WEG – gute Verwalter helfen sparen

Aus Ausgabe 3/2017

1,8 Millionen Eigentümergemeinschaften mit über neun Millionen Wohnungen gibt es in Deutschland. Das Management von Wohnhäusern mit vielen Mietern und Eigentümern ist eine komplexe Aufgabe. Nicht jeder Verwalter behält da den Durchblick.

Mit einem Verwaltervertrag können sich Eigentümergemeinschaften absichern
Bild Nr. 6202, Quelle: Postbank

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Die Verwaltung gemeinschaftlichen Wohneigentums ist Aufgabe aller Wohnungseigentümer. Ohne einen versierten Verwalter ist die Umsetzung der damit einhergehenden Aufgaben jedoch kaum zu bewältigen. Deshalb schreibt § 20 des Wohnungseigentumsgesetzes (WEG) die Bestellung eines Verwalters vor.

Vertrauen ist wichtig

Die Berufsbezeichnung Immobilienverwalter ist bislang nicht geschützt. Da Verwalter über fremdes Vermögen und Eigentum verfügen, ist ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis sehr wichtig. Zuverlässigkeit und Überparteilichkeit sind Grundvoraussetzungen. Der Verwalter sollte sich zudem in der Verwaltungstechnik, der wirtschaftlichen Geschäftsführung und in einschlägigen privatrechtlichen Vorschriften auskennen. „Die komplexen Rechte und Pflichten des Verwalters regeln zwar mehrere Paragrafen des Wohnungseigentumsgesetzes“, erläutert Isabell Gusinde von der BHW Bausparkasse. „Wohnungseigentümer sollten sich mit einem Verwaltervertrag aber dennoch gut absichern.“

Qualifikation entscheidet

Honorarleistungen wie Begehungen oder die Beauftragung und Anleitung von Handwerkern sind im Vertrag klar zu benennen. Denn es geht um viel Geld, insbesondere bei Altbauten, denen umfangreiche Modernisierungen bevorstehen. Im besten Fall handelt der Verwalter dabei Rabatte aus. „Eigentümer sollten darauf achten, dass ihr Verwalter regelmäßige Schulungs- oder Weiterbildungsmaßnahmen nachweisen kann, damit sie später keine böse Überraschung erleben“, so Gusinde.

Kontakt

Iris Laduch-Reichelt

Iris Laduch
Pressesprecherin
iris.laduch@postbank.de
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