Die Rürup-Rente ist dazu gedacht, die Basisversorgung im Alter - als Ergänzung zur gesetzlichen Rente oder bei Selbstständigen als deren Ersatz - zu verbessern. Sie kann von jedem abgeschlossen werden - im Gegensatz zur Riester-Rente auch von Selbstständigen und Freiberuflern. Sie bietet attraktive Steuervorteile auf Ihre Beiträge in der Ansparphase.
Das Postbank Angebot zum Thema Rürup-Rente 
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Die Rürup-Rente - Was ist das? 
Die Rürup-Rente, auch bekannt als "Basisrente", ist eine freiwillige private Altersvorsorge mit monatlicher Leibrente, die in der Regel aus einem Garantieteil und einer nicht garantierten Überschussbeteiligung besteht.
Die Rürup-Rente muss verschiedene gesetzlich vorgeschriebene Voraussetzungen erfüllen: Sie ist weder beleih- noch vererbbar und auch nicht kapitalisierbar oder übertragbar. Weiterhin ist eine vorzeitige Beendigung (Rückkauf) nicht möglich.
Welche Leistungen erhalten Sie für Ihre Beiträge?
Die Leistung ist eine lebenslange monatliche Basisrente. Sie wird frühestens ab Vollendung Ihres 62. Lebensjahres ausbezahlt. Der größte Vorteil der Rürup-Rente ist die Steuerersparnis. Wie viel Ihrer Beiträge Sie von der Steuer absetzen können, ist besonderen Regeln unterworfen und wird weiter unten erklärt.
Fest steht aber: Vor allem Selbstständige und alle Verdiener mit hohen Steuersätzen können von der Rürup-Rente profitieren. Die Rürup-Beiträge können seit dem 01.01.2006 als Sonderausgaben bei der Einkommensteuer geltend gemacht werden und wirken sich dadurch steuermindernd aus.
Wie funktioniert das? 
Variable Beitragszahlung
Ihre Einzahlungen können Sie so variabel handhaben, wie es Ihnen gefällt: monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich. Und wenn Sie einmal ein besonders gutes Geschäft gemacht haben, können Sie ohne großen Schriftverkehr neben Ihrer laufenden Beitragszahlung eine zusätzliche, die spätere Rente steigernde Einmalzahlung leisten – natürlich auch mehrmals. Das kann sich steuerlich für Sie lohnen.
Steuerersparnis in der Beitragsphase
Wie groß Ihre Steuerersparnis bei einer Rürup-Rente ist, hängt von drei Faktoren ab:
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Höchstgrenze: 20.000€
Grundsätzlich können maximal 20.000€ im Jahr an Beiträgen steuerlich geltend gemacht werden. Dazu zählen auch die Beiträge zur gesetzlichen Rente. Und zwar die Beiträge der Arbeitnehmer und die Beiträge der Arbeitgeber. Selbstständige und Freiberufler hingegen, die nicht gesetzlich versichert sind, können diese Höchstgrenze eventuell voll ausnutzen. Sollten Sie und Ihr Ehepartner gemeinsam veranlagt sein, verdoppelt sich dieser Betrag auf 40.000€.
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Abzugsfähig: 74%, Tendenz steigend
Im Jahr 2012 sind von den Beiträgen zunächst 74% abzugsfähig. Das bedeutet, wenn Sie 1.000 € im Jahr in eine Rürup-Rente gezahlt haben, können Sie 740 € steuerlich geltend machen. Die verbleibenden 260 € sind steuerlich nicht abzugsfähig. Dieser Satz steigt jedes Jahr um 2 Prozentpunkte an, also z. B. auf 74% im Jahr 2012.
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Ihr Steuersatz
Schließlich stellt sich die Frage, wieviel Steuern Sie mit Ihren Beiträgen zur Rürup-Rente tatsächlich sparen. Das hängt von Ihrem individuellen Steuersatz ab. Je höher dieser ist, desto eher lohnt sich eine Rürup-Rente für Sie.
Merksatz
Gerade Selbstständige sollten schnell prüfen, wie sich der Abschluss einer Rürup-Rente für Sie lohnt. Denn je höher Ihr individueller Steuersatz ist, desto mehr profitieren Sie von den hohen steuerlichen Abzugsmöglichkeiten.
Bei Eintritt ins Rentenalter
Im Gegenzug zu der wachsenden Steuerersparnis bei den Einzahlungen für die Altersvorsorge werden die Renten Schritt für Schritt höher besteuert. Wenn Sie 2012 in den Ruhestand gehen, müssen Sie – wie bei der gesetzlichen Rente – 64% Ihrer ausgezahlten Rente versteuern. Der Besteuerungsanteil, der zu Beginn Ihrer Rente galt, gilt für Sie persönlich den gesamten Ruhestand lang. Für jeden nachfolgenden Rentenjahrgang wird der steuerpflichtige Anteil der Rente bis im Jahr 2020 um jeweils 2% erhöht, danach bis 2040 um jeweils 1%.
Mit welchen steuerlichen Belastungen Sie in der Auszahlphase rechnen müssen, zeigt das nachfolgende Rechenbeispiel:
Für wen ist die Rürup-Rente empfehlenswert? 
Insbesondere für Selbstständige empfiehlt sich wegen der steuerlichen Vorteile der Abschluss einer Rürup-Rente. Aber auch Personen mit einem hohen individuellen Steuersatz können vom Abschluss dieser Rente profitieren.
Besonders interessant ist sie für jene, die keine staatliche Altersversorgung besitzen. Diese Personen, die früher entweder über berufständische Versorgungswerke - etwa für Architekten oder Ärzte - oder über Lebensversicherungen fürs Alter vorsorgten, können nun eine speziell geförderte Leibrente für ihre persönliche Basisversorgung abschließen.
Für wen ist die Rürup-Rente weniger empfehlenswert?
Wer wenig Steuern zahlt, ist mit einer Riester-Rente oder einer betrieblichen Altersversorgung besser bedient, denn die staatliche Förderung wirkt sich dann besser aus.
Wer bei der Auszahlung eine einmalige Kapitalauszahlung wünscht, sollte besser auf eine andere Vorsorgeform zurückgreifen, denn die Rürup-Rente wird ausschließlich als monatliche Rente ausgezahlt und ist in der Einzahlungsphase weder übertragbar noch beleih- oder veräußerbar, noch kapitalisierbar, noch vererbbar.





