Clever sparen für den Nachwuchs

Aus Ausgabe PD Extra – Sparen

Jeder dritte Sparer (33 Prozent) legt Geld für Kinder, Enkel oder Patenkinder zurück, so eine aktuelle Postbank Umfrage. Aber bitte nicht ins Sparschwein damit!

Je älter die Kinder, desto größer die Wünsche
Bild Nr. 1443, Quelle: Postbank
© ulkas78

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Führerschein, Auto und die Einrichtung für die erste eigene Wohnung: Wenn Kinder flügge werden, haben sie meist einige große und kostspielige Wünsche. Um diese erfüllen zu können, legt jeder dritte deutsche Sparer (33 Prozent) Geld für den Nachwuchs zurück. Das ergibt eine aktuelle TNS-Emnid-Umfrage im Auftrag der Postbank. Wer für die Sprösslinge vorsorgt, nutzt überdurchschnittlich häufig ein Sparkonto (38 Prozent), einen Bausparvertrag (31 Prozent) oder eine Lebensversicherung (29 Prozent). Fonds und Aktien sind hingegen nicht sehr beliebt: Nur 21 Prozent derjenigen, die Rücklagen für Familienangehörige bilden, legen das Geld an der Börse an, der Durchschnitt liegt bei 24 Prozent. 29 Prozent der Befragten heben die Ersparnisse sogar lieber zu Hause auf. Zu unsicher erscheint das Auf und Ab der Börsenkurse, um Tauf- und Geburtstagsgelder der Kinder anzulegen. „Wenn man frühzeitig mit dem Sparen für den Nachwuchs startet und die Ersparnisse nicht zu einem fixen Termin ausgezahlt werden müssen, sind Wertpapiere eine gute Möglichkeit, Gewinne oberhalb der Inflationsgrenze zu erwirtschaften. Empfehlenswert ist der Kauf von Anteilen an einem Investment- oder ETF-Fonds – damit gehen Anleger ein überschaubares Risiko ein“, empfiehlt Karsten Rusch von der Postbank.

Bild Nr. 1444, Quelle: Postbank
© Zlatan Durakovic

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Ein Fonds besteht aus zahlreichen Einzelaktien, die das Risiko für den Anleger streuen. Im Falle eines ETF spiegelt die Zusammensetzung einen bestimmten Index wider – zum Beispiel den Deutschen Aktienindex oder Aktien der weltweit erfolgreichsten Unternehmen. Beim Kauf von ETF-Anteilen setzen Anleger also auf eine positive Marktentwicklung und nicht – wie bei einem aktiv gemanagten Investmentfonds – auf das Geschick eines Fondsmanagers. Anteile an einem Fonds können Sparer auch über einen Sparplan erwerben. Dies ist bereits ab 25 Euro im Monat möglich. Ein weiterer Vorteil: „Ein Fondssparplan ist flexibel, man kann die Höhe der Zahlungen variieren, zeitweilig aussetzen und den Plan zu einem beliebigen Zeitpunkt kündigen“, sagt Karsten Rusch. Wer Geld an der Börse investieren will, benötigt ein Depot und ein Anlagekonto. Eltern können es auf den Namen des Kindes abschließen – dann bleiben Kapitalerträge von bis zu 9.600 Euro im Jahr steuerfrei. Liegen die monatlichen Einnahmen des Kindes allerdings über 425 Euro (im Falle einer geringfügigen Beschäftigung über 450 Euro), fliegt es aus der kostenlosen gesetzlichen Krankenversicherung. Eltern und Großeltern sollten zudem bedenken, dass der Sprössling nach dem 18. Geburtstag völlig frei über seine Ersparnisse verfügen kann, wenn er selbst Kontoinhaber ist. Ein Grund mehr, den Nachwuchs zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Geld zu erziehen.

Informationen zur Studie:

In einer telefonischen, repräsentativen Mehrthemenbefragung im August 2017 interviewte TNS Emnid im Auftrag der Postbank 1.001 Befragte ab 16 Jahren.

Kontakt

Iris Laduch-Reichelt

Iris Laduch-Reichelt
Pressesprecherin
iris.laduch-reichelt@postbank.de
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