Trend 1: Fassadengrün gegen Luftverschmutzung

Aus Ausgabe 4/2018

Fassadenbegrünungen mildern die Folgen des Klimawandels. Neueste Studien bestätigen enorme Wirkpotenziale. Kluge Hausbesitzer sichern sich dafür Förderungen.

Enorme Wirkpotenziale: grüne Wände
Bild Nr. 6261, Quelle: Vertiko GmbH/BHW Bausparkasse

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Bis zum Jahr 2050 muss Deutschland seine Treibhausgas-Emissionen im Vergleich zu 1990 um mindestens 80 Prozent senken. Umweltexperten sind sich einig: Fassadenbegrünungen helfen dabei, denn sie wandeln CO2 in Sauerstoff um. Die Luftverschmutzung könnte so um bis zu 30 Prozent reduziert werden. Der minimale Bedarf an Raum und Bodenfläche, fassadenschonende Befestigungsverfahren und intelligente Pflegesysteme überzeugen auch Hausbesitzer. Zwar sehen laut einer Umfrage der Bausparkasse BHW erst neun Prozent der Deutschen die Fassaden- und 16 Prozent die Dachbegrünung als wichtigste Maßnahmen gegen den Klimawandel an. Doch der Zuspruch wächst, auch weil viele Kommunen wie Mannheim oder Hannover bis zu 3.500 Euro Förderung beisteuern. „Neben den positiven Klimaeffekten reduzieren Fassadenbegrünungen die Energiekosten und schützen vor Staub und Lärm“, sagt Stefanie Binder von der BHW Bausparkasse. Feste Module mit horizontal wachsenden Pflanzen setzen sich immer mehr durch. Ihre Bewässerung erfolgt durch ein integriertes elektronisches System. Wissenschaftler entwickeln derzeit einen Roboter, der die Pflege von großflächigen Modulsystemen übernimmt.

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Iris Laduch-Reichelt

Iris Laduch
Pressesprecherin
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