Spot an! Außenbeleuchtung für mehr Sicherheit

Aus Ausgabe 1/2018

Wenn es früh dunkel wird, kommt es auch rund um die eigene Immobilie auf die richtige Beleuchtung an. Die Sicherheit von Bewohnern und Besuchern, aber auch der Einbruchschutz sollten bei der Auswahl mitentscheiden.

Bild Nr. 6214, Quelle: FingerHaus/BHW Bausparkasse

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Hauseigentümer sind verpflichtet, dafür zu sorgen, dass Besucher bei Dunkelheit nicht zu Schaden kommen. Eine gute Außenbeleuchtung hilft dabei und schreckt zudem unerwünschte Besucher ab. Denn Einbrecher suchen gern die dunklen Ecken rund um das Haus – zu viel Licht würde ihr Ansinnen stören. Die Außenbeleuchtung sollte daher neben allem anderen auch einbruchgefährdete Bereiche beleuchten – durchgehend vom Einsetzen der Dunkelheit bis circa 22 Uhr. Zur Steuerung können Dämmerungsschalter, Helligkeitssensoren, Zeitschaltuhren oder Smart-Home-Anwendungen eingesetzt werden.

Professionelle Bewegungsmelder

Handelsübliche Bewegungsmelder sind für den Schutz vor Einbrechern nicht immer die beste Lösung. Denn sie werden oft schon durch Kleingetier ausgelöst. Zudem reagieren die meisten Bewegungsmelder nur auf sehr kurze Entfernung, also erst dann, wenn der Einbrecher bereits nah am Gebäude ist. Daher sollten Bewegungsmelder über eine selektive Alarmunterdrückung verfügen. Geräte mit einer solchen Funktion registrieren beispielsweise nur Lebewesen ab einem bestimmten Körpergewicht.

Die eigene Sicherheit im Blick

„Schon im Sinne der eigenen Sicherheit ist eine professionelle Beleuchtung der Zuwegungen zu Haus oder Wohnung sowie von möglichen Stolperfallen und Stufen unverzichtbar“, sagt Rüdiger Grimmert von der BHW Bausparkasse. „Auch eine gute Beleuchtung kann aber in keinem Fall die technische Sicherung von Fenstern und Türen ersetzen.“

Ratgeber Außenbeleuchtung

Wer sich mit dem Thema Außenbeleuchtung näher befasst, wird auf ein stark wachsendes Angebot treffen. Die BHW Bausparkasse zeigt, worauf Hausbesitzer bei der Installation der Außenbeleuchtung in jedem Fall achten sollten.

LED als Leuchtmittel der Wahl

Der Vielfalt sind dank günstiger LED-Technik kaum noch Grenzen gesetzt. Das ist umso beeindruckender, weil die erste LED (Light Emitting Diode) erst 1962 vom Physiker Nick Holonyak entwickelt wurde. Sie leuchtete rot und kostete 260 US-Dollar. Heute ist mit LEDs jede beliebige Farbe realisierbar – und das mit voller Leuchtkraft ohne Verzögerung direkt nach dem Einschalten. Zudem überzeugen geringer Energieverbrauch und Langlebigkeit. Deshalb sind bei zahlreichen Lampen die Leuchtmittel fest verbaut und gar nicht mehr austauschbar. Trotz des geringen Energiebedarfs sind professionelle Lösungen in der Regel kabelgebunden. Bei solarbetriebenen kabellosen Systemen reicht die Beleuchtungsstärke häufig nicht aus.

Stromkabel richtig verlegen

Sollen im Garten Stromleitungen verlegt werden, müssen diese mindestens 60 Zentimeter tief liegen und zusätzlich mit einem Trassenband mit der Aufschrift „Achtung Kabel“ versehen werden, um ein versehentliches Durchtrennen bei der Gartenarbeit zu verhindern.

Außendämmung nicht beschädigen

Bei der Montage von Außenleuchten oder Bewegungsmeldern an Außenmauern sollte die außenliegende Fassadendämmung nicht beschädigt werden. Hierzu gibt es speziell geeignete Befestigungssysteme. Sinnvoll ist es zudem, Leuchten und Bewegungsmelder möglichst hoch und für einen Einbrecher nicht leicht erreichbar anzubringen. Zur Steuerung sind Bewegungsmelder mit selektiver Alarmunterdrückung sinnvoll.

Bewegungsmelder richtig einstellen

Eine große Bedeutung kommt der perfekten Ausrichtung des Bewegungsmelders zu. Sie verhindert, dass Einbrecher sich im toten Winkel annähern oder außerhalb des Erfassungsbereichs bleiben können. Bei professionellen Modellen lassen sich per Funk Erfassungswinkel und Erkennungsempfindlichkeit regeln. So lässt sich einstellen, ob das Gerät auf streunende Katzen reagiert, oder erst anspringt, wenn ein Mensch den Bereich betritt.

Smart Home für komfortable Steuerung

Um die Steuerung der Außenbeleuchtung komfortabel per App durchzuführen oder wechselnden Bedürfnissen anzupassen, ist die Einbindung in ein Smart-Home-System sinnvoll. Neben der Beleuchtung können damit auch andere Komponenten der Haustechnik wie Jalousien, Heizkörperthermostate oder schaltbare Steckdosen angesprochen werden. Mittlerweile existiert in diesem Markt eine Vielzahl von Systemen, die sich nicht zuletzt in puncto Sicherheit deutlich unterscheiden. In diesem Bereich ist eine professionelle Beratung in jedem Fall einer spontanen Entscheidung vorzuziehen.

Kontakt

Iris Laduch-Reichelt

Iris Laduch
Pressesprecherin
iris.laduch@postbank.de
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