Bargeldtransfer: So geht's sicher

Aus Ausgabe PD Extra - Sicherheit

Per Geldtransfer lässt sich Geld weltweit versenden und steht dem Empfänger in wenigen Minuten zur Verfügung. Damit sich dieser nicht als Betrüger entpuppt und mit dem Geld verschwindet, sollten Nutzer folgende Sicherheitstipps beachten.

Geldtransferdienste wie Western Union, der weltweit führende Anbieter, werden in Deutschland vor allem von Menschen genutzt, die ihre Familien im Ausland finanziell unterstützen. Aber auch beispielsweise beim Verlust des Portemonnaies im Urlaub oder für Geldgeschenke für die im Ausland studierenden Kinder kann dieser Service sehr hilfreich sein. So geht’s: Absender und Empfänger füllen jeweils ein Formular aus und legen einen Ausweis, zum Beispiel Reisepass oder Personalausweis, vor. Der Transaktion wird eine Referenznummer zugeteilt, die der Empfänger beim Abholen des Bargeldes angibt. Dann wird der Betrag innerhalb weniger Minuten transferiert. Doch das "schnelle Geld" lockt leider auch Betrüger an, die ihre Opfer mit perfiden Methoden zu Geldtransfers überreden. "Wir raten dringend davon ab, Geld an Unbekannte zu senden", warnt deshalb Michaela Geilen von der Postbank. "Vor allem dann, wenn die Adressaten auf einen raschen Transfer drängen, ist Vorsicht geboten."

Geldtransferdienste können helfen, wenn das Portemonnaie im Urlaub abhanden kommt.

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Vorsicht bei Schecks und verführerischen Angeboten

Eine verbreitete Betrugsmasche: Ein ausländischer Käufer meldet sich auf ein privates Inserat etwa für einen Autoverkauf. Ohne das Fahrzeug gesehen zu haben, will er es erwerben. Er schickt dem Verkäufer einen Scheck, der "versehentlich" auf eine deutlich höhere Summe ausgestellt ist, und bittet, den Mehrbetrag per Geldtransfer an ihn zurückzuschicken. Der Scheck wird von der Bank zunächst zwar eingelöst – nach der Prüfung erweist er sich aber als nicht gedeckt und wird von der Bank storniert. Hat der Verkäufer den vom Betrüger angeforderten Betrag in der Zwischenzeit bereits transferiert, ist das Geld unwiderruflich verloren. Eine andere Masche funktioniert so: Ein Verkäufer bietet eine Ware im Internet – meist zu einem sehr günstigen Preis – an. Als Anzahlung oder Liquiditätsnachweis verlangt er vom Käufer einen Geldtransfer an ein Familienmitglied des Käufers mit dem Hinweis, dass angeblich ein "Treuhandservice" angeboten wird. Der betrügerische Verkäufer lässt sich die Daten des Transfers schicken und holt den Betrag mit einem gefälschten Ausweis ab. Dann verschwindet er, die Ware wird nie übergeben. "Geldtransfers sollten nicht als Liquiditätsnachweis oder zur Zahlung per Vorkasse genutzt werden", erklärt Michaela Geilen. "Wir raten Kunden, die Informationen zu den Transfers genauso sicher aufzubewahren wie PIN-Nummern oder Passwörter und niemals an unbeteiligte Dritte weiterzugeben."

Sicherheitstipps

  • Senden Sie niemals Geld an Unbekannte oder Personen, die Sie nicht persönlich kennen.
  • Bezahlen Sie keine Einkäufe, etwa aus Online-Auktionen, mit Geldtransfers per Vorkasse.
  • Hüten Sie sich vor Geschäften oder Angeboten, die unrealistische Vorteile versprechen.
  • Gehen Sie bei überraschenden Lotto-Gewinnen oder Erbschaften nicht in Vorleistung.
  • Wenden Sie sich sofort an die Polizei, wenn Sie einen Betrug vermuten.
Tipp

In Zusammenarbeit mit der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes hat die Postbank eine Broschüre herausgegeben, die Informationen zu aktuellen Betrugsmaschen beinhaltet. Die Broschüre können Kunden ab Anfang Oktober kostenlos in den Postbank Finanzcentern erhalten.

Kontakt

Iris Laduch-Reichelt

Iris Laduch
Pressesprecherin
iris.laduch@postbank.de
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