Meilensteine des Online-Bankings

Geschichte

Onlinebanking

Der Fernseher bringt die Bank ins Wohnzimmer

Online-Banking ist heute so selbstverständlich wie eShopping, Musikdownloads oder der Informationsaustausch durch eMails. Wer hätte aber gedacht, dass die Geburtsstunde des heutigen Online-Bankings, im Gegensatz zu vielen anderen Internetaktivitäten, schon mehr als 25 Jahre zurückliegt?

Christian Schwarz-Schilling mit Eric Danke und Postillion auf der IFA 1983 in Berlin

Startschuss auf der IFA

Möglich machte es ein neues Medium in Deutschland: der Bildschirmtext (Btx) – 1974 in Großbritannien als „Viewdata“ entwickelt. Den offiziellen Startschuss zu diesem Verfahren gab der ehemalige Postminister Christian Schwarz-Schilling 1983 auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin.

Startschuss auf der IFA 1983 (für mehr Infos bitte klicken)

Die ersten BTX-Geräte - Von den Besuchern wurde die neue Technik aufmerksam studiert

Die ersten BTX-Geräte
Von den Besuchern wurde die neue Technik aufmerksam studiert.

Basierend auf der neuen Technik des Bildschirmtextes startete die Deutsche Post unter der technischen Federführung von Eric Danke einen Feldversuch, um die Möglichkeit der Kontoführung mit diesem System zu testen.

Was heute wie Stoff aus einem veralteten Science Fiction-Streifen anmutet, war damals eine revolutionäre Technologie: Daten wurden per Telefonleitung mit einer Geschwindigkeit von 1.200 bit pro Sekunde übermittelt und auf dem heimischen Fernsehbildschirm sichtbar gemacht.

Damals erfreuten sich drei Bereiche bei den „Btx-Teilnehmern“ besonderer Beliebtheit:

  1. Das Informationsangebot der Presse,
  2. die Bestellmöglichkeiten des Versandhandels und der Reiseveranstalter und
  3. das Serviceangebot der Postbank, die zu den Pionieren unter den Banken und Sparkassen zählte.

Postgirokunden – wie man sie seinerzeit noch nannte – konnten erstmals bequem von zu Hause Überweisungsaufträge erteilen und Kontostände abrufen – ohne dafür einen Beleg auszufüllen oder eine Filiale aufzusuchen.

Um sich vor Dritten zu schützen, entwickelte man ein spezielles Sicherungssystem, das in Grundzügen noch heute gilt: Mit Kontonummer und einer persönlichen Identifikationsnummer (PIN) erhält der Kunde Zugang zu seinem Konto. Darüber hinaus konnte er mit einer einmal gültigen Transaktionsnummer (TAN), die seine eigenhändige Unterschrift ersetzte, den Auftrag zur Bearbeitung freigeben.

Die frühen Jahre

Die Bundespost hatte die Oberhoheit über die neue Technologie - jeder Anbieter durfte in dem System Inhalte bereitstellen. Thematisch reichten die kostenpflichtigen Seiten von Grußkarten über die Fahrplanauskunft der Bahn bis zu erotischen Inhalten. Die Deutsche Post nahm mit ihrem Angebot „Btx-Postgiro“ eine Vorreiterstellung ein. Der Kunde konnte praktisch über ein elektronisches 24-Stunden-Konto verfügen - das heißt von zu Hause aus beispielsweise Überweisungen erteilen und Kontostände abrufen.

1994 feierte die Postbank ihren 300.000. Online-Kunden. Sehr bald wurde das inzwischen T-Online genannte Verfahren von einer revolutionierenden Technik in den Schatten gestellt – das Internet hielt immer mehr Einzug. Im Juli 2005 wurde das BTX-System endgültig eingestellt.

  • "(BTX)…dürfte einen stärkeren Wandel in der Alltagskultur einleiten als die Ausweitung von Fernsehprogrammen..." (Helmut Kromrey; Bochumer Medienforscher; 1983
  • „ ...Gemütlich bei einem Glas Bier die Bankgeschäfte von zu Hause aus erledigen ist nun kein Problem mehr...“ (Nordhäuser Wochen Chronik;
    30.09.92; Gemütlich bei einem Glas Bier)
Frühes Homebanking

Aufbruch ins Internet

Die Öffentlichkeit nahm die Btx-Technologie sehr zurückhaltend auf – die Kundenzahlen wuchsen nur allmählich. In elf Jahren stieg die Zahl der Kunden, die das Btx-Angebot der Postbank nutzten, auf lediglich 300.000. Doch plötzlich ging die Entwicklung in großen Schritten voran. Denn nachdem die Deutsche Telekom 1995 den Btx-Dienst in T-Online umbenannte, warf eine noch spektakulärere Technologie ihre Schatten voraus und stand in den Startlöchern: Das Internet.

Aufbruch ins Internet (für mehr Infos bitte klicken)

Der Durchbruch kam mit dem Web

BTX Anlage

Bildschirmtext-Telefon in den Neunzigern

Via Bildschirm und Tastatur konnte man im Homebanking sein Girokonto bedienen.

Den Durchbruch in der Bevölkerung schaffte das Online-Banking im Internet. So startete beispielsweise die Postbank ihre Homepage im Jahr 1996.

Auf www.postbank.de informierte die Bank damals im ersten Schritt über die Produkte und das Unternehmen.

Nur zwei Jahre später, im Januar 1998, bot die Postbank als erste Bank in Deutschland das browserbasierte Online-Banking im Internet auf Basis der 128-Bit-Verschlüsselung an. Nun stieg die Zahl der Online-Neukunden rasant. Ein halbes Jahr nach Einführung ihrer Webpräsenz hatte sich der Bestand fast verdoppelt und die Postbank begrüßte den 500.000 Online-Kunden.

Heute hat sich diese Zahl auf rund 4,5 Millionen erhöht. Tendenz steigend.

Das Online-Banking ist heute fester Bestandteil des Alltags. Mit 3,7 Millionen Online-Konten ist die Postbank einer der Marktführer im Bereich des Online-Bankings.

Neben dem optimalen und innovativem Service hat es sich die Postbank zur Aufgabe gemacht, das Online-Banking für seine Kunden so sicher wie nur möglich zu gestalten.

Die Postbank – als Pionier von Anfang an dabei – hat seitdem die Entwicklung vom Btx zum Online-Banking per Internet wesentlich beeinflusst. Noch heute setzt sie dabei Maßstäbe – insbesondere in punkto Sicherheit.

  • “ Verspüren Sie als PC-Anwender nicht auch manchmal den Drang durch Ihr digitales Arbeitsgerät mit der Außenwelt in Kontakt zu treten?“ (PC Connection; 2/94 ; Datenmarkt für Jedermann)
  • „Dieser Dienst (Btx) legte den Grundstein für eine völlig neue Dienstleistungswelt, lange vor dem Internet.“ (Die Welt,Ulrich Clauss,19.12.01, "Online" war Deutschland schon früh)

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Online Banking mit mobileTAN

Die mobileTAN der Postbank

Durch die Kanaltrennung von PC und Handy erschwert sie Betrügern das Handwerk. Durch die Anzeige von Betrag und Empfängerkontonummer sieht der Kunde sofort, ob die Überweisung verändert wurde.

Der Schlüssel zum Erfolg war der einfache und sichere Zugang zum Internet. Dafür sorgten neben PIN und TAN eine 128-Bit-Verschlüsselung durch den Browser sowie eine Firewall, die den Bankrechner gegen Angriffe von außen schützte. Doch mit der stark fortschreitenden Entwicklung des Internets rief das Online-Banking auch Cyberkriminelle auf die Bildfläche. Eine Betrugsmasche, die heute unter dem Namen „Phishing“ bekannt ist, machte im Sommer 2004 erstmals Schlagzeilen: Um Zugriff auf fremde Konten zu bekommen, forderten Betrüger mit gefälschten eMails und fadenscheinigen Begründungen Bankkunden auf, PINs und Transaktionsnummern mitzuteilen.

Die Postbank schnürte ein umfangreiches Sicherheitspaket und startete Gegenmaßnahmen. Den Anfang machte ein für die Kunden frei wählbares Überweisungslimit. Kurz danach löste die iTAN die herkömmliche TAN ab. Bei der iTAN (indizierte TAN) ist nur eine bestimmte, vom System vorgegebene (indizierte) TAN von der Liste des Kunden für die Überweisung gültig. Es folgte die Einführung der mTAN (mobile TAN), die der Kunde per SMS auf sein Handy geschickt bekommt. Diese TAN ist nur für eine bestimmte Überweisung und für einen kurzen Zeitraum gültig.

Besonders wichtig für die Sicherheit ist der Kontakt zum Kunden. Für die Fragen ihrer Kunden rund um die Sicherheit beim Online Banking stellt die Postbank eine kostenlose Sicherheitshotline unter 0800-100 8906 sowie eine E-Mail-Adresse unter missbrauch@postbank.de zur Verfügung. Ihr Wissen können die Kunden mit der von der Postbank entwickelten interaktiven Guided-Tour auf ihrer Website testen und erweitern. Für diese Maßnahmen konnte die Postbank aktuell Auszeichnungen entgegennehmen: Bei einem Sicherheitstest vom Internetportal tecChannel.de erreichte sie unter 20 Banken den ersten Platz. Ferner wurde sie Gesamtsieger beim diesjährigen Chip-Bankentest 07/2008. Sie überzeugte die Tester sowohl in puncto Sicherheit als auch mit ihrem umfangreichen Leistungsangebot.

Als führende Online-Bank hat die Postbank eine Vorreiterrolle übernommen und im Jahr 2004 das Handy zur Bankfiliale für unterwegs gemacht. Seither können Postbank Kunden ihre Bankgeschäfte auch per Handy erledigen, zum Beispiel Geld überweisen oder ihren Kontostand abfragen. Das Mobile-Banking ergänzt das erfolgreiche Online-Banking und setzt den Trend fort, unabhängig von Öffnungszeiten zu sein.

Wesentlichen Anteil am Erfolg hat mehr und mehr der Service. Kunden der Postbank können sich den nächstgelegenen Geldautomaten der Cash-Group oder das nächstgelegene Postbank Finanzcenter auf ihrem Handy anzeigen lassen. Außerdem werden sie auf Wunsch via eMail oder SMS über Änderungen beim Giro- oder Depotkonto benachrichtigt.