Finance Award 2015

Die Preisverleihung des zwölften Postbank Finance Award und die anschließende Ehrung der fünf Siegerteams sowie der Gewinner des WELT Finance Essay Award fand am 26. Juni 2015 in Bonn statt. 

21 studentische Teams von Universitäten und Hochschulen aus Deutschland haben teilgenommen und sich mit dem Thema "Auswege aus dem Zinsdilemma - hat Geldanlage Zukunft?" beschäftigt. Die Gewinner kommen von den Universitäten Gießen, Regensburg und Freiburg, sowie der WHU in Vallendar und der Berufsakademie Sachsen in Dresden.

"Niedrigzinsen sind vor allem für sicherheitsorientierte Anleger eine große Herausforderung", sagte Frank Strauß, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Postbank AG und Schirmherr des Awards bei der Preisverleihung. "Es muss uns gelingen, diesen Kunden Produkte und Services anzubieten, die ihnen gute Erträge bei überschaubaren Risiken ermöglichen. Dies wird nur möglich sein, wenn wir die Chancen der Digitalisierung nutzen. Durch Digitalisierung können wir die Kosten für unsere Kunden gering halten und die Informationsfülle der Finanzmärkte zu ihren Gunsten nutzen. Die Preisträger haben das erkannt. Sie haben auf unterschiedliche Weise komplexe Informationen für innovative Strategien genutzt."

Die Preisträger und ihre Ideen

Den ersten Rang mit einem Preisgeld von 50.000 Euro haben die Juroren an Nhung Hong Dang, Lucas Hafemann und Florian Viereck von der Universität Gießen vergeben. Zusammen mit ihrem Dozenten Prof. Dr. Peter Tillmann haben sie 90.000 Twitter-Nachrichten zur Zinspolitik der US-Notenbank untersucht und ein Prognose-Modell daraus entwickelt. Damit können sie feststellen, ob die Finanzmärkte eine frühe oder späte Abkehr der Notenbank von ihrer Nullzinspolitik erwarten. Und sie können vorhersagen, wie sich dies auf die Zinsen, Aktien- und Wechselkurse auswirkt.

Der zweite Preis, dotiert mit 25.000 Euro, ging an die Universität Regensburg. Das Team um Prof. Dr. Gregor Dorfleitner, bestehend aus Michael Betzinger, Anna Christina Goerk, Katharina Käsbauer, Katrin Maria Schmid und Julia Weigert hat das Anlageverhalten gemeinnütziger Stiftungen untersucht. Deren Tätigkeit wird in der Regel ausschließlich aus Kapitalerträgen finanziert. Das Team hat überzeugende Vorschläge gemacht, wie Stiftungen trotz Niedrigzinsen akzeptable Kapitalerträge erzielen können, ohne zu hohe Risiken einzugehen. Damit kann der finanzielle Spielraum für gesellschaftlich sinnvolle Aktivitäten verbessert werden.

Über den dritten Preis und 15.000 Euro konnten sich Danjela Guxha, Mariia Markovych, Christiane Müller und Daria Saulenko von der Universität Freiburg freuen. Die Studierenden entwarfen gemeinsam mit Prof. Dr. Eva Lütkebohmert-Holtz ein Konzept, wie institutionelle Anleger ihren Ertrag verbessern können, indem sie Wertpapiere mit geringer Liquidität in ihr Portfolio aufnehmen.

Auch die nachfolgenden Teams auf den Plätzen vier und fünf erhielten Preisgelder. 7.500 Euro gingen an die WHU – Otto Beisheim School of Management in Vallendar und 2.500 Euro an die Berufsakademie Sachsen, Staatliche Studienakademie Dresden. Ausgewählt wurden die Preisträger von einer zehnköpfigen Jury aus Wissenschaft und Wirtschaft. Den Vorsitz hatte Prof. Dr. Erik Theissen von der Universität Mannheim.

Die Siegerbeiträge der Top 5-Teams des Postbank Finance Award 2015 finden Sie hier:

1. Sieger: Justus-Liebig-Universität Gießen, Team Prof. Dr. Peter Tillmann
(PDF: Die Zusammenfassung / Die Ausarbeitung)

2. Sieger: Universität Regensburg, Team Prof. Dr. Gregor Dorfleitner
(PDF: Die Zusammenfassung / Die Ausarbeitung)

3. Sieger: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Team Prof. Dr. Eva Lütkebohmert-Holtz
(PDF: Die Zusammenfassung / Die Ausarbeitung)

4. Sieger: WHU - Otto Beisheim School, Team Jun.-Prof. Dr. Julia Kapraun
(PDF: Die Zusammenfassung / Die Ausarbeitung)

5. Sieger: BA Sachsen, Staatliche Studienakademie Dresden, Team Dr. Eric Jahn
(PDF: Die Zusammenfassung / Die Ausarbeitung)

Darüber hinaus wurde dieses Jahr zum vierten Mal von der WELT ein Sonderpreis für das nach journalistischen Gesichtspunkten beste Essay vergeben. Hier konnten die Teams ihre sprachliche Kompetenz gepaart mit fundiertem finanzwirtschaftlichem Wissen demonstrieren.

Der WELT Finance Essay Award 2015 geht an das Team von Prof. Dr. Eva Lütkebohmert-Holtz von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Die Studierenden Danjela Guxha, Mariia Markovych, Christiane Müller und Daria Saulenko konnten sich beim kreativen Schreiben gegen ihre Mitstreiter durchsetzen. Das Vierer-Gespann hat mit seinem Text "Die Zinskrise oder wie Fynns Vater eine Autobahn kaufte" zum WELT Finance Essay Award 2015 einen gelungenen Beitrag eingereicht.

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