Altersvorsorge: Holen die Frauen auf?

Aus Ausgabe 1/2013

Berufstätige Frauen rechnen heute ebenso häufig mit Einkünften aus einer privaten Altersvorsorge wie Männer, so eine aktuelle Postbank Studie. Doch legen sie dafür monatlich immer weniger zur Seite. Tipp: Dank "Riester" spart der Staat auch für Minijobberinnen und Hausfrauen mit.

Frauen machen sich startklar für die Aufholjagd
Bild Nr. 1195a, Quelle: Postbank
© Brenda Carson

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Laut Postbank Studie erwarten 57 Prozent der berufstätigen Frauen Geld aus einer privaten Altersvorsorge – und ziehen damit mit den Männern gleich. 2011 waren es lediglich 46 Prozent. Die durchschnittliche monatliche Rate, die Frauen in die Vorsorge investieren, sank jedoch von 179 Euro auf 166 Euro. Männer geben hingegen 202 Euro im Monat für die private Rente aus (2011: 194 Euro). "Es überrascht nicht, dass Frauen deutlich weniger für die Vorsorge aufwenden als Männer", kommentiert Iris Laduch-Reichelt von der Postbank. "Frauen verdienen immer noch deutlich schlechter als ihre männlichen Kollegen – hierzulande erhält eine vollbeschäftigte Frau knapp 22 Prozent weniger Lohn als ein Mann. Außerdem unterbrechen sie ihre Erwerbstätigkeit häufiger oder nehmen sozialversicherungsfreie Teilzeitbeschäftigungen auf, um Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen", erläutert sie. Umso wichtiger ist es, bei der privaten Altersvorsorge staatliche Unterstützung zu nutzen: Im Rahmen der Riester-Rente leistet der Staat eine jährliche Grundzulage von 154 Euro sowie 185 Euro für jedes Kind, das vor 2008 geboren wurde, für später Geborene gibt es sogar 300 Euro. Auch Minijobberinnen können riestern, wenn sie auf ihre Versicherungsfreiheit in der gesetzlichen Rentenversicherung verzichten. Investiert beispielsweise eine geringfügig Beschäftigte mindestens 60 Euro im Jahr in einen Riester-Vertrag, erhält sie die Förderung. Hausfrauen profitieren ebenfalls mit diesem relativ geringen jährlichen Beitrag. Voraussetzung ist allerdings, dass ihr Ehemann bereits einen Riester-Vertrag abgeschlossen hat.

Kontakt

Iris Laduch-Reichelt

Iris Laduch-Reichelt
Pressesprecherin
iris.laduch-reichelt@postbank.de
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