Besser fahren – mit der passenden Finanzierung

Aus Ausgabe 2/2015

Beim Autokauf nehmen viele Verbraucher eine Finanzierung in Anspruch. Neben den Angeboten der Händler kommt auch ein Ratenkredit bei der Bank infrage. Beim Vergleich sollten Autokäufer nicht nur auf die Monatsrate achten, sondern die Gesamtkosten im Auge behalten.

Bild Nr. 1308, Quelle: Postbank
© Arne Trautmann

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Wie kann ich mein Auto möglichst günstig finanzieren? Diese Frage stellen sich viele Käufer von neuen oder gebrauchten Autos. Aktuelle Zahlen des Marktforschungsunternehmens Deutsche Automobil Treuhand zeigen: Zwei von drei Neuwagenkäufern nehmen einen Kredit auf oder leasen ihren Wagen. Bei Gebrauchtwagen wird gut ein Drittel der Käufe mit einem Kredit finanziert. Bei der Finanzierung können Autokäufer zwischen verschiedenen Alternativen wählen. "Welche Variante am günstigsten ist, hängt am Ende jedoch nicht nur vom Zinssatz ab", sagt Eva Geiser von der Postbank. Daher sollten sich Autokäufer vor dem Kauf mit den Vor- und Nachteilen der verschiedenen Finanzierungsmodelle vertraut machen.

Aktionskredit. Um den Absatz anzukurbeln, bieten Autohersteller zuweilen Kredite mit besonders niedrigen Zinssätzen an. Doch diese werden meist nur beim Kauf eines Neuwagens gewährt. Und: Wer einen Aktionskredit in Anspruch nimmt, bekommt oft weniger Zugeständnisse beim Preis oder bei der Extraausstattung.

Ballonkredit und Drei-Wege-Finanzierung. Beim Ballonkredit wird ein Teil der Kreditsumme erst am Ende der Laufzeit auf einen Schlag zurückgezahlt. Das führt zunächst einmal zu verlockend niedrigen Monatsraten. Wer allerdings bis zum Laufzeitende nicht genügend Geld angespart hat, muss dann einen neuen Kredit aufnehmen. Bei der Drei-Wege-Finanzierung kann der Kreditnehmer den Wagen am Ende auch zu einem zuvor bestimmten Restwert an den Händler zurückgeben und damit die Abschlusszahlung sparen. Weist das Fahrzeug jedoch Schäden auf oder sind mehr Kilometer als vereinbart auf dem Tacho, drohen Preisabzüge beim Rückkauf.

Bild Nr. 1307, Quelle: Postbank

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Ratenkredit. Autokäufer können auch einen ganz normalen Ratenkredit bei der Bank aufnehmen. Vorteil dabei: Der Kunde kann beim Händler als Barzahler auftreten und hat mit diesem Argument die besten Karten für die Preisverhandlung in der Hand. Fällt der Nachlass beim Kaufpreis höher aus als die zusätzlichen Zinsen, kann sich ein Ratenkredit sogar dann lohnen, wenn er teurer ist als beispielsweise ein Aktionskredit des Händlers.

Leasing. Wer sein Auto least, mietet es für einen vereinbarten Zeitraum und gibt es anschließend an den Leasinggeber zurück. Im Vergleich zur Kreditfinanzierung erscheinen die Monatsraten oft sehr günstig. Allerdings gibt es bei der Rückgabe kein Geld. Unter Umständen wird dann sogar eine Nachzahlung fällig, wenn die vereinbarte Kilometerleistung überschritten wurde oder das Auto ein paar Kratzer aufweist.

"Eine niedrige Monatsrate allein ist noch keine Gewähr für eine günstige Finanzierung", so das Fazit der Postbank Expertin Eva Geiser. Beim Vergleich sollten Autokäufer auch den Barzahlerrabatt, spätere Schlusszahlungen und mögliche Mehrkosten bei der Rückgabe berücksichtigen. Erst dann zeigt sich, mit welchem Angebot der Käufer am besten fährt.

Kontakt

Iris Laduch-Reichelt

Iris Laduch
Pressesprecherin
iris.laduch@postbank.de
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