Neu bei Wohneigentümergemeinschaften: das BHKW

Aus Ausgabe 1/2016

Blockheizkraftwerke liefern Wärme und Strom im Paket. Neuerdings haben sie gute Argumente, um Wohneigentümergemeinschaften zu überzeugen.

Clever geheizt können Wohneigentümergemeinschaften aus Mini-BHKW Gewinn ziehen
Bild Nr. 6103, Quelle: REHAU AG + Co/BHW Bausparkasse

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Früher rechneten sich Blockheizkraftwerke (BHKW) zur Versorgung ganzer Stadtteile. Heute halten die Geräte Einzug in Heizzentralen von Eigentümergemeinschaften. BHKW produzieren Strom und nutzen Abwärme zum Heizen. Sie schneiden in puncto Wirtschaftlichkeit in vielen Fällen besser ab als Wärmepumpen, Pelletheizungen oder Gasbrennwertkessel. Das Angebot an Mini-BHKW wächst.

Lange Laufzeiten vorteilhaft

Modernisierungswillige dürften die Anschaffungskosten kritisch beäugen – BHKW sind je nach Anlagengröße doppelt so teuer wie konventionelle Heizungen. Doch der Umstieg auf ein erdgasbetriebenes Mini-BHKW für Mehrfamilienhäuser mit zentraler Trinkwassererwärmung macht sich bereits ab sechs Wohneinheiten bezahlt. Die Kellerkraftwerke können sich nach neun Jahren amortisieren. "Ziel ist es, möglichst viel Strom zu produzieren, damit dieser nicht teuer vom Versorger eingekauft werden muss", erklärt Bernd Neuborn von der BHW Bausparkasse.

Verbesserte Förderung

Überzähliger Strom lässt sich gewinnbringend ins öffentliche Netz einspeisen. "Eigentümergemeinschaften, die in ein BHKW investieren, profitieren seit Jahresbeginn von verbesserten Rahmenbedingungen", so Neuborn. Die Zuschläge für eingespeisten Strom von Mini-BHKW bis 50 Kilowatt sind 2016 von 5,41 auf 8 Cent gestiegen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hilft mit einem Mini-KWK-Zuschuss bis zu 3.500 Euro. Kredite und Tilgungszuschüsse gibt es im KfW-Programm "Energieeffizient Sanieren".

Kontakt

Iris Laduch-Reichelt

Iris Laduch
Pressesprecherin
iris.laduch@postbank.de
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