Neue Farbe für die Fassade

Aus Ausgabe 2/2019

Wie ein Haus auf seine Betrachter wirkt, hängt auch von seiner Farbe ab. Sie prägt die Ausstrahlung von Gebäuden ganz entscheidend. Lange galt dabei die Devise: Schlicht ist schön! Doch mittlerweile wird es in den Straßen bunter. Mut zur Farbe!

Farbe verleiht Häusern Ausstrahlung. Das geht heute auch ganz ohne Biozide
Bild Nr. 6307, Quelle: Neustadtarchitekten/C. Gebler/BHW Bausparkasse

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Ob Neu- oder Altbau – viele Hauseigentümer planen einen neuen Anstrich für ihr Haus und möchten dabei auch farbliche Akzente setzen. Denn mit Farbe kann man schön architektonische Details betonen oder den Charakter von Baumaterialien unterstreichen. Warme Erdtöne beispielsweise wirken nicht nur einladend, sondern harmonisieren auch besonders gut mit Naturstein oder Holz.

Das Ortsbild wahren

Bei der Wahl der Farbe zählt aber nicht nur der eigene Geschmack. Thomas Mau von der BHW Bausparkasse weist darauf hin, dass Eigentümer laut Baugesetz verpflichtet sind, das Ortsbild zu wahren. „Wer seine Fassade neu gestalten will, sollte sich vorab darüber informieren, ob es Vorschriften für die Hausfarbe gibt“, rät der Experte. Stehen in einer Straße oder Siedlung überwiegend weiße Häuser, kann beispielsweise ein grellgrünes Objekt als störend empfunden werden.

Keine Biozide

Die Fassadenfarbe muss viel leisten: Sie muss Regen und Sturm die Stirn bieten, soll nicht ausbleichen und Schmutz, Algen und Pilze möglichst lange abweisen. Häufig verwendet wird Dispersionsfarbe, die sich gut verstreichen lässt und preiswert ist. Silikatfarbe hat den Vorteil, dass sie sehr wetterbeständig und auch umweltfreundlicher ist. Wer natürliches Material zum Einsatz bringen will, sollte auf Kalkfarbe bestehen. Welche Art von Farbe ideal ist, hängt vor allem vom Untergrund ab. Vorsicht: Viele Hersteller mischen ihren Produkten Biozide gegen Algen bei. Das muss nicht sein! Inzwischen gibt es Fassadenputze, die ganz ohne Chemie dauerhaft vor Algenbefall schützen.

Mit Farbe zaubern

Viele mögen es zu Hause schlicht: Weiß ist hierzulande die meist verwendete Farbe für Innenräume, unter den Top Ten befinden sich vor allem Beige- und Grautöne. Dabei lassen sich Räume mit Farbe sehr wirkungsvoll inszenieren. So gelingt der neue Look.

Weite erzeugen

Wer einen kleinen Raum optisch vergrößern möchte, bleibt am besten bei einer einheitlichen Wandfarbe, weil so die Raumgrenzen verschwimmen. Wandfarbe mit einem seidigen Schimmer-Effekt sorgt für extra viel Weite, weil das Licht auf der glänzenden Oberfläche reflektiert und in den Raum zurückgeworfen wird. Auch bei schmalen Fluren kann getrickst werden: Wenn Kopf- und Stirnseite dunkler als die Seiten gestrichen werden, wirkt ein schmaler Raum gleich viel breiter.

Wohlig warm

Dunkle Wandfarben in warmen Nuancen wiederum eignen sich, um großen Räumen mehr Behaglichkeit zu verleihen. Dazu trägt auch eine geschickt gewählte Deckenfarbe bei: Ein Raum wirkt niedriger und kuscheliger, wenn die Decke dunkler gestrichen wird als die Wand. Zieht man die Farbe circa zehn bis fünfzehn Zentimeter auf die Wand herunter, verstärkt sich dieser Effekt noch.

Frisch und luftig

Wer sich trotz allem nicht von weißer Wandfarbe trennen mag, kann mit sogenannten Offwhites eine schöne Stimmung schaffen. Diesen angetönten Farben werden geringe Mengen von Farbpigmenten hinzugefügt, sodass sie sanfter und weniger grell als klassisches Weiß wirken. Hier gilt: Dezente Farben wie Mintgrün oder Apricot wirken ausgleichend, frisch und luftig. Sie eignen sich daher auch gut für Arbeits- und Schlafzimmer. Kräftige Farben wie Zinnoberrot oder Königsblau wirken eher anregend und machen sich aus diesem Grund besonders gut in großen Wohnküchen oder als kontrastreicher Farbakzent in lebendigen Gemeinschaftsräumen.

Farbe aus der Natur

Bei der Materialwahl sind Naturwandfarben aus Lehm oder Ton besonders empfehlenswert. Diese schadstofffreien Farben gibt es in den gleichen Tönen wie konventionelle Wandfarbe. Die Palette reicht von Hellgelb über Rot und Grün hin zu Nachtblau oder Anthrazit. „Natürliche Wandfarben haben die positive Eigenschaft, dass sie das Raumklima verbessern helfen“, sagt Iris Laduch von der BHW Bausparkasse. „Sie können Schadstoffe aus der Luft filtern, die Feuchtigkeit im Raum regulieren und sind daher besonders wohngesund.“

Kontakt

Iris Laduch-Reichelt

Iris Laduch
Pressesprecherin
iris.laduch@postbank.de
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