Fallstudie – Förderkredit I

    Produktion optimieren und Fördergelder nutzen

    Die Postbank zeigt Mittelständlern, wie alle Fördermöglichkeiten ausgeschöpft werden können, wenn sie frühzeitig in die Finanzierungsplanungen einbezogen wird – z. B. bei einem Neubau zweier Hallen für die Fertigung von Fahrzeuganhängern.

    Fallstudie – Förderkredit I

    Kurze Wege sorgen für mehr Effizienz. Ein mittelständischer Hersteller von Fahrzeuganhängern wollte seine bisher auf mehrere Standorte verteilte Fertigung daher zusammenzulegen. Dafür war der Bau zweier neuer Hallen nötig. Und die sollten in Sachen Energieeinsatz und Umweltschutz vorbildlich sein. Das ist gut für die Umweltbilanz und sorgt für spürbare Kostenersparnis.

    Ökologisch handeln – bei den Investitionskosten sparen

    Wenn Unternehmen energetisch sinnvoll handeln, können sie auch bei der Finanzierung solcher Investitionen sparen. Unser Beispielunternehmen konnte schließlich rund 80 Prozent des Investitionsvolumens mit Hilfe öffentlicher Förderkredite realisieren. Denn diese Darlehen – ob von der staatlichen KfW-Förderbank oder den Landesförderbanken – gibt es für Unternehmen stets zu besonders günstigen Konditionen. Ausgezahlt werden sie nach dem sogenannten Hausbankenprinzip. Das bedeutet: Vom Antrag bis zur Auszahlung wird alles über die Hausbank des jeweiligen Unternehmens abgewickelt. In diesem Fall sorgte die Postbank für einen schnellen und reibungslosen Antrags- und Auszahlungsprozess.

    Fördermittel der KfW-Förderbank in die Finanzierung integrieren

    Der in der Postbank für das Unternehmen verantwortliche Firmenkundenbetreuer am Standort München, Günther Manz, kannte die Anforderungen des Fahrzeugherstellers gut. Die wichtigsten bei dieser Finanzierung waren: Das aktuell niedrige Zinsniveau sollte möglichst langfristig gesichert werden, zudem sollten umfänglich Fördermittel der KfW-Förderbank in die Finanzierung fließen. Für die Lösung solcher Aufgaben verfügt die Postbank über ein eigenes Expertenteam. Einer dieser über ganz Deutschland verteilten Spezialisten ist Bernhard Müller. Im Team mit Günther Manz besuchte er das Unternehmen mehrfach, um alle Fördermöglichkeiten abzuchecken. „Wir waren frühzeitig über die Planungen informiert“, erinnert sich Firmenkundenbetreuer Manz. Und er betont: „Rechtzeitig eingebunden zu werden, ist bei Fördervorhaben besonders wichtig. Nur dann lassen sich wirklich alle nötigen Impulse geben, um ein Projekt bis in seine Details perfekt auf die Anforderungen der Förderbanken hin auszurichten.“

    Top-Konditionen mit 15-jähriger Laufzeit

    Die frühzeitige Einbindung hat sich ausgezahlt – nicht nur aufgrund der guten Konditionen und der 15-jährigen Laufzeit der Finanzierung. Bei der Investition in die beiden neuen Fertigungshallen konnte das Unternehmen gleich auf mehrere unterschiedliche KfW-Förderangebote zurückgreifen: das KfW-Energieeffizienz- sowie das -Umweltprogramm. Welche Programme letztlich in welchem Umfang eingesetzt werden können, ergibt sich im Rahmen einer detaillierten Förderanalyse. Die Postbank Experten haben dabei allerdings nicht nur das zu finanzierende Vorhaben, sondern stets das gesamte Unternehmen im Blick. So geriet noch ein ganz anderes Gebäude in den Fokus: das firmeneigene Blockheizkraftwerk, in dem seit Jahren nachwachsende Rohstoffe, verbrannt werden. Dessen Kapazität reicht aus, um auch die neuen Fertigungsgebäude zu beheizen. Das optimiert deren Umweltbilanz und sorgte dafür, dass die Förderkriterien des KfW-Energieeffizienzprogramms erfüllt werden konnten.

    Ganzheitlicher Blick aufs Unternehmen optimiert die Fördermöglichkeiten

    Zudem identifizierte man weitere Umwelt- und Arbeitsschutzmaßnahmen mit positiven Auswirkungen auf die Förderfähigkeit. „Hätten wir uns nur die Hallen mit ihrer hervorragenden Wärmedämmung angesehen, wäre der Einsatz des Energieeffizienzprogramms gescheitert“, sagt Förderspezialist Müller. „Erst der ganzheitliche Blick aufs Unternehmen unter Einbeziehung der Energieversorgung aus nachwachsenden Rohstoffen eröffnete die Chance, das Energieeffizienzprogramm für die Firma zu nutzen.“

    KfW-Energieeffizienzprogramm

    Mit diesem Programm unterstützt die KfW nachhaltige Energieeffizienzmaßnahmen gewerblicher Unternehmen mit zinsgünstigen Darlehen in Deutschland und im Ausland. Gefördert werden alle Investitionsmaßnahmen, die wesentliche Energieeinspareffekte erzielen, beispielsweise in den Bereichen:

    • Anlagentechnik inklusive Heizung, Kühlung, Beleuchtung, Lüftung, Warmwasserbereitung
    • Maschinenparks inklusive Querschnittstechnologien wie elektrischer Antriebe, Druckluft, Vakuum und Pumpen
    • energieeffiziente Sanierung und der Neubau von Gebäuden

    Innerhalb des Programms werden kleine und mittlere Unternehmen im Rahmen der Initiative "Energieeffizienz im Mittelstand" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und der KfW mit einem vergünstigten Zinssatz gefördert.

    KfW-Umweltprogramm

    Das KfW-Umweltprogramm ermöglicht Unternehmen besonders zinsgünstige Finanzierungen von Umweltschutz- und Nachhaltigkeitsmaßnahmen im In- und Ausland. Gefördert werden insbesondere Investitionen, mit denen bereits die Entstehung von Umweltbelastungen vermieden oder signifikant vermindert werden kann. Förderfähig sind u.a. Investitionen in Maßnahmen

    • zur Erhöhung der Ressourceneffizienz im Unternehmen, beispielsweise durch Verringerung des Materialausschusses und die Optimierung von Produktionsverfahren,
    • zur Verminderung oder Vermeidung von Luftverschmutzungen, z.B. durch die Anschaffung von biomethan- oder erdgasbetriebenen bzw. emissions- und lärmarmen Fahrzeugen, sowie
    • zur Altlasten- beziehungsweise Flächensanierung.

    Einen Überblick über die Förderprogramme der KfW rund um Energie und Umwelt und weitere Informationen finden Sie hier.

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