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Das Kerngeschäft der Postbank ist das Retail-Banking, das standardisierte Geschäft mit Privatkunden und kleinen Unternehmen.
Mit 14,0 Millionen Kunden verfügt die Postbank über das größte Kundenpotenzial einer Bank in Deutschland. Dieses Potenzial ist noch nicht ausgeschöpft. Die Kunden der Postbank haben im Durchschnitt 1,8 Produkte. Bei den anderen Banken sind es mehr als zwei Produkte.
Um ihr Kundenpotenzial besser auszuschöpfen, hat die Postbank ihren Vertrieb optimiert. Sie hat von der Deutschen Post AG die 850 größten Filialen erworben und durch die Akquisition des BHW einen mobilen Vertrieb von mehr als 4.000 Beratern aufgebaut. Sie vertreibt ihre Produkte über eine vernetzte Multikanal-Plattform via Internet, per Telefon, in Filialen und durch mobile Berater.
Über die Marke DSL Bank, die ausschließlich von Finanzberatern und Partner-Vermittlern vertrieben wird, erschließt sie sich zusätzliche Kunden im Geschäft mit Baufinanzierungen und Konsumentenkrediten.
Auf diese Weise steigert sie die Zahl ihrer Kunden und ihre Produktvolumina kontinuierlich.
Die Postbank verfolgt eine strikte Kostenkultur. Sie erstellt ihre Produkte ausschließlich dezentral in großen Fabriken, wie der Zahlungsverkehrsfabrik in Frankfurt am Main oder der Kreditfabrik in Hameln. Sie nutzt dafür modernste Technologie, standardisierte Produktionsprozesse und standardisierte Produktdesigns.
Die Postbank reduziert ihre Stückkosten zusätzlich, indem sie für andere Banken produziert und dadurch die Produktionsmengen steigert. Bereits heute wickelt sie zum Beispiel mehr Zahlungen für andere Banken ab, als für sich selbst. Auch die Bearbeitung von Krediten und die Kontoführung bietet sie anderen Finanzdienstleistern an. Im Abwicklungsgeschäft für Dritte, dem Transaction Banking, will die Postbank ihre Tätigkeit nach Europa ausdehnen, sobald der europäische Zahlungsverkehr vereinheitlicht ist.



