Wertpapiere als Altersvorsorge

Aus Ausgabe 1/2020

Auch wenn die Deutschen eher auf den Lottogewinn hoffen, als auf Kapitalerträge durch Börseninvestments zu vertrauen – wer im Zinstief Vermögen aufbauen will, für den ist die Geldanlage in Wertpapieren nahezu alternativlos. Die Altersvorsorge bildet dabei keine Ausnahme.

Ein langer Anlagehorizont federt Kursschwankungen einer Wertpapieranlage ab
Bild Nr. 1554, Quelle: Postbank
© Jochen Manz

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Viele Deutsche hegen eine gewisse Skepsis, was die Geldanlage in Wertpapieren betrifft. Eine Kantar-Umfrage im Auftrag der Postbank ergab, dass mehr Bundesbürger darauf vertrauen, ein Vermögen in einer Lotterie zu gewinnen, als es durch eine Wertpapieranlage aufzubauen. Während jeder Fünfte (19 Prozent) meint, dass er ein Vermögen von 500.000 Euro am ehesten im Lotto gewinnen kann, glauben lediglich sieben Prozent daran, diese Summe mit Aktien und Fonds schaffen zu können. „Der Glaube an den Lottogewinn ist völlig realitätsfern“, meint Katrin Chrambach von der Postbank. „Die Chancen auf sechs Richtige sind verschwindend gering und liegen bei knapp eins zu 16 Millionen.“ Zum Vergleich: Die Wahrscheinlichkeit, von einem Blitz getroffen zu werden, beträgt eins zu sechs Millionen. „Seriöser und vor allem erfolgversprechender ist dagegen die Vermögensbildung, die auch Wertpapiere als Baustein miteinbezieht“, sagt die Fondsexpertin der Postbank. Laut Daten des Fondsverbandes BVI beträgt die durchschnittliche jährliche Rendite eines Fonds mit deutschen Aktien über einen Zeitraum von 25 Jahren rund sieben Prozent.

Fondsrente spart Steuern

Soll langfristig Kapital aufgebaut werden – etwa für die Altersvorsorge – ist ein Fondssparplan ideal. Auch der Bundesverband der Verbraucherzentralen kommt in einer aktuellen Stellungnahme zu dem Schluss, dass sich „eine breit gestreute Anlage in Aktien für die Altersvorsorge lohnen und beträchtliche Renditen ermöglichen würde“. Beim Fondssparen im Rahmen einer Rentenversicherung investieren Sparer entweder einen einmaligen Betrag oder monatlich eine feste Summe in den Vertrag. Zum Rentenbeginn wird das angesparte Kapital ausgezahlt, je nach Vereinbarung als lebenslange Rente oder als Einmalzahlung. „Der Anleger erhält zwar keine Garantie für eine Mindestrente, aber die Chance auf eine erfolgreiche Entwicklung und damit Wertsteigerung des Fonds“, erklärt die Postbank Expertin. „Wertpapiere sollten im Sinne der Risikostreuung immer nur einen Teil der Altersvorsorge ausmachen. Sinnvoll für Anleger ist es auch, möglichst früh mit der Investition zu starten, um Kursschwankungen abzufedern. Eine Laufzeit von mindestens 30 Jahren ist ideal.“ Vorteil: Erträge aus der Rentenversicherung sind steuerbegünstigt. „Bei Verträgen, die ab 2005 abgeschlossen wurden, sind 50 Prozent der Erträge steuerfrei, wenn der Vertrag mindestens zwölf Jahre besteht und er erst ab Vollendung des 60. Lebensjahres endet. Zur Hälfte steuerbefreit sind auch ab 2012 geschlossene Verträge – bei einer Mindestlaufzeit von zwölf Jahren und einer Auszahlung ab Vollendung des 62. Lebensjahres“, erläutert Katrin Chrambach. „Während der Ansparphase müssen Anleger keine Steuern abführen und können vom Zinseszinseffekt profitieren.“ Dagegen fallen auf sonstige Kapitalerträge – abzüglich des Sparerpauschbetrags – die Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer an.

Informationen zur Umfrage:

In einer telefonischen, repräsentativen Mehrthemenbefragung im September 2019 interviewte Kantar Emnid im Auftrag der Postbank 996 Befragte ab 16 Jahren.

Kontakt

Iris Laduch-Reichelt

Iris Laduch
Pressesprecherin
iris.laduch@postbank.de
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