2013

Ehrenamtlich Steuern sparen

Presseinformation vom 31.01.2013

Soziales Engagement zahlt sich aus – und bei den Einnahmen kommt einem der Fiskus sogar entgegen. Denn die Aufwandsentschädigungen für nebenberufliche Tätigkeiten sind bis zu bestimmen Höchstbeträgen steuerfrei.

Wer Gutes tut, wird vom Finanzamt belohnt
Bild Nr. 1173, Quelle: Postbank

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Jeder achte Deutsche (13 Prozent) übt aus Interesse oder Freude an der Sache eine nebenberufliche Tätigkeit aus – und das zum großen Teil sogar ehrenamtlich. Das hat eine aktuelle Emnid-Umfrage im Auftrag der Postbank ermittelt. Unter den 60-Jährigen ist es sogar jeder Sechste (16 Prozent). Wer zum Beispiel als Trainer, Ausbilder, Erzieher oder Betreuer tätig ist, kann von der sogenannten Übungsleiterpauschale profitieren und pro Jahr 2.400 Euro steuerfrei dazuverdienen. Diese Übungsleiterpauschale steht nicht nur Trainern in einem Sportverein zu, wie der Name vielleicht vermuten lässt. Auch die Spanischlehrerin in der Volkshochschule, der Leiter einer Jugendgruppe oder die Betreuerin im Feriencamp – sie alle profitieren von der Übungsleiterpauschale. Voraussetzung ist allerdings, dass man im Nebenjob pädagogisch oder lehrend tätig ist. Seit 2011 können auch ehrenamtliche rechtliche Betreuer, Vormünder und Pflegschaften diesen Freibetrag nutzen. Erfreulich ist, dass die Einnahmen bis zur Höhe von 2.400 Euro nicht nur steuerfrei sind, sondern auch beitragsfrei. Die Übungsleiterpauschale wird auch zusätzlich zu anderen Steuerbefreiungen gewährt. Sogar Werbungskosten können im Zusammenhang mit dem Nebenjob geltend gemacht werden. "Viele wissen nicht, dass sie im Zusammenhang mit ihrer Nebentätigkeit auch Werbungskosten absetzen können", sagt Isabell Gusinde von der Postbank. "2.400 Euro berücksichtigt das Finanzamt pauschal und ohne weiteren Beleg von Werbungskosten. Wer mehr Werbungskosten in Abzug bringen möchte, muss dafür aber Belege über die gesamte Höhe beim Fiskus einreichen."

Allgemeiner Freibetrag

Wer einen Nebenjob im gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Bereich ausübt, dabei aber nicht lehrend oder pädagogisch tätig ist, kann ebenfalls steuerfrei dazuverdienen. Allerdings nur 720 Euro pro Jahr. Dies gilt zum Beispiel für Jobs als Kassen- oder Hallenwart bei einem Verein, für das ehrenamtliche Betreuen der Cafeteria im Gemeindezentrum oder für den Einsatz als Schiedsrichter beim Handball. "Dafür kann die nebenberuflich tätige Person die sogenannte Ehrenamtpauschale in Höhe von 720 Euro pro Jahr geltend machen", erklärt Isabell Gusinde. "Diese Pauschale darf allerdings nicht für dieselbe Tätigkeit mit der Übungsleiterpauschale oder einer Aufwandsentschädigung aus öffentlichen Kassen kombiniert werden."

Hinweis

Wer selbst aktiv werden möchte und ein Betätigungsfeld in seiner näheren Umgebung sucht, kann im Netzwerk "Doogood" fündig werden. Hier sind rund 60.000 soziale Institutionen, Vereine und Gemeinden registriert, die ehrenamtliche Unterstützung benötigen: www.doogood.org

Kontakt

Iris Laduch-Reichelt

Iris Laduch-Reichelt
Pressesprecherin
iris.laduch-reichelt@postbank.de
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