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Zertifikate - Wertpapiere der besonderen Art
Unter der Sammelbezeichnung Zertifikate versteht man eine besondere Gruppe von Wertpapieren. Dabei werden verschiedene Anlagen mit unterschiedlichen Renditemöglichkeiten und Risiken kombiniert. So lassen sich manche Zertifikate auf die Bedürfnisse einer persönlichen Altersvorsorge zuschneidern, in dem sie sichere und risikoreiche Anlagen miteinander kombinieren und auf eine längere Laufzeit ausgelegt sind.
Ausführliches "Zertifikate-Wissen"
Zugegeben - Zertifikate sind nicht einfach zu erklären. An dieser Stelle bieten wir Ihnen eine knappe Definition und einen Überblick über die wichtigsten Arten von Zertifikaten. Detailliertere und dabei leicht verständliche Erläuterungen finden Sie hier!
Allgemeine Merkmale
Klassische Zertifikate
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besitzen in der Regel eine vorher festgelegte Laufzeit.
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können während ihrer Laufzeit gekauft und verkauft werden und
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beziehen sich meist auf einen Basiswert (z.B. Dax), von dessen Steigen oder Sinken sie direkt beeinflusst werden.
Das Interessante ist, dass der Wert von Zertifikaten auch steigen kann, wenn der Basiswert sinkt - und umgekehrt. Dadurch können Zertifikate in der richtigen Mischung besonders gegen Verluste abgesichert werden (siehe Bandbreiten-Zertifikate). Es gibt aber auch besonders riskante Kombinationen, die in Totalverlust enden können (siehe Hebel-Zertifikate). Diese Hochrisiko-Zertifikate sind absolut ungeeignet für die eigene Altersvorsorge.
Kapitalschutz-Zertifikate
Beim Kauf von Kapitalschutz-Zertifikaten wird dem Anleger zum Laufzeitende die Rückzahlung eines bestimmten Prozentsatzes des von ihm eingesetzten Kapitals garantiert. Aus diesem Grund werden diese Zertifikate auch als Garantie-Zertifikate bezeichnet. Die Garantieleistung gilt in der Regel nur zum Laufzeitende. Die sichere Auszahlung zum Laufzeitende verlangt im Gegenzug vom Anleger einen Verzicht eines Teils der möglichen Kursgewinne.
Bandbreiten-Zertifikate
Hierbei wird zu Beginn eine bestimmte Bandbreite, sprich Untergrenze und Obergrenze, für den Kurs des Basiswertes festgelegt. Dem Anleger wird somit eine überproportionale Partizipation an der Entwicklung des jeweiligen Basiswertes ermöglicht, wenn der Wert am Laufzeitende innerhalb der vorher definierten Brandbreite liegt. Unterhalb der festgelegten Spanne ist der Verlauf des Zertifikates analog zum Basiswert. Liegt der Basiswert jedoch oberhalb der Spanne, so profitiert der Anleger nicht von einer weiteren Kurssteigerung des Basiswertes über der gesetzten Obergrenze hinaus.
Discount-Zertifikate
Discount-Zertifikate sind mit dem Wahlrecht ausgestattet, das Zertifikat am Laufzeitende zurück zu zahlen bzw. die zugrunde liegenden Aktien zu liefern. Anleger erhalten den Basiswert der zugrunde liegenden Aktien mit einem Kursabschlag (Risikopuffer), profitieren jedoch nicht unbegrenzt an einer positiven Wertentwicklung dieser Aktien.
Hebel-Zertifikate
Hierbei bietet sich dem Anleger die Möglichkeit auf steigende oder aber auf fallende Kurse zu setzen. Der Hebel gibt an, um wieviel Prozent sich der Preis des Zertifikates erhöht/verringert. Durch den auftretenden Hebeleffekt besteht die Möglichkeit, mit geringem Kapitaleinsatz in relativ kurzer Zeit hohe Gewinne einzufahren. Dieses Papier ist jedoch auf der anderen Seite mit einem hohen Risiko verbunden, denn bei Unterschreiten eines bestimmten Kurses des Basiswertes (die so genannte "Knock-out-Schwelle") während der Laufzeit verliert das Zertifikat seinen Wert und der Anleger erleidet einen Totalverlust oder erhält eine sehr geringe Rückzahlung. Im Regelfall handelt es sich bei den Basiswerten um Aktien oder einen Aktienindex.
Barrier-Zertifikate
Bei Barrier-Zertifikaten gibt es eine vorher festgelegte Kursgrenze, welche in der Regel weit unterhalb des aktuellen Kurswertes liegt. Wird diese Kursgrenze (Barriere) erreicht oder unterschritten, so entfällt in der Regel ein vorher festgelegter Mechanismus, z.B. Kapitalschutz oder Bonus.
Index-Zertifikate
Es handelt sich hierbei um börsennotierte Wertpapiere, die an der Entwicklung eines Index (z.B. des DAX oder des Euro-Stoxx-50 Index) partizipieren. Ähnlich einem Investmentfonds investieren Zertifikate in verschiedene Aktien und bieten somit den Vorteil einer breiten Streuung im Gegensatz zum Kauf einer Einzelaktie. Die Laufzeit des Index-Zertifikats ist begrenzt, oft jedoch besteht die Möglichkeit zur Verlängerung.
Basket-Zertifikate
Ähnlich wie die Index-Zertifikate investieren die Basket-Zertifikate in diverse Aktien. Eine Beschränkung auf die Wertpapiere eines bestimmten Index ist jedoch nicht gegeben. In jedem Fall wird ein Schwerpunkt festgelegt, z.B. nach bestimmten Branchen oder Regionen - aber auch nach Indizes. Die Gewichtung der einzelnen Aktien kann frei festgelegt werden und gegebenenfalls nach Ablauf einer bestimmten Zeit überprüft und, wenn erforderlich, angepasst werden.
Exotische Zertifikate
Die Welt der Zertifikate lässt keine Möglichkeit ungenutzt. Der Anleger erhält die Möglichkeit, sein Depot mit Zertifikaten anzureichern, welche die Gefahr schwer abschätzbarer Risiken in sich bergen und aus diesem Grund in der Regel nur von Anlegern mit speziellen Kenntnissen dieser Märkte (Profis) gehandelt werden. So sind zum Beispiel Zertifikate zu finden, die mehrere Rohstoffe oder die eine bestimmte (exotische) Währung verbriefen.
Sonstige Zertifikate
Neben den oben beschriebenen Zertifikaten bieten die Emittenten immer wieder davon abweichende Varianten an.




