Häufigste Eigenheim-Strategie: Sparen mit schöner Aussicht

Aus Ausgabe PD Extra – Zinssicherung

Aus dem Stand schaffen es die wenigsten Deutschen in die eigene Immobilie, oft fehlt das nötige Eigenkapital. Der Weg zum Eigenheim führt meist über zielstrebigen Vermögensaufbau, zügige Tilgung und feste Zinssicherung, wie eine neue Studie der BHW Bausparkasse belegt. Diese Strategie kann sich über den Lebenszyklus eines Hauses auszahlen.

Der Boom hält an: Für die kommenden Jahre planen 14 Prozent der heutigen Mieter konkret den Schritt ins Wohneigentum. Wenn dann ein Zehn-Jahres-Darlehen für deutlich unter zwei Prozent Zinsen zu haben ist, erscheint die Verlockung groß, die komplette Finanzierungssumme bei der Bank aufzunehmen. Immerhin elf Prozent der interessierten Mieter planen laut der Studie ein solches Vorgehen.

Risiko Vollfinanzierung

"Eine Vollfinanzierung kann nur in Ausnahmefällen als solide Erwerbsstrategie gelten", gibt Dr. Jörg Koschate, Generalbevollmächtigter der BHW Bausparkasse, zu bedenken. "Sicherer und günstiger ist es, per Bausparvertrag Kapital aufzubauen, um unabhängig von möglichen Zinsschwankungen auf ein günstiges Darlehen zuzugreifen." Tatsächlich bereiten sich die meisten Noch-Mieter auf traditionelle Weise für den Tag X des Erwerbs vor: 34 Prozent wollen länger als fünf Jahre und 32 Prozent bis zu fünf Jahre lang sparen.

Zügig tilgen

Nur 16 Prozent verfügen schon jetzt über ausreichend Eigenkapital. Wer nicht in dieser glücklichen Lage ist, verschafft sich auf anderen Wegen Planungssicherheit und setzt dabei auch auf staatliche Förderung: Viele Bauherren und Käufer nutzen zum Beispiel Bausparkombinationen mit Wohnriester. "Staatliche Förderungen wie Wohnriester sind insbesondere für Familien mit Kindern wichtig und helfen, schneller ins Wohneigentum zu gelangen", erläutert Koschate. Wer zügig tilgt, verkürzt die Finanzierungszeit und senkt die Gesamtkosten.

Mehrfachnutzen

Spardisziplin lohnt sich auch nach dem Erwerb. Mit einer Rücklage beugen Hausbesitzer Löchern in der Haushaltskasse vor, wenn das Dach undicht wird oder die Heizung erneuert werden muss. Bis der letzte Euro fürs Haus bezahlt ist, vergehen leicht insgesamt 20 und mehr Jahre. Wer sechs bis acht Jahre vor Ablauf des ersten Darlehens einen Bausparvertrag abschließt, sorgt für die ausstehende Finanzierungszeit vor. Die Bausparsumme deckt dann die komplette Restschuld ab – das ist eine sichere Sache!

Studie: Familien und Wohneigentum

Zählt ein Haushalt mehr Köpfe, steigt auch der Stellenwert von Wohneigentum, zeigt eine Studie der BHW Bausparkasse. Überdurchschnittlich viele Haushalte ab drei Personen in Deutschland besitzen eigene vier Wände.

57 Prozent der Familien wohnen laut der neuen Studie von BHW im Eigenheim. Der Anteil dürfte in den nächsten Jahren weiter zunehmen, während die Mieterquote schrumpft. Denn 17 Prozent der Familien planen aktuell den Erwerb. Weitere 49 Prozent wünschen sich Haus oder Wohnung, planen aber bisher nicht konkret.

Sorgen wegen Mietsituation

Was treibt Familien an, aus der Mietwohnung ins Eigenheim umzuziehen? "Wohneigentum verbinden die meisten mit einem Plus an Sicherheit und Lebensqualität", erklärt Dr. Jörg Koschate, Generalbevollmächtigter der BHW Bausparkasse. "Da denken auch moderne Familien ganz traditionell." Vielen bereitet auch die Lage auf dem Markt für Mietwohnungen Sorgen. Laut der neuen Studie fürchten 61 Prozent der Familien, die in Mietwohnungen wohnen, vor allem Mietsteigerungen. Die zunehmende Verknappung der Wohnungsauswahl ist für 68 Prozent ein Thema.

Sparen fürs große Ziel

Wie wollen Familien den Erwerb finanziell stemmen? 44 Prozent derjenigen, die sich für Wohneigentum interessieren, planen länger als fünf Jahre auf dieses Ziel hinzusparen. Gerade einmal zwei Prozent können sich vorstellen, die gesamte Finanzierungssumme als Kredit aufzunehmen. Besonders glücklich schätzen sich 17 Prozent: Sie haben bereits ausreichend Eigenkapital angesammelt, um ihr Bau- oder Kaufprojekt zu realisieren.

Bild Nr. 6091, Quelle: BHW Bausparkasse

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Iris Laduch-Reichelt

Iris Laduch
Pressesprecherin
iris.laduch@postbank.de
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