Corona

Aktuelle Information zu Finanzhilfen

Die Bundesregierung hat ein umfangreiches Maßnahmenpaket geschnürt, mit dem die finanziellen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die deutsche Wirtschaft abgemildert werden sollen. Unter anderem wurden die Voraussetzungen für KfW-Kredite an Unternehmen gelockert und die Konditionen verbessert. Die Mindestanforderungen an die Kreditwürdigkeit, die sonst bei der Kreditvergabe der KfW gelten, wurden deutlich reduziert. Um eine zügige Auszahlung zu erreichen, wurden zudem Prozesse vereinfacht. So erfolgt die Risikobewertung bis zu einer Kreditobergrenze von 3 Millionen Euro nun allein durch die Hausbank; bis zu einer Kreditobergrenze von 10 Millionen Euro findet eine deutlich vereinfachte Prüfung durch die KfW statt.

Die wichtigsten Maßnahmen im Überblick (Stand: 23.03.2020):

Kredite

KfW-Unternehmerkredit für etablierte Unternehmen

Unternehmen, die mindestens 5 Jahre am Markt sind, können bei ihrer Bank den KfW-Unternehmerkredit für Investitionen und Betriebsmittel beantragen. Unter Betriebsmitteln sind alle laufenden Kosten zu verstehen. Dazu gehören beispielsweise Miete und Kaution für Büro- und Gewerberäume oder Personalkosten. Dabei übernimmt die KfW den größten Teil des Risikos der Bank (Haftungsfreistellung) und erleichtert so die Kreditzusage: Für große Unternehmen beträgt die Risikoübernahme bis zu 80 Prozent (für kleine und mittlere Unternehmen beträgt die Risikoübernahme bis zu 90 Prozent).

Je Unternehmensgruppe können bis zu 1 Milliarde Euro beantragt werden. Der Kredithöchstbetrag ist begrenzt auf

  • 25 Prozent des Jahresumsatzes 2019 oder
  • das Doppelte der Lohnkosten von 2019 oder
  • den aktuellen Finanzierungsbedarf für die nächsten 18 Monate bei kleinen und mittleren Unternehmen bzw. 12 Monate bei großen Unternehmen oder
  • 50 Prozent der Gesamtverschuldung des Unternehmens bei Krediten über 25 Millionen Euro.

KfW-ERP-Gründerkredit für junge Unternehmen

Unternehmen, die weniger als 5 Jahre am Markt aktiv sind, können den ERP-Gründerkredit der KfW für Investitionen und Betriebsmittel beantragen. Unter Betriebsmitteln sind alle laufenden Kosten zu verstehen. Dazu gehören beispielsweise Miete und Kaution für Büro- und Gewerberäume oder Personalkosten. Dabei übernimmt die KfW den größten Teil des Risikos der Bank (Haftungsfreistellung) und erleichtert so die Kreditzusage: Für große Unternehmen beträgt die Risikoübernahme bis zu 80 Prozent (für kleine und mittlere Unternehmen beträgt die Risikoübernahme bis zu 90 Prozent).

Je Unternehmensgruppe können bis zu 1 Milliarde Euro beantragt werden. Der Kredithöchstbetrag ist begrenzt auf

  • 25 Prozent des Jahresumsatzes 2019 oder
  • das Doppelte der Lohnkosten von 2019 oder
  • den aktuellen Finanzierungsbedarf für die nächsten 18 Monate bei kleinen und mittleren Unternehmen bzw. 12 Monate bei großen Unternehmen oder
  • 50 Prozent der Gesamtverschuldung des Unternehmens bei Krediten über 25 Millionen Euro.

KfW-Sonderprogramm Konsortialfinanzierungen ab 25 Millionen Euro

Die KfW beteiligt sich im Rahmen des Corona-Maßnahmenpakets an großen Konsortialfinanzierungen für Investitionen und Betriebsmittel von mittelständischen und großen Unternehmen. Hierbei übernimmt die KfW bis zu 80 Prozent des Risikos, jedoch maximal 50 Prozent der Risiken der Gesamtverschuldung. Das erhöht Ihre Chance, eine individuell strukturierte und passgenaue Konsortialfinanzierung zu erhalten.

Der KfW-Risikoanteil beträgt mindestens 25 Millionen Euro und ist begrenzt auf

  • 25 Prozent des Jahresumsatzes 2019 oder
  • das Doppelte der Lohnkosten von 2019 oder
  • den aktuellen Finanzierungsbedarf für die nächsten 12 Monate.

Anträge für alle Kreditprogramme können seit dem 23. März 2020 gestellt werden.

Bürgschaften

Die Bürgschaftsbanken erweitern im Zuge der Coronavirus-Pandemie ihre Unterstützung für Unternehmen. In diesem Rahmen wurden folgende Maßnahmen beschlossen:

  • die Anhebung der Bürgschaftsobergrenze auf 2,5 Millionen Euro (bisher 1,25 Millionen Euro),
  • eine höhere Risikoübernahme des Bundes durch Erhöhung der Rückbürgschaft sowie
  • verschiedene Maßnahmen zur Beschleunigung der Entscheidungen.

Die Maßnahmen unterstützen branchenübergreifend alle gewerblichen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie die freien Berufe. Sofern zur Überbrückung der Coronavirus-Krise Liquiditätshilfen, zum Beispiel von der KfW oder den Landesförderinstituten notwendig werden, können die Bürgschaftsbanken diese in Verbindung mit einer Hausbankfinanzierung ermöglichen.

Weitere Informationen zur Finanzierung

Wenn Sie als Firmenkunde der Postbank einen Kredit aus dem KfW-Sonderprogramm beantragen möchten, wenden Sie sich bitte direkt an Ihren Firmenkundenbetreuer. Dieser wird Sie gemeinsam mit unseren Produktspezialisten für öffentliche Fördermittel durch den Antragsprozess führen. Für eine zügige Kreditbeantragung bereiten Sie bitte folgende Informationen vor:

  • Umsatz (konsolidiert)
  • Bilanzsumme (konsolidiert)
  • Mitarbeiter (konsolidiert)
  • Branche
  • Bundesland
  • Aktueller Kreditbedarf
  • Auslöser für Liquiditätsbedarf
  • Laufzeit

Auf Wunsch berät Sie Ihr Firmenkundenbetreuer unter Hinzuziehung entsprechender Postbank Spezialisten gern zu weiteren Möglichkeiten der Liquiditätssicherung, wie zum Beispiel Factoring, und zu Instrumenten der Zins- und Währungsabsicherung. Außerdem prüfen wir für Sie die Möglichkeit zur Unterstützung der Kreditierungsbedingungen durch Bürgschaften der Bürgschaftsbanken sowie die Option der Tilgungsstreckungen oder die Ratenanpassung von Annuitäten.

Sicherstellung des Zahlungsverkehrs

Seitens der Postbank sorgen wir jederzeit für die sichere und zügige Abwicklung des Zahlungsverkehrs. Im Folgenden haben wir für Sie die wichtigsten Fragen und Antworten aus Unternehmenssicht zu diesem Thema zusammengestellt.

Was muss ich beachten, wenn ich einige Mitarbeiter aus meiner Buchhaltungsabteilung in das Homeoffice entsende?

Überprüfen Sie, welche Mitarbeiter eine Kontovollmacht haben, und berechtigen Sie gegebenenfalls weitere Mitarbeiter für Transaktionen. Stellen Sie abhängig davon, ob Ihre Zahlungsverkehrslösung server- oder webbasiert ist, sicher, dass Ihre Mitarbeiter auch vom Homeoffice Zugriff darauf haben. Ihr Postbank Zahlungsverkehrsmanager berät Sie gern dazu.

Welche alternativen Möglichkeiten habe ich, meinen Zahlungsverkehr abzuwickeln?

Eine Fall-back-Lösung können Sie sich auf Einzeltransaktionsebene zum Beispiel mit dem Telefon-Banking oder dem Online-Banking der Postbank über das Internet schaffen. Einzelne Zahlungen können Sie im Notfall auch beleghaft beauftragen.

Kann ich Zahlungsverkehrsdateien auch per E-Mail einreichen?

Nein, dies ist nicht möglich. Zum Einreichen von Zahlungsverkehrsdateien benötigen Sie immer ein Zahlungsverkehrsprogramm.

Ich gebe die Löhne und Gehälter normalerweise mit einem Fax-Begleitzettel frei. Die Bevollmächtigten im Homeoffice haben aber kein Faxgerät.

Der Fax-Begleitzettel kann in diesem Fall sowohl per E-Mail an Ihren persönlichen Betreuer als auch postalisch eingereicht werden. Bitte beachten Sie dabei die Postlaufzeit. Alternativ können Sie mit einem entsprechenden Zahlungsverkehrsprogramm und den passenden Zugangskanälen die Zahlungen auch elektronisch oder mit einer App (EBICS) freigeben. Ihr Postbank Zahlungsverkehrsmanager berät Sie gern dazu.

Wie erhalte ich Bargeld, falls meine Filiale geschlossen ist?

Leider können wir kurzfristige Filialschließungen aufgrund der Erkrankung oder Quarantäne von Mitarbeitern sowie behördlicher Anordnungen nicht ausschließen. Wir bitten dafür um Ihr Verständnis. Die Selbstbedienungsbereiche sind jedoch auch bei Geschäftsstellenschließungen im üblichen Rahmen geöffnet. Für die Bargeldversorgung beauftragt die Postbank spezialisierte Dienstleister. Hier sind uns aktuell keine Einschränkungen bekannt. Alle Filialen, die aktuell für Sie geöffnet haben, finden Sie in unserer Online-Filialsuche. Dort finden Sie zudem alle Möglichkeiten zur Bargeldauszahlung und -einzahlung an Postbank SB-Automaten sowie zur Bargeldauszahlung an den Automaten der Cash Group-Banken sowie bei Supermärkten und Tankstellen.

Gerne stehen wir für Ihre geschäftlichen Fragen zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich hierzu an Ihren persönlichen Firmenkundenbetreuer oder rufen Sie unser Firmenkunden-Center unter der Telefonnummer 0228 5500 3300 an.

Wir aktualisieren diese Seite regelmäßig und halten Sie über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

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Welche Rechte und Pflichten Sie gegenüber Ihren Mitarbeitern haben, erfahren Sie im Perspektiven eMagazin.

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