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Postbank
 
3. März 2021
Morgenkommentar 
 
 
 
 
 
Sehr geehrte Damen und Herren, 

die Aufnahme in den deutschen Leitindex wird heute erstmals nach neuen Kriterien geregelt, Aktien aus Österreich profitieren von der Rotation in Zykliker, und Kleinanleger in den USA geben den Börsen einen Schub.



DAX-Indizes: Auf- und Absteiger gesucht  

Heute Abend überprüft die Deutsche Börse erstmals im neuen halbjährlichen Turnus die Zusammensetzung der DAX-Indizes. Dabei gelten bereits einige der neuen Aufnahmekriterien. Zum Beispiel müssen DAX-Kandidaten fortan in den beiden zurückliegenden Jahren einen positiven Vorsteuergewinn vorweisen. Laut des gestern veröffentlichten Quartalsberichts hat Aufsteigekandidat HelloFresh dies zwar geschafft. Um berücksichtigt zu werden, hätte der Bericht jedoch spätestens Ende Februar vorliegen müssen. HelloFreshs Aufstieg in den DAX wird sich deshalb wohl um ein halbes Jahr verzögern. Stattdessen könnte Siemens Energy den Sprung schaffen; Beiersdorf und HeidelbergCement werden als Absteiger gehandelt. Beide Titel dürften im September jedoch wieder in den DAX aufrücken, wenn dieser auf 40 Titel ausgeweitet wird. Dann könnte die Index-Überprüfung im Gegensatz zu heute auch durchaus merkliche Auswirkungen auf die Aktienkurse haben. Fonds, die den DAX oder den MDAX abbilden, müssen dann nämlich deutlich umschichten und umgewichten, um die neuen Zusammensetzungen widerzuspiegeln.

Aktien Österreich: günstig trotz starkem Kursplus 

Mit einem Kursgewinn von rund elf Prozent weist Österreichs Leitindex ATX in diesem Jahr bisher die beste Performance unter den europäischen Aktienmärkten auf und schlägt damit auch den europäischen Gesamtmarkt. Im Zuge der impfstoffbedingten Rotation in zyklische Aktien seit November 2020 hat der ATX sogar knapp 50 Prozent zugelegt. Dabei wird die Performance zum einen durch Banken getrieben, die in Österreichs Aktienmarkt mit rund 30 Prozent gewichtet sind und vom Anstieg des Zinsniveaus und geringeren Rückstellungen für Kreditausfälle wegen des positiven Konjunkturausblicks profitieren. Der Konjunkturoptimismus stärkt zum anderen die Wertentwicklung zyklischer Titel aus den Sektoren Energie, Industrie und Grundstoffe, die weitere 30 Prozent der Marktkapitalisierung des ATX ausmachen. Trotz der starken Performance zählt der ATX mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13,4 zu den am günstigsten bewerteten Aktienmärkten Europas. Zudem rechnen Experten wegen der stark zyklischen Ausrichtung des österreichischen Aktienmarktes 2021 mit einem Gewinnwachstum je Aktie von über 40 Prozent.

US-Kleinanleger investieren verstärkt 

Eine Umfrage der Deutschen Bank bestätigt meine Einschätzung, dass die starke Börsenentwicklung seit März gerade auch von Kleinanlegern getrieben wurde. Jeweils 50 Prozent der befragten US-Kleinanleger gaben an, ihre Aktienanlagen vergangenes Jahr erhöht oder das erste Mal überhaupt in Aktien investiert zu haben. Als Hauptgrund wurde die hohe Rentabilität der Investitionen genannt, dicht gefolgt von zusätzlicher Zeit für Recherche und Aktienhandel sowie von erhöhten Bargeldbeständen. Letztere dürften auch auf die Transferzahlungen der US-Regierung im Zuge der Fiskalmaßnahmen zurückzuführen sein. Über die Hälfte der Befragten gab an, einen Teil ihrer Transferzahlungen für Aktieninvestments genutzt zu haben. Zudem planen sie, von den bereits bewilligten zukünftigen Zahlungen – deren Gesamtvolumen sich auf 465 Milliarden US-Dollar belaufen soll – fast 40 Prozent für weitere Aktienkäufe zu nutzen. Bei Rücksetzern an den Aktienmärkten könnten diese Investoren günstige Einstiegschancen sehen und über verstärkte Mittelzuflüsse die Performance stützen.

Südkorea und Taiwan weiter auf Wachstumskurs  

Ein viel beachteter Frühindikator der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung der Industrie, der Einkaufsmanagerindex, stieg für den Monat Februar in Taiwan und in Südkorea den fünften Monat in Folge. Er erreichte damit jeweils den höchsten Stand seit 2010. Beide Länder profitieren aktuell davon, dass das Angebot auf den Märkten für Halbleiter mit der stark wachsenden Nachfrage nicht Schritt halten kann. Halbleiterhersteller beider Nationen berichten von zunehmenden Exportaufträgen und der Chance, höhere Preise durchzusetzen. Doch nicht nur die Industrie boomt in Südkorea. Aktuelle Daten deuten darauf hin, dass die Besucherzahl in Einkaufszentren und Erholungsanlagen wegen zunehmender Lockerungen nur noch um drei Prozent niedriger liegt als in Vor-Pandemie-Zeiten. Für Kleinunternehmer und Selbstständige plant die südkoreanische Regierung unterdessen weitere Fiskalhilfen, weshalb auch in Südkorea die aufgestaute Konsumnachfrage nach Überwindung der Pandemie zu einem starken Konjunkturschub führen dürfte. Der KOSPI-Index in Seoul hat seit Jahresbeginn bereits sechs Prozent zugelegt und könnte aus den genannten Gründen weiteres Potenzial besitzen.

Zahl des Tages: 53.999

Perfektion ist schwer zu erreichen. Niemand weiß das besser als Peter Schubert aus dem oberfränkischen Hallerndorf: Der Puzzle-Experte hat in fünf Monaten Arbeit als erster Mensch das größte Puzzle der Welt fertiggestellt. Oder jedenfalls beinahe. Denn statt der angegebenen 54.000 enthielt sein Puzzlespiel nur 53.999 Teile. Jetzt hofft Peter Schubert, dass der Hersteller das fehlende Teil bald nachliefert – und er seinen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde perfekt machen kann.
 
Bringen Sie heute eine Sache zu Ende.

Herzlichst

 

 
 
Unterschrift Dr. Ulrich Stephan
Ihr Ulrich Stephan
Chef-Anlagestratege Privat- und Firmenkunden
 
 
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