Die neuesten Heiztechniken für Hausbesitzer
Aus Ausgabe 1/2017
Spätestens nach dem nächsten Besuch des Schornsteinfegers wird es amtlich: Ein Effizienzlabel zeigt an, wie gut der Heizkessel arbeitet. Diese Etikettierung ist seit Jahresbeginn 2017 verpflichtend für alle bis einschließlich 1991 gebauten Heizkessel.
Wer auf erneuerbare Energien setzt, profitiert von vielen Fördertöpfen
Bild Nr. 6164, Quelle: Vaillant/BHW Bausparkasse
Rund 70 Prozent der Heizkessel gelten heute als veraltet. „Hausbesitzer können allein durch die Erneuerung der Heizanlage ihre Nebenkosten erheblich reduzieren“, bestätigt Bernd Neuborn von der BHW Bausparkasse. Er empfiehlt Modernisierern, umweltschonende Alternativen zu wählen und attraktive Förderungen zu nutzen.
Solarthermie – Wärme von der Sonne
Solarthermieanlagen gewinnen Wärme aus der Sonneneinstrahlung. Ist das Gebäude gut gedämmt, eignen sich Solarthermieanlagen als Ergänzung zu Brennwertheizungen – sowohl zur Warmwasserbereitung wie auch zur Heizungsunterstützung. Voraussetzung ist ein geeignetes Dach und ein Pufferspeicher für das erwärmte Wasser. „Dank der seit 1. Januar erhöhten staatlichen Förderung bekommen Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern fast die Hälfte der Kosten einer Solarthermieanlage bezuschusst“, betont Neuborn. „Die Mehrkosten rechnen sich innerhalb weniger Jahre.“
Blockheizkraftwerke
Blockheizkraftwerke (BHKW) produzieren Strom und Wärme. Mittlerweile ist die Technik für größere Mehrfamilienhäuser (Mini-BHKW) oder Einfamilienhäuser als Mikro-BHKW verfügbar. BHKW können ein breites Spektrum an Brennstoffen nutzen. Während Öl- oder Gas-BHKW schon lange im Einsatz sind, werden zunehmend Holzpellets verwendet. Die kombinierte Erzeugung von Strom und Wärme, die sogenannte Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), wird über das KWK-Gesetz gefördert.
Wärmepumpe, kombiniert mit Photovoltaikanlagen
Zuschüsse gibt es auch bei Wärmepumpen. Sie gewinnen Heizenergie über einen Wärmetauscher in der Regel aus dem Boden oder der Luft und übertragen diese auf die Raumheizung. Wird die dazu benötigte Energie mit einer Photovoltaikanlage gewonnen, ist das ebenfalls eine umweltfreundliche Heizungsalternative. Voraussetzung für den effektiven Einsatz dieser Kombination ist ein relativ niedriger Energiebedarf durch ein gut gedämmtes Gebäude.