Gesund wohnen mit Baubiologie

Aus Ausgabe 2/2019

Wer sichergehen will, dass sein Bauland unbelastet oder das Wohnklima im gerade erworbenen Altbau unbedenklich ist, beauftragt einen zertifizierten Baubiologen. Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Wohngesundheit.

Baubiologen prüfen Häuser auf Stoffe, die den Bewohnern schaden können
Bild Nr. 6308, Quelle: Bauherren-Schutzbund e.V./BHW Bausparkasse

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Was können Baubiologen?

Baubiologen sind gefragt wie nie, denn das Bewusstsein für Wohngesundheit nimmt deutlich zu. Strahlenbelastung im Haus durch WLAN und immer mehr vernetzte Geräte können der Gesundheit schaden, aber auch Baumaterial setzt dem Wohlbefinden zu, wenn es biologische oder chemische Schadstoffe enthält. „Zertifizierte Baubiologen beraten, mit welchen Maßnahmen man für Wohngesundheit in der eigenen Immobilie sorgt und Umwelterkrankungen vorbeugt“, sagt Andreas Menkens von der BHW Bausparkasse.

Wie gehen Baubiologen vor?

Baubiologen führen wissenschaftlich fundierte Analysen durch. Mit speziellen Geräten messen sie zum Beispiel die Raumfeuchtigkeit, suchen nach versteckten Schimmelpilzen oder schädlichem Elektrosmog und prüfen Grundstücke etwa auf geologische Störungen oder Radongas. Das Resultat ist ein Gutachten, das man als Grundlage für die Planung oder Sanierung des eigenen Hauses verwenden kann.

Wo findet man einen Baubiologen?

Beim Verband Baubiologie, dem Berufsverband Deutscher Baubiologen oder dem Institut für Baubiologie und Nachhaltigkeit sind die Adressen von zahlreichen Baubiologen veröffentlicht.

Was kostet das?

Die Kosten hängen von der Art der Analyse ab, am besten holt man vorher ein Angebot ein. Viele Baubiologen orientieren sich an der Preisliste des Instituts für Baubiologie und Nachhaltigkeit. Demnach kostet zum Beispiel eine Pilzbestimmung je Probe etwa 180 Euro, eine Hochfrequenzmessung rund 450 Euro. „Eine baubiologische Untersuchung ist eine langfristige Investition, die sich für die Gesundheit auszahlt“, sagt BHW Experte Menkens. Häufig können die Gutachterkosten von der Steuer abgesetzt werden.

Kontakt

Iris Laduch-Reichelt

Iris Laduch
Pressesprecherin
iris.laduch@postbank.de
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