und endet bei der Berücksichtigung späterer Recyclingmöglichkeiten für die benutzten Baustoffe. Ein solches Verhalten schont nicht nur die Umwelt sondern bei intelligenter Planung auch den Geldbeutel.
Die Finanzierung: Fördermittel konsequent nutzen
Bevor ein neues Haus gebaut - oder eine energetische Sanierung in Angriff genommen wird, muss die wichtigste Frage geklärt sein: Wie soll finanziert werden? Nur die wenigsten Bauherren sind in der glücklichen Lage, den Hausbau oder die Modernisierung ausschließlich aus eigenen Mitteln zu bestreiten. Alle übrigen brauchen neben Eigenkapital zusätzliche Finanzierungsmittel wie Bauspardarlehen und Hypotheken.
![]() Vorher: mit Kohleöfen betrieben | ![]() Nach Modernisierung: Niedrigenergiehaus |
Tipps zum Vorsorge-Bausparen
Besitzer von älteren Häusern oder Wohnungen wissen, dass regelmäßige Modernisierungen zur Werterhaltung der Immobilie unerlässlich sind. Zudem werden Bauherren und Immobilienbesitzer durch gesetzliche Vorschriften, wie die EnEV verpflichtet, bestimmte Standards einzuhalten. Ideal ist es dann, wenn man die ohnehin geplanten Umbauten mit Energiesparmaßnahmen kombiniert. Mit Vorsorge-Bausparen ist man in einem solchen Fall für alle Eventualitäten gewappnet. Ein solcher Vorsorgevertrag beläuft sich in der Regel auf 30.000 bis 35.000 Euro. In dieser Größenordnung ist man mit einem Bausparvertrag bei BHW klar im Kostenvorteil: Denn der Baufinanzierer der Postbank verzichtet bei auf so genannte „Kleindarlehenszuschläge“, wie andere Kreditinstitute sie oft verlangen.
Staatliche Förderung zur Modernisierung nutzen
Das Sparen für die eigenen vier Wände wird über das Bausparen staatlich gefördert. Auch für kurz- oder langfristig geplante Modernisierungsmaßnahmen können die Wohnungsbauprämie und die Arbeitnehmersparzulage genutzt werden.
Wohnungsbauprämie
Der Staat zahlt eine Prämie von 8,8 Prozent auf Einzahlungen in Bausparverträge bis maximal 512 Euro jährlich bei Ledigen bzw. 1.024 Euro bei Ehepaaren. Voraussetzung: Das zu versteuernde Einkommen liegt unter 25.600 Euro bei Singles bzw. 51.200 Euro bei Verheirateten.Arbeitnehmersparzulage:
Neben der Bausparprämie besteht die Möglichkeit, Arbeitnehmer-Sparzulage zu erhalten. Jeder Arbeitnehmer kann jährlich bis zu 470 Euro von seinem Arbeitgeber als vermögenswirksame Leistungen auf einen Bausparvertrag anlegen lassen. Auf die vermögenswirksamen Leistungen gewährt der Staat einen Bonus von 9 Prozent – die Arbeitnehmersparzulage. Auch hier gelten Einkommensgrenzen: 17.900 Euro bei Ledigen; 35.800 Euro bei Ehepaaren.

Wolfgang Kipke
Quelle: Deutsche Postbank
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Wolfgang Kipke, Finanzfachmann und Bauspar-Experte bei BHW, Baufinanzierer der Postbank, erläutert die Pluspunkte des Bausparens:
- Ansparen von Eigenkapital für Renovierung oder Modernisierung
- Langfristig feststehende Darlehenskonditionen
- Möglichkeiten zur Sondertilgung
- Staatliche Förderung
O-Ton und Audiodatei Wolfgang Kipke 
O-Ton Wolfgang Kipke
Bausparer sammeln langfristig und kontinuierlich Eigenkapital, das dann eine solide Grundlage ist, um ein Haus oder eine Wohnung zu bauen, zu kaufen – oder auch für nötige Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen verwendet werden kann. Sie treffen so Vorsorge für den Werterhalt ihrer Immobilie – nicht umsonst nennen wir das einen „Krankenschein für das Haus“.
Bausparer können sich auf günstige, schon bei Vertragsabschluß feststehende Darlehenskonditionen verlassen. Sie sind damit immer auf der sicheren Seite, unabhängig davon, wie sich der Kapitalmarkt entwickelt. In Zeiten von Finanzkrise und Währungsunsicherheiten ist das ein Riesen-Vorteil. Erstklassige Konditionen gibt es übrigens auch bei nachrangiger Absicherung im Grundbuch. Das Bauspardarlehen kann flexibel zurückgezahlt werden – je nach individueller Finanzkraft und Lebenssituation. Und natürlich gibt es auch jederzeit die Möglichkeit für Sondertilgungen. Und last – but not least: Bausparen wird staatlich gefördert. Und diese Förderung kann sich durchaus sehen lassen. Ich möchte hier nur die Stichworte Wohn-Riester, Wohnungsbauprämie und Arbeitnehmersparzulage nennen.
Eine Standardfinanzierung, die für jeden Haushalt geeignet ist, gibt es allerdings nicht. Zu unterschiedlich sind die Voraussetzungen der Bauherren. Aber wer sich vorab gut und kompetent beraten lässt und sich dabei mit den Grundregeln der Baufinanzierung vertraut macht, kann die monatliche Belastung im Rahmen halten und seinem persönlichen finanziellen Leistungsvermögen anpassen.“
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Vergleichen hilft Geld sparen
Bevor sich der Bauherr oder Sanierer für eine Finanzierung entscheidet, sollten die verschiedenen Kreditangebote miteinander verglichen werden. Wichtig ist es, auf Eckdaten wie den Effektivzins, die Dauer der Zinsfestschreibung sowie die Gesamtfinanzierungskosten zu achten. Berücksichtigt werden müssen auch Nebenkosten wie Bearbeitungs- und Vermittlungsgebühren, Bereitstellungszinsen und Schätzkosten für Haus und Grundstück. Wer befürchtet, sich im Dschungel der Finanz-Fachbegriffe zu verirren, sollte die Hilfe von Fachleuten in Anspruch nehmen.
Finanzierungsaufwand richtig einschätzen
Wichtig ist, dass der monatliche Aufwand dauerhaft tragbar bleibt. Dabei müssen die persönlichen Finanzierungsmöglichkeiten realistisch geprüft werden: Wie viel kosten Haus und Grundstück? Wie hoch sind die Gesamtkosten für die Modernisierung der Immobilie? Welche staatlichen Förderungen können sicher eingeplant werden? Eine Faustregel: Nach Abzug der Zahlungsverpflichtung für Hypotheken- und Bauspardarlehen bzw. ev. Ratenkrediten und sonstigen Zahlungsverpflichtungen sollten mindestens 40% des Familiennettoeinkommens verbleiben. Zusätzlich gibt es für jede Person im Haushalt bestimmte Sockelbeträge, die nicht unterschritten werden dürfen.
Fördermittel für Ökobauherren
KfW-Programme
- Wohnraum modernisieren
Für alle, die Haus oder Wohnung modernisieren oder instand setzen möchten, z.B. neue Fenster, eine neue Dämmung oder eine neue Heizungsanlage. Auch die Behebung baulicher Mängel und eine Verbesserung der Energieeffizienz werden durch das KfW-Programm finanziell unterstützt. - Energieeffizient bauen
Die KfW unterstützt den Neubau oder Ersterwerb von neuen Wohngebäuden, sofern der Neubau beim Energiebedarf den Standard eines KfW-Effizienzhauses oder eines Passivhauses erreicht. Besonders interessant: Es gibt auch zusätzliche Tilgungszuschüsse. - Energieeffizient sanieren
Gefördert werden alle Sanierungsmaßnahmen, die ein Haus zu einem KfW-Effizienzhaus machen. Dazu gehören z.B. Erneuerung der Dämmung, Fensteraustausch, eine neue Heizung oder ein Lüftungseinbau.
Der Staat fördert den sparsamen Umgang mit Energie im Eigenheim und ebenso Investitionen zur Nutzung erneuerbarer Energien wie Sonne, Erdwärme und Biokraftstoffe. Dreh- und Angelpunkt dieser Förderung sind die Programme der KfW-Förderbank. Diese Darlehen können ein wichtiger Bestandteil der Finanzierung von ökologischen Bau- und Modernisierungsmaßnahmen sein. Die BHW Bausparkasse, der Baufinanzierer der Postbank, prüft bei allen Baufinanzierungsanträgen, welche KfW-Fördermittel in eine Finanzierung einbezogen werden können.
Ganz wichtig: Anträge für die KfW-Fördermittel können Interessenten nur bei ihrer Hausbank oder dem Baufinanzierungsinstitut stellen. Und stets gilt die Regel: Erst Fördermittel beantragen, Zuteilung abwarten und erst dann mit dem Bauen oder Modernisieren beginnen. Vorher informieren sollte man sich auch über Zuschüsse, die Bundesländer, Städte, Gemeinden und Energieversorger anbieten. Individuelle Fördermöglichkeiten können mit dem Förderratgeber der BHW Bausparkasse ermittelt werden. Der Förderratgeber wird vom Bundesumweltministerium unterstützt.
Gemeinsam mit der BHW Bausparkasse klimaschonend bauen
Dieter Pfeiffenberger, Vorstandsvorsitzender BHW Bausparkasse
Quelle: Deutsche Postbank AG
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"Die BHW Bausparkasse hat drei Millionen Kunden und finanziert jedes zehnte private Bauvorhaben in Deutschland mit“, so BHW Vorstandschef Dieter Pfeiffenberger. „Wenn wir es schaffen, unsere Kunden vom Einsatz energiesparender Technik beim Hausbau zu überzeugen, können wir gemeinsam mit unseren Kunden schon jetzt einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz in Deutschland leisten."
Seit vielen Jahren engagiert sich die BHW Bausparkasse, der Baufinanzierer der Postbank, im Bereich des nachhaltigen Bauens und Modernisierens. Mit dem Modernisierungsdarlehen bietet die Postbank eine zinsgünstige Finanzierungsmöglichkeit, die mit den verschiedenen KfW-Angeboten kombiniert werden kann.
„Jedes Jahr geben die Verbraucher gut 100 Milliarden Euro für Energie aus. Ein großer Teil davon wird buchstäblich ohne Wirkung verheizt.“, so Dieter Pfeiffenberger. „Wir sind überzeugt, dass gerade im privaten Wohnungsbau ein großes Sparpotenzial vorhanden ist, das Hausbesitzer möglichst schnell nutzen sollten."








