2012

Reicht Ihr Einkommen zum Leben aus?

Presseinformation vom 09.11.2012

Und wenn nicht – wären Sie bereit, neben Ihrem Beruf einen Job anzunehmen? Jeder siebte deutsche Berufstätige jobbt nebenbei. Vor allem im Westen arbeitet man lieber noch nach Feierabend, als sich finanziell einzuschränken.

Bild Nr. 1171
Quelle: Postbank

Download Bild-Datei (JPG, 1,1 MB)

Nicht nur Schüler, Studenten, Hausfrauen und Rentner verdienen mit einem Nebenjob ein paar Euro dazu. Auch rund 14 Prozent der Berufstätigen üben eine bezahlte Nebentätigkeit aus. Während die eine Hälfte von ihnen zwingend auf das zusätzliche Geld angewiesen ist, erfüllt sich die andere Hälfte damit den einen oder anderen Wunsch, so die Ergebnisse einer aktuellen Emnid-Umfrage im Auftrag der Postbank.

Insgesamt sieht die finanzielle Situation der Deutschen nicht rosig aus: Gut ein Drittel (36 Prozent) gibt an, seinen Lebensunterhalt entweder nicht finanzieren zu können oder sich zumindest einschränken zu müssen, um über die Runden zu kommen. Ein weiteres Drittel (34 Prozent) ist auf die Unterstützung von Lebenspartner oder Familie angewiesen. Den übrigen (30 Prozent) reicht ihr alleiniges Einkommen aus.

Vor allem die Menschen in den neuen Bundesländern haben mit einem knappen Budget zu kämpfen: 37 Prozent der Ostdeutschen müssen sich finanziell einschränken, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, im Westen sind es „nur“ 19 Prozent. „Während man im Osten meist Abstriche beim Konsum macht, wenn das Geld nicht reicht, nehmen viele Westler einen Nebenjob an, um das fehlende Einkommen auszugleichen“, erläutert Tobias Wolff von der Postbank. Laut Umfrage üben 14 Prozent der Westdeutschen eine bezahlte Nebentätigkeit aus, im Osten ist der Anteil lediglich halb so hoch (sieben Prozent).

Wer sich für einen Job neben seinem Hauptberuf entscheidet, muss zunächst prüfen, ob sein Chef damit einverstanden ist. Viele Arbeitsverträge räumen dem Arbeitgeber das letzte Wort bei der Wahl der Nebentätigkeit ein, einige schließen eine Aufnahme sogar grundsätzlich aus. „Bis zu 400 Euro kann man neben dem Hauptberuf im Rahmen einer sogenannten geringfügigen Beschäftigung steuerfrei hinzuverdienen“, erklärt Tobias Wolff. Dabei darf die Gesamtarbeitszeit im Haupt- und Nebenjob allerdings in der Regel 48 Stunden in der Woche nicht überschreiten. Die Sozialabgaben für die Nebenbeschäftigung trägt allein der Arbeitgeber.

„Wer noch einen weiteren Minijob ausüben will, benötigt dafür aber eine zweite Steuerkarte. Der zusätzliche Verdienst wird hier mit dem Einkommen aus dem Hauptberuf zusammengerechnet und versteuert. Darauf werden dann Sozialversicherungsbeiträge erhoben. Lediglich die Arbeitslosenversicherung entfällt auch für den zweiten Nebenerwerb“, so der Postbank Experte.

Bild Nr. 1172; Quelle: Postbank

Download Bild-Datei (JPG, 384 KB)

Kontakt

Iris Laduch-Reichelt

Iris Laduch-Reichelt
Pressesprecherin
iris.laduch-reichelt@postbank.de
Download JPG