Häuser aus der Raumfabrik

Aus Ausgabe PD Extra – Bauen mit Holz

In der Diskussion um bezahlbaren Wohnraum spielen Modulbauten eine immer wichtigere Rolle. Sie lassen sich kostengünstig und schnell errichten und sind im Grundriss sehr flexibel. Das macht diese Art des Fertighauses für Baufamilien und Modernisierer besonders attraktiv.

Mit einem Modul lässt sich schnell zusätzlicher Raum anbauen
Bild Nr. 6287, Quelle: SchwörerHaus/BHW Bausparkasse

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Das Bauen mit Modulen kann man sich vorstellen wie das Zusammenstecken von Lego. „Die Bausteine dieser Fertighäuser werden kombiniert, je nachdem wie groß die Wohnfläche sein soll“, sagt Thomas Mau von der BHW Bausparkasse. Es gibt Einzelhäuser in Modulbauweise von 40 bis 200 Quadratmetern.

Von wegen Schema F

Baufamilien können die Anzahl der Module für Zimmer und Bäder gemeinsam mit den Fertighausexperten auswählen. Die Module lassen sich flexibel anordnen, bestehen zum Großteil aus Holz und werden im Werk vorgefertigt – samt Böden, Heizung, Leitungen und Lichtschaltern. Sogar Schränke oder Lampen werden auf Wunsch schon vorab eingebaut. So kann der Vorfertigungsgrad im Modulbau bei 90 Prozent liegen.

Mit Modulen Zeit sparen

Die Elemente werden dann auf dem Grundstück zusammengefügt. In nur drei Tagen ist das Haus aufgebaut. „Der Einsatz von Modulen spart bis zu 70 Prozent Zeit gegenüber der herkömmlichen Bauweise“, sagt Mau. Der zuverlässige Fertigstellungstermin schont die Nerven. Und: Die Wohnfläche lässt sich leicht verändern, indem man Trennwände entfernt oder ein Modul etwa für ein zusätzliches Kinderzimmer oder Homeoffice anbauen lässt.

3-D-Fräsen statt Betonmischer

„Das modulare Bauen hat sich stark weiterentwickelt und bietet interessante Gestaltungsmöglichkeiten. Es lohnt sich, sich damit zu beschäftigen“, rät Thomas Mau. An der TU Kaiserslautern haben Forscher zum Beispiel eine Software entwickelt, mit der aus „Brettsperrholzplatten“ sogar gekrümmte Bauteile gefräst werden können, etwa für ein Kuppeldach oder gebogene Wände. Computergesteuerte 3-D-Fräsen ersetzen hier den Betonmischer. Das macht die Modulbauweise so präzise, kreativ und zukunftsweisend.

Kontakt

Iris Laduch-Reichelt

Iris Laduch
Pressesprecherin
iris.laduch@postbank.de
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