Fördergelder für Baufamilien

Aus Ausgabe 1/2017

Für die Finanzierung ihres Eigenheims können Baufamilien auf eine solide Formel bauen: 20 besser 30 Prozent Eigenkapital, ein dauerhaft zinsgünstiges Darlehen und Fördergelder durch Bund, Land und Kommunen. Die KfW Förderbank, Förderinstitute der Bundesländer und viele Kommunen halten attraktive Konditionen bereit.

Junge Familien werden beim Hauskauf besonders gefördert
Bild Nr. 6166, Quelle: BHW Bausparkasse

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Gerade beim Hausbau oder -erwerb können Familien in vielen Kommunen mit Unterstützung rechnen. „Junge Familien, die jetzt bauen oder Wohneigentum kaufen wollen, sollten sich unbedingt auch die kommunalen Fördergelder sichern“, empfiehlt Stefanie Binder von der Bausparkasse BHW. Die Mühe lohnt sich, wie die Beispiele zeigen.

Preisnachlässe für Wohneigentum

In Celle etwa wird Familien der Erwerb von städtischen Grundstücken erleichtert. Für das erste und zweite Kind gibt es hier auf je 100 Quadratmeter Baufläche einen Preisnachlass von 50 Prozent und einen kostenlosen Obstbaum für den Garten noch dazu. Wer nach Freiburg zieht und dort eine Immobilie baut oder kauft, bekommt einen dreiprozentigen Zinszuschuss über zehn Jahre. Das hessische Fulda reduziert in speziellen Baugebieten die Grundstückskosten prozentual abhängig von der Kinderzahl und lockt mit einer kostenlosen Regenwasserzisterne. Einen ganz ähnlichen Ansatz verfolgt man auch in Schweinfurt. Die niedersächsische Stadt Göttingen vergibt zinsgünstige Baukredite in Höhe von 15.000 Euro bei Neubauten und 7.500 Euro beim Wohnungskauf. Beide Angebote werden noch erhöht, wenn Kinder vorhanden sind. Möchte man in Dortmund ein Haus im Energiestandard „Energieeffizienzhaus 70“ bauen, wird der Erwerb städtischer Grundstücke einkommensabhängig mit einem zinslosen Darlehen von bis zu 10.000 Euro für jedes zum Haushalt gehörende Kind unter 18 Jahren bis zu einer Höhe von maximal 40.000 Euro unterstützt.

Reihenhaus: Die Vorteile auf einen Blick

Für junge Familien, die von den eigenen vier Wänden träumen, kann der Erwerb oder Bau eines Reihenhauses eine attraktive weil kostensparende Option sein.

Besonders bei jungen Familien wächst der Wunsch, ein Reihenhaus zu bauen oder zu erwerben. Laut Vergleichsstudie der BHW Bausparkasse hat sich der Zuspruch in den letzten fünf Jahren verdoppelt. Stefanie Binder von der Bausparkasse BHW nennt die Vorteile gegenüber einem frei stehenden Einfamilienhaus.

Bis zu 30 Prozent geringere Kosten

Reihenhäuser brauchen im Vergleich zum frei stehenden Einfamilienhaus deutlich weniger Grundfläche. Mit einem Bedarf von 200 bis 400 Quadratmetern benötigen sie weit weniger Grundfläche als ein Einfamilienhaus, zudem reduzieren sich die Kosten dank intelligenter Standardbauweise und Vorfertigung.

Hohe Energieeffizienz

Ein Vorteil der Reihenhausbauweise ist die Dämmung. Da fast jedes Hausteil unmittelbar an das Nachbarhaus angrenzt, kann die erzeugte Wärmeenergie zu diesen Seiten nicht entweichen. Seitliche Brandwände beim Bau des Reihenhauses sind Vorschrift. Das sorgt für eine bessere Heizenergiebilanz.

Flexible Raumaufteilung

Reihenhäuser bauen auf Höhe und sind daher in der Raumaufteilung flexibel. Viele Bauträger bieten gegen Aufpreis den Anbau eines Wintergartens an. Wichtig ist Barrierefreiheit, eine spätere Nachrüstung beispielsweise mit kleinen Treppenliften muss möglich sein.

Große Kellerflächen

Reihenhäuser sind meist unterkellert und bieten damit ausreichend Platz für Vorräte, Haushaltsgeräte wie Waschmaschine und Gefriertruhe, aber auch für Sauna oder Hobbyräume.

Späterer Dachausbau

Junge Familien wollen oft den Dachausbau erst vornehmen, wenn weiterer Platzbedarf besteht. Die Voraussetzungen für einen späteren Ausbau sollten jedoch von vornherein geplant sein.

Familienfreundliche Infrastruktur

Gute Verkehrsanbindungen gelten bei Kommunen heute als Voraussetzung für den Zuzug junger Familien. Zu jedem Reihenhaus gehört ein Parkplatz vor der Tür. Familien-Einkäufe können bequem aus dem Auto direkt ins Haus getragen werden. Kinder können gut allein im Garten oder Innenhof spielen und dabei beaufsichtigt werden.

Individuelle Gestaltung möglich

Oft bietet der Bauträger Wahlmöglichkeiten an, etwa beim Innenausbau und den Oberflächengewerken wie Bodenbeläge, Armaturen, Türen und Treppe. Alle weiteren Änderungen vom Standardkonzept wie beispielsweise der Anbau von Wintergärten erfordern sehr klare und stets vertraglich fixierte Absprachen.

Kontakt

Iris Laduch-Reichelt

Iris Laduch
Pressesprecherin
iris.laduch@postbank.de
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