Corona:
Aktuelle Information zu Finanzhilfen

Die Bundesregierung hat ein umfangreiches Maßnahmenpaket geschnürt, mit dem die finanziellen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die deutsche Wirtschaft abgemildert werden sollen. Unter anderem wurden die Voraussetzungen für KfW-Kredite an Unternehmen gelockert und die Konditionen verbessert. Die Mindestanforderungen an die Kreditwürdigkeit, die sonst bei der Kreditvergabe der KfW gelten, wurden deutlich reduziert. Um eine zügige Auszahlung zu erreichen, wurden zudem Prozesse vereinfacht. So erfolgt die Risikobewertung bis zu einer Kreditobergrenze von 3 Millionen Euro nun allein durch die Hausbank; bis zu einer Kreditobergrenze von 10 Millionen Euro findet eine deutlich vereinfachte Prüfung durch die KfW statt.

Förderangebote der Bundesländer

Der Umgang der Bundesländer mit den Finanzinstrumenten zur Förderung von Unternehmen ist unterschiedlich. Hier finden Sie eine Link-Übersicht über die Förderstellen zu den aktuell angebotenen Unterstützungsmaßnahmen im Rahmen der Corona-Krise und darüber hinaus auch für Investitionsförderungen zum Beispiel für die Digitalisierung. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine Gewähr für die Richtigkeit und Aktualität der unten genannten Informationen übernehmen. Wir sind im ständigen Austausch mit den staatlichen Institutionen.

Kredite

KfW-Schnellkredit für den Mittelstand

Mittelständische Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern, die mindestens seit Januar 2019 am Markt sind, können bei ihrer Hausbank den KfW-Schnellkredit für Investitionen und Betriebsmittel beantragen. Unter Betriebsmitteln sind alle laufenden Kosten zu verstehen. Dazu gehören beispielsweise Miete und Kaution für Büro- und Gewerberäume oder Personalkosten. Der Kredit wird zu 100 Prozent durch eine Garantie des Bundes abgesichert. Das erleichtert es mittelständischen Unternehmen, eine Kreditzusage zu erhalten. Voraussetzung für die Kreditzusage ist, dass der Antragsteller 2019 oder im Durchschnitt der vergangenen 3 Jahre einen Gewinn erwirtschaftet hat.

Der maximale Kreditbetrag beträgt bis zu 25 Prozent des Jahresumsatzes 2019 pro Unternehmensgruppe mit folgender Begrenzung:

  • Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern bis einschließlich 50 Mitarbeitern beim antragstellenden Unternehmen erhalten maximal 500.000 Euro pro Unternehmensgruppe,
  • Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern beim antragstellenden Unternehmen erhalten maximal 800.000 Euro pro Unternehmensgruppe.

KfW-Unternehmerkredit für etablierte Unternehmen

Unternehmen, die mindestens 5 Jahre am Markt sind, können bei ihrer Bank den KfW-Unternehmerkredit für Investitionen und Betriebsmittel beantragen. Unter Betriebsmitteln sind alle laufenden Kosten zu verstehen. Dazu gehören beispielsweise Miete und Kaution für Büro- und Gewerberäume oder Personalkosten. Dabei übernimmt die KfW den größten Teil des Risikos der Bank (Haftungsfreistellung) und erleichtert so die Kreditzusage: Für große Unternehmen beträgt die Risikoübernahme bis zu 80 Prozent (für kleine und mittlere Unternehmen beträgt die Risikoübernahme bis zu 90 Prozent).

Je Unternehmensgruppe können bis zu 100 Millionen Euro beantragt werden. Der Kredithöchstbetrag ist begrenzt auf

  • 25 Prozent des Jahresumsatzes 2019 oder
  • das Doppelte der Lohnkosten von 2019 oder
  • den aktuellen Finanzierungsbedarf für die nächsten 18 Monate bei kleinen und mittleren Unternehmen bzw. 12 Monate bei großen Unternehmen oder
  • 50 Prozent der Gesamtverschuldung oder 30 Prozent der Bilanzsumme der Unternehmensgruppe bei Krediten über 25 Millionen Euro.

KfW-ERP-Gründerkredit – Universell für junge Unternehmen

Unternehmen, die weniger als 5 Jahre am Markt aktiv sind, können den ERP-Gründerkredit – Universell der KfW für Investitionen und Betriebsmittel beantragen. Unter Betriebsmitteln sind alle laufenden Kosten zu verstehen. Dazu gehören beispielsweise Miete und Kaution für Büro- und Gewerberäume oder Personalkosten. Dabei übernimmt die KfW den größten Teil des Risikos der Bank (Haftungsfreistellung) und erleichtert so die Kreditzusage: Für große Unternehmen beträgt die Risikoübernahme bis zu 80 Prozent (für kleine und mittlere Unternehmen beträgt die Risikoübernahme bis zu 90 Prozent).

Je Unternehmensgruppe können bis zu 100 Millionen Euro beantragt werden. Der Kredithöchstbetrag ist begrenzt auf

  • 25 Prozent des Jahresumsatzes 2019 oder
  • das Doppelte der Lohnkosten von 2019 oder
  • den aktuellen Finanzierungsbedarf für die nächsten 18 Monate bei kleinen und mittleren Unternehmen bzw. 12 Monate bei großen Unternehmen oder
  • 50 Prozent der Gesamtverschuldung oder 30 Prozent der Bilanzsumme der Unternehmensgruppe bei Krediten über 25 Millionen Euro.

KfW-Sonderprogramm Konsortialfinanzierungen ab 25 Millionen Euro

Die KfW beteiligt sich im Rahmen des Corona-Maßnahmenpakets an großen Konsortialfinanzierungen für Investitionen und Betriebsmittel von mittelständischen und großen Unternehmen. Hierbei über­nimmt die KfW bis zu 80 Prozent des Risikos, jedoch maximal 50 Prozent der Gesamt­verschuldung oder 30 Prozent der Bilanzsumme der Unternehmensgruppe. Das erhöht Ihre Chance, eine individuell strukturierte und passgenaue Konsortialfinanzierung zu erhalten.

Der KfW-Risikoanteil beträgt mindestens 25 Millionen Euro und ist begrenzt auf

  • 25 Prozent des Jahresumsatzes 2019 oder
  • das Doppelte der Lohnkosten von 2019 oder
  • den aktuellen Finanzierungsbedarf für die nächsten 12 Monate.

Bürgschaften

Die Bürgschaftsbanken haben im Zuge der Coronavirus-Pandemie ihre Unterstützung für Unternehmen erweitert. In diesem Rahmen wurden folgende Maßnahmen beschlossen:

  • die Anhebung der Bürgschaftsobergrenze auf 2,5 Millionen Euro (bisher 1,25 Millionen Euro),
  • eine höhere Risikoübernahme des Bundes für die Hausbanken, die Erhöhung der Rückbürgschaft des Bundes sowie
  • verschiedene Maßnahmen zur Beschleunigung der Entscheidungen.

Die Maßnahmen unterstützen branchenübergreifend alle gewerblichen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie die freien Berufe. Sofern zur Überbrückung der Coronavirus-Krise Liquiditätshilfen, zum Beispiel von der KfW oder den Landesförderinstituten notwendig werden, können die Bürgschaftsbanken diese in Verbindung mit einer Hausbankfinanzierung ermöglichen.

Weitere Informationen zur Finanzierung

Wenn Sie als Firmenkunde der Postbank einen Kredit aus dem KfW-Sonderprogramm beantragen möchten, wenden Sie sich bitte direkt an Ihren Firmenkundenbetreuer. Dieser wird Sie gemeinsam mit unseren Produktspezialisten für öffentliche Fördermittel durch den Antragsprozess führen. Für eine zügige Kreditbeantragung bereiten Sie bitte folgende Informationen vor:

  • Umsatz (konsolidiert)
  • Bilanzsumme (konsolidiert)
  • Mitarbeiter (konsolidiert)
  • Branche
  • Bundesland
  • Aktueller Kreditbedarf
  • Auslöser für Liquiditätsbedarf
  • Laufzeit

Auf Wunsch berät Sie Ihr Firmenkundenbetreuer unter Hinzuziehung entsprechender Postbank Spezialisten gern zu weiteren Möglichkeiten der Liquiditätssicherung, wie zum Beispiel Factoring, und zu Instrumenten der Zins- und Währungsabsicherung. Außerdem prüfen wir für Sie die Möglichkeit zur Unterstützung der Kreditierungsbedingungen durch Bürgschaften der Bürgschaftsbanken sowie die Option der Tilgungsstreckungen oder die Ratenanpassung von Annuitäten.  

Gerne stehen wir für Ihre geschäftlichen Fragen zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich hierzu an Ihren persönlichen Firmenkundenbetreuer oder rufen Sie unser Firmenkunden-Center unter der Telefonnummer 0228 5500 3300 an.

Wir aktualisieren diese Seite regelmäßig und halten Sie über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

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