Postbank erzielt solides Ergebnis in schwierigem Umfeld

Presseinformation vom 14.11.2012
  • Vorsteuerergebnis im dritten Quartal 146 Millionen Euro (2011: -132 Millionen)
  • Ergebnis vor Steuern steigt in den ersten neun Monaten deutlich auf 393 Millionen Euro (2011: 12 Millionen Euro)
  • Wachsendes Neugeschäft in wichtigen Produktbereichen 
  • Risiken verringert, Kapitalposition gestärkt

Die Deutsche Postbank AG hat in den ersten neun Monaten 2012 ein Ergebnis vor Steuern von 393 Millionen Euro erzielt, nach 12 Millionen Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Gewinn nach Steuern lag bei 329 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 6 Millionen Euro). Das Vorsteuerergebnis des dritten Quartals betrug 146 Millionen Euro (Vorjahresquartal: -132 Millionen Euro). „Dieses solide Ergebnis verdanken wir angesichts des schwierigen Zinsumfelds verschiedenen Faktoren. Wir haben unser Kundengeschäft in wichtigen Bereichen bei sinkenden Kosten ausgebaut. Die Kapitalmarktrisiken der Bank haben wir weiter vermindert und unsere Eigenkapitalposition verbessert. Schließlich haben wir die Integration in den Deutsche Bank Konzern vorangetrieben“, betont Frank Strauß, der Vorstandsvorsitzende der Bonner Bank.

Im Kundengeschäft ist die Postbank gut vorangekommen. Das Ratenkreditneugeschäft stieg gegenüber dem Vorjahr um knapp 15 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro. Auch in der privaten Baufinanzierung hat die Bank ihr Wachstum fortgesetzt. Einschließlich ausgezahlter Bauspardarlehen stieg das Neugeschäft der ersten drei Quartale gegenüber dem Vorjahr um 10 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro. Der Bestand privater Baufinanzierungen wuchs dadurch auf 74,2 Milliarden Euro, ein Plus von 0,2 Milliarden gegenüber dem Jahresende. Sehr erfolgreich ist auch das Anfang Oktober gestartete Gold-Sparen. Allein mit diesem Produkt, das Sparer an steigenden Goldpreisen beteiligt, konnte die Bank seit dem Start über 300 Millionen Euro Spareinlagen erzielen.

Ihre kapitalmarktbezogenen Risiken hat die Postbank weiter abgebaut und ihre Kernkapitalquote gegenüber dem Jahresende 2011 um 0,5 Prozentpunkte auf 11,3 Prozent gesteigert. Das Engagement in griechischen Staatsanleihen hat sie im dritten Quartal vollständig aufgelöst.

Ihre Kosten hat die Postbank gesenkt. Der Verwaltungsaufwand der ersten drei Quartale lag 6,5 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres, der durch Sondereffekte gekennzeichnet war. Zugleich macht die Postbank bei der Integration in den Deutsche Bank Konzern gute Fortschritte. Seit Anfang November nutzen beide Häuser in mehreren Bereichen die gleiche Kernbanken-Software. Damit ist ein weiterer Meilenstein zum Bau der gemeinsamen Technologie- und Abwicklungsplattform „Magellan“ erreicht. Der Verkauf des Asset Managements der Postbank an die DWS-Gruppe ist im dritten Quartal wie geplant abgeschlossen worden.

Erfolgsrechnung

Der Zinsüberschuss blieb in den ersten neun Monaten 2012 mit 2.052 Millionen Euro um 105 Millionen Euro hinter dem vergleichbaren Vorjahreswert zurück. Diese Entwicklung ist maßgeblich auf das weiterhin sehr niedrige Zinsumfeld zurückzuführen.

Das Handelsergebnis in den ersten drei Quartalen 2012 betrug –71 Millionen Euro und verringerte sich damit gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert um 72 Millionen Euro.

Das Finanzanlageergebnis belief sich auf 27 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr ein Minus von 449 Millionen Euro entstanden war.

Der Provisionsüberschuss der ersten neun Monate 2012 lag bei 880 Millionen Euro und damit erwartungsgemäß unter dem vergleichbaren Vorjahreswert von 951 Millionen Euro.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft betrug 286 Millionen Euro und blieb damit nahezu unverändert auf dem Niveau der ersten neun Monate des Jahres 2011 (281 Millionen Euro). Die stabile Entwicklung ist auf die solide Portfoliostruktur im Bereich der internationalen gewerblichen Immobilienfinanzierung sowie das Privatkundenkreditgeschäft mit seinem signifikanten Anteil an hoch besicherten deutschen Immobilienfinanzierungen zurückzuführen.

Der Verwaltungsaufwand lag nach den ersten drei Quartalen 2012 bei 2.210 Millionen Euro (Vorjahr: 2.363 Millionen Euro).

Bilanzentwicklung

Die Bilanzsumme der Postbank stieg leicht auf 199,1 Milliarden Euro am 30. September 2012, nachdem sie zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres bei  192,0 Milliarden Euro gelegen hatte und bei 196,5 Milliarden Euro am 30. Juni 2012.

Das bilanzielle Eigenkapital wuchs gegenüber dem Jahresende 2011 um 429 Millionen Euro auf 6.138 Millionen Euro. Die Kernkapitalquote betrug 11,3 Prozent.

Ausblick

Die Postbank geht weiterhin davon aus, dass sie im laufenden Geschäftsjahr und darüber hinaus deutlich positive Ergebnisse erwirtschaften und ihre Marktstellung im Geschäft mit Privat-, Geschäfts- und Firmenkunden ausbauen wird. Den Abbau bilanzbezogener Risiken will die Bank im vierten Quartal planmäßig vorantreiben.

 

Weitere Informationen finden Sie hier.

Kontakt

Joachim Strunk

Joachim Strunk
Bereichsleiter Konzernkommunikation
joachim.strunk@postbank.de
Download JPG

Kontakt

Hartmut Schlegel

Hartmut Schlegel
Pressesprecher
hartmut.schlegel@postbank.de
Download JPG