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Zertifikatstypen im Überblick

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Bunte Vielfalt! Für jeden das Passende.

Klassische Zertifikate

Zertifikate sind den abgeleiteten Finanzprodukten (Derivaten) zuzuordnen. Sie werden von einem Emittenten, z. B. einem Geldinstitut, ausgegeben und stellen eine Mischung aus Wertpapier- und/oder Terminmarktelementen dar. Zertifikate besitzen in der Regel eine vom Emittenten vorher festgelegte Laufzeit. Sie können während ihrer Laufzeit an der Wertpapierbörse oder außerbörslich direkt über den Emittenten des Zertifikates ge- und verkauft werden. Zu den klassischen Zertifikaten gehören Kapitalschutz-, Bandbreiten-, Discount- und Indexzertifikate. Es wird jeweils die Wertentwicklung des zugrunde liegenden Basiswertes (z. B. Aktienbasket, Index, Devisen etc.) partizipiert.

Kapitalschutz-Zertifikate

Beim Kauf von Kapitalschutz-Zertifikaten wird dem Anleger zum Laufzeitende die Rückzahlung eines bestimmten Prozentsatzes des von ihm eingesetzten Kapitals garantiert. Aus diesem Grund werden diese Zertifikate auch als Garantie-Zertifikate bezeichnet. Die Garantieleistung gilt in der Regel nur zum Laufzeitende. Die sichere Auszahlung zum Laufzeitende verlangt im Gegenzug vom Anleger einen Verzicht eines Teils der möglichen Kursgewinne.

Bandbreiten-Zertifikate

Hierbei wird zu Beginn eine bestimmte Bandbreite, sprich Untergrenze und Obergrenze, für den Kurs des Basiswertes festgelegt. Dem Anleger wird somit eine überproportionale Partizipation an der Entwicklung des jeweiligen Basiswertes ermöglicht, wenn der Wert am Laufzeitende innerhalb der vorher definierten Brandbreite liegt. Unterhalb der festgelegten Spanne ist der Verlauf des Zertifikates analog zum Basiswert. Liegt der Basiswert jedoch oberhalb der Spanne, so profitiert der Anleger nicht von einer weiteren Kurssteigerung des Basiswertes über der gesetzten Obergrenze hinaus.

Discountzertifikate

Discountzertifikate sind seitens der Emittenten mit dem Wahlrecht ausgestattet, das Zertifikat am Laufzeitende zurück zu zahlen bzw. die zugrunde liegenden Aktien zu liefern. Investoren erhalten den Basiswert der zugrunde liegenden Aktien mit einem Kursabschlag (Risikopuffer), profitieren jedoch nicht unbegrenzt an einer positiven Wertentwicklung dieser Aktien.

Hebel-Zertifikate

Hierbei bietet sich dem Anleger die Möglichkeit auf steigende oder aber auf fallende Kurse zu setzen. Der Hebel gibt an, um wieviel Prozent sich der Preis des Zertifikates erhöht/verringert. Durch den auftretenden Hebeleffekt besteht die Möglichkeit, mit geringem Kapitaleinsatz in relativ kurzer Zeit hohe Gewinne einzufahren. Dieses Papier ist jedoch auf der anderen Seite mit einem hohen Risiko verbunden, denn bei Unterschreiten eines bestimmten Kurses des Basiswertes (die so genannte "Knock-out-Schwelle") während der Laufzeit verliert das Zertifikat seinen Wert und der Anleger erleidet einen Totalverlust oder erhält eine sehr geringe Rückzahlung. Im Regelfall handelt es sich bei den Basiswerten um Aktien oder einen Aktienindex.

Barrier-Zertifikate

Bei Barrier-Zertifikaten gibt es eine vorher festgelegte Kursgrenze, welche in der Regel weit unterhalb des aktuellen Kurswertes liegt. Wird diese Kursgrenze (Barriere) erreicht oder unterschritten, so entfällt in der Regel ein vorher festgelegter Mechanismus, z. B. Kapitalschutz oder Bonus.

Indexzertifikate

Es handelt sich hierbei um börsennotierte Wertpapiere, die an der Entwicklung eines Index partizipieren. Ähnlich einem Fonds investieren Zertifikate in verschiedene Aktien und bieten somit den Vorteil einer Diversifikation im Gegensatz zum Kauf einer Einzelaktie. Die Laufzeit des Indexzertifikats ist begrenzt, oft jedoch besteht eine Verlängerungsoption.

Basketzertifikate

Ähnlich wie die Indexzertifikate investieren die Basketzertifikate in diverse Aktien. Eine Beschränkung auf die Wertpapiere eines bestimmten Index ist jedoch nicht gegeben. Der Emittent legt einen Schwerpunkt fest, z. B. nach bestimmten Branchen oder Regionen aber auch Indizes. Die Zusammenstellung obliegt ebenfalls dem Emittenten (meist eine Bank). Die Gewichtung der einzelnen Aktien kann frei festgelegt werden und ggf. nach Ablauf einer bestimmten Zeit überprüft und ggf. angepasst werden.

Exotische Zertifikate

Die Welt der Zertifikate lässt keine Möglichkeit ungenutzt. Der Anleger erhält die Möglichkeit, sein Depot mit Dingen anzureichern, welche die Gefahr schwer abschätzbarer Risiken in sich bergen und aus diesem Grund in der Regel nur von Anlegern mit speziellen Kenntnissen dieser Märkte (Profis) gehandelt werden. So sind zum Beispiel Zertifikate zu finden, die mehrere Rohstoffe oder die eine bestimmte (exotische) Währung verbriefen.

Sonstige Zertifikate

Neben den oben beschriebenen Zertifikaten bieten die Emittenten immer wieder davon abweichende Varianten an.

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