Neue Gärten in Toplage: Wege zur Dachbegrünung

Aus Ausgabe 3/2019

Die Begrünung von Dächern wird heute bereits von vielen Kommunen gefördert. Weit mehr als ein ökologisches Deckmäntelchen, helfen sie, die Luft zu reinigen, Regenwasser zu speichern und die Kanalisation zu entlasten. Wer sein Dach begrünt, profitiert gleich mehrfach.

Gründächer wirken als natürliche Wärmedämmung und sparen Heizkosten
Bild Nr. 6326, Quelle: Optigrün/BHW Bausparkasse

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Gründächer heizen sich im Sommer weniger auf und wirken im Winter wärmedämmend. Weil sich so Wettereinflüsse abmildern lassen, unterstützen viele Städte Dachbegrüner mit Förderprogrammen. Sie erkennen die Dachbegrünung als Entsiegelungsmaßnahme an und belohnen sie mit günstigeren Abwassergebühren. Auch die KfW-Bank fördert Gründächer, mit günstigen Krediten und einem Tilgungszuschuss – wenn sie der Wärmedämmung dienen.„Für die Stadt der Zukunft sind begrünte Dächer ein wichtiger Mosaikstein für den Klimaschutz“, sagt BHW Experte Thomas Mau. „In manchen Bebauungsplänen ist die Begrünung von flachen und flach geneigten Dächern daher sogar vorgeschrieben.“

Energie sparen

Die Bereitschaft, für den Klimaschutz aktiv zu werden, ist deutlich gestiegen. Laut einer BHW Umfrage sind 65,5 Prozent der Deutschen bereit, Kiesflächen zugunsten von mehr Grün zu entfernen. Zur Dachbegrünung ist es noch ein weiterer Schritt. Material und Einbau einer pflegeleichten „extensiven“ Begrünung kosten laut Bundesverband Gebäudegrün etwa 20 bis 40 Euro pro Quadratmeter. Der Preis gilt für etwa 1.000 Quadratmeter, kleine Flächen wie Garagendächer sind teurer. Eine „intensive“ Begrünung mit Sträuchern gibt es ab 60 Euro pro Quadratmeter. Der Nutzen für die Hausbewohner: Eine Dachbegrünung wirkt im Winter wie eine isolierende Haut und hilft Heizenergie zu sparen. Im Sommer wirkt sie wie eine energiesparende natürliche Klimaanlage.

Nur mit erfahrenen Profis

BHW Experte Mau rät, eine Dachbegrünung nur mithilfe eines erfahrenen Dachdeckers und einer Gartenbaufirma umzusetzen. „Nur so ist garantiert, dass die botanischen und technischen wie auch die rechtlichen Voraussetzungen für ein Gründach erfüllt werden.“ Selbst Eigentümer von Häusern mit steilem Dach müssen nicht mehr auf Begrünung verzichten. Ein neues System mit Steckelementen ermöglicht Gründächer bei bis zu 35 Grad Neigung.

Kontakt

Iris Laduch-Reichelt

Iris Laduch
Pressesprecherin
iris.laduch@postbank.de
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