Trend 2: Gemeinsam statt teuer – Baugemeinschaften

Aus Ausgabe 4/2018

Baugemeinschaften boomen, denn sie bieten handfeste Vorteile wie geringere Baukosten, individuell zugeschnittene Wohnungen und nachbarschaftliche Nähe. Immer mehr Kommunen fördern den Trend.

Erfolgsfaktor Gemeinschaft: geringere Kosten, mehr Gestaltungsspielraum
Bild Nr. 6262, Quelle: Neustadtarchitekten/C. Gebler/BHW Bausparkasse

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Nahezu alle Bundesländer unterstützen heute Baugemeinschaften durch Beratung, zinsverbilligte Kredite oder die Vergabe von Baugrundstücken. Als urbaner Gegenentwurf zum klassischen Einfamilienhaus gilt die Baugemeinschaft als intelligentes Modell für normalverdienende Bauwillige. Das gemeinsame Bauen reduziert die anfallenden Kosten zwischen zehn und 20 Prozent – durch kluge Synergien, Förderungen und den Wegfall der Gewinnmarge des Bauträgers. Städte wie Hamburg oder München vergeben 20 bis 40 Prozent ihrer Wohnbaufläche an Baugemeinschaften – oft zum Verkehrswert, also deutlich unter dem Marktpreis. „Gute Chancen auf einen Zuschlag haben professionell unterstützte Projekte mit erfahrenen Projektsteuerern“, sagt Iris Laduch-Reichelt von der BHW Bausparkasse. „Eine umweltfreundliche Bauweise sowie Gemeinschaftseinrichtungen und -gärten sind Standard. Sie ermöglichen auch kleinere Wohnformate ohne Qualitätsverluste.“ Schon in den 1990er-Jahren machten Baugemeinschaften wie das Freiburger Quartier Vauban und das Französische Viertel in Tübingen das Erfolgsprinzip vor. „Die mehrfach ausgezeichneten Projekte gelten heute noch als Vorbild für ressourcensparendes und barrierefreies Wohnen“, so die BHW Expertin.

Kontakt

Iris Laduch-Reichelt

Iris Laduch
Pressesprecherin
iris.laduch@postbank.de
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