Bauträger-Verträge – zehn Tipps für Erwerber

Aus Ausgabe 2/2016

Wer Fallen in Bauträger-Verträgen sicher vermeiden will, sollte einige Profi-Tipps zur Verhandlung und Vertragsgestaltung kennen.

Pläne, Verträge, Extrakosten: Beim Immobilienkauf müssen Erwerber viel beachten
Bild Nr. 6116, Quelle: Postbank

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1. Überprüfen Sie die Bonität des Bauträgers.

2. Lassen Sie sich so früh wie möglich einen Entwurf des Kaufvertrags schicken und lassen Sie diesen von einem auf Baurecht spezialisierten Rechtsanwalt genau prüfen.

3. Vergessen Sie in Ihrer Kalkulation eventuelle Zusatzkosten nicht. „Bei Neubauten können etwa Erschließungskosten anfallen, die im Vertrag nicht voll eingerechnet wurden“, erläutert Bernd Neuborn von der BHW Bausparkasse.

4. Die Preise für Ihre Sonderwünsche, wie Parkettböden oder besondere Sanitärobjekte, sollten Sie vom Bauträger schriftlich fixieren lassen.

5. Für die Baubeschreibung sind Lageplan, Grundriss, detaillierte Beschreibungen aller Bauleistungen, Elektroinstallationsplan und der Zahlungsplan unverzichtbar.

6. Wenn Sie einen Wohnungskauf planen, prüfen Sie vorab die Teilungserklärung der Wohnungseigentümergemeinschaft.

7. Beim Kauf einer Bestandsimmobilie sollte man, sofern nötig, einen professionellen Gutachter hinzuziehen. Üblicherweise werden gebrauchte Immobilien ohne Gewähr für den Zustand verkauft.

8. Prüfen Sie regelmäßig Ihren Rohbau und reklamieren Sie Mängel direkt beim Bauunternehmer.

9. Vergessen Sie in dem Kaufvertrag für Neubauimmobilien keinesfalls eine gesonderte Klausel, die Sie gegen die Folgen einer verspäteten Fertigstellung absichert.

10. Handeln Sie nicht die Provision eines Maklers herunter. Nutzen Sie ihn als Verbündeten, um Sonderwünsche und Änderungen gegenüber dem Verkäufer durchzusetzen.

Kontakt

Iris Laduch-Reichelt

Iris Laduch
Pressesprecherin
iris.laduch@postbank.de
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