Es grünt so grün – mit dem Garten hoch hinaus!
Aus Ausgabe 1/2017
Eine Dachbegrünung bietet viele Vorteile. Sie verbessert die Luft durch ihre Filterwirkung und senkt richtig geplant die Instandhaltungs- und Betriebskosten für die gesamte Dachkonstruktion.
Dachgärten verbessern das Klima – und werden oft gefördert
Bild Nr. 6161, Quelle: Optigrün/BHW Bausparkasse
Grüne Dächer sind auf dem Vormarsch. Denn die Biotope in Toplage absorbieren Schadstoffe und erhöhen den Sauerstoffgehalt der Luft. Besonders in Städten tragen sie so zum besseren Klima bei. Fachmännisch angelegt, sorgen Gründächer auch für eine verbesserte Energiebilanz der Gebäudehülle. Sie fangen als Schutzschild Niederschlagswasser ab und bewirken eine natürliche Temperatur- und Lärmdämmung. Eine sorgfältige Abdichtung der Pflanzenschicht verhindert Wurzelwachstum. Bei aufwendigeren Intensivbegrünungen mit größeren Pflanzen müssen Architekten und Landschaftsgärtner den Einklang mit der Statik sicherstellen. Ist dieser gewährleistet, steht einer Wohlfühloase oder einem Gemüsegarten mit Aussicht nichts mehr im Weg.
Mit staatlicher Förderung begrünen
Besonders in den dicht bebauten Städten bietet die Nutzung der Dächer durch Begrünung und Bepflanzung ein großes Potenzial. Daher werden solche Projekte vielerorts direkt durch Zuschüsse oder indirekt durch Steuererlass gefördert. Die Art und Höhe der Förderungen hängt dabei von den jeweiligen Kommunen ab. „Eine Dachbegrünung erzeugt mit vergleichsweise geringem Aufwand einen großen Effekt“, sagt Rüdiger Grimmert von der BHW Bausparkasse. „Die Fördermöglichkeiten können Bauherren bei den zuständigen Baubehörden in Erfahrung bringen.“ Unkomplizierte extensive Begrünungen mit Moosen oder Gräsern, also pflegeleichten Pflanzen, werden von Dachdeckerunternehmen bereits ab einem Quadratmeterpreis von 25 Euro ausgeführt. Wer eine Dachbegrünung erst einmal in einem kleineren Maßstab testen möchte, der erzielt schon tolle optische und ökologische Effekte mit der Bepflanzung des Garagendachs oder des Gartenhäuschens.