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Prof. Dr. Thomas Dommermuth kommentiert

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Familie und Altersvorsorge

Prof. Dr. Thomas Dommermuth
Prof. Dr. Thomas Dommermuth

In Umfragen nach den wichtigsten Dingen im Leben steht sie meist ganz oben: die Familie. Ob Erziehung, Schutz oder Fürsorge – die Bedeutung der Familie ist immens wichtig. Heute mehr denn je, denn unsere Gesellschaft wird immer schneller, immer häufiger mit Veränderungen konfrontiert. Umso gesegneter können sich diejenigen schätzen, die in ein intaktes, soziales Gefüge, eben eine Familie, eingebettet sind.

Aus dem lateinischen stammend leitet sich der Begriff Familie von famulus (lat. „Diener“) ab – wenngleich die klassische Familie sicherlich nichts mit einem Haussklaven gemein hat.

Spricht man heute von Familie kommt einem sogleich die klassische Konstellation in den Sinn: Vater, der zugleich auch die Rolle des Haupternährers innehat, Mutter, die sich über viele Jahre hinweg um Kind und Kegel kümmert, manchmal noch in Teilzeit arbeitet, ein, zwei, drei oder mehr Kinder, nicht selten noch Hund oder Katze.

Viele Mitglieder – viel zu tun! Vor allem für die Eltern. Sie kümmern sich um alles, müssen sich um alles kümmern. Was viele Familien gemein haben ist, stark im Hier und Jetzt verankert zu sein. Schön und gut – in bestimmten Angelegenheiten jedoch kann diese eingeschränkte Weitsicht von Nachteil sein. Wie etwa bei der Altersvorsorge. Denn: Früher oder später trifft es jeden. Wenn Familien also vor lauter Alltagsaufgaben die Zukunft aus den Augen verlieren, werden sie die finanziellen Folgen zu einem späteren Zeitpunkt umso deutlicher zu spüren bekommen. Dabei fördert der Staat gerade Familien bei Altersvorsorge besonders. Vor allem bei Riester. Fast könnte man hier schon von der Familien-Rente sprechen. Bei keiner anderen Vorsorge-Lösung steuert der Staat soviel bei wie hier: Vater und Mutter erhalten jeweils bis zu 154 Euro Grundzulage. Für Kinder, die vor 2008 geboren wurden, gibt’s bis zu 185 Euro bzw. gar bis zu 300 Euro Kinderzulage, wenn das Kind nach 2008 geboren wurde. Dabei kann ein Elternteil die vollen Zulagen erhalten, obwohl er lediglich einen geringen Beitrag einzahlt. Wer ein Eigenheim möchte, kann ebenfalls Riester nutzen. Eines jedoch gilt immer: je geringer das Einkommen desto besser die Förderquote!

Also, liebe Familien, Augen auf – dieses Geschenk solltet Ihr euch auf keinen Fall durch die Lappen gehen lassen!

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