2013

Postbank steigert Gewinn im ersten Halbjahr

Presseinformation vom 14.08.2013
  • Konzerngewinn 256 Millionen Euro (1. Hj. 2012: 189 Millionen Euro)
  • Wachsendes Neugeschäft in zentralen Produktbereichen
  • Harte Kernkapitalquote steigt auf 10,2 Prozent (Ende 2012: 9,0 Prozent)

Die Deutsche Postbank AG hat das erste Halbjahr 2013 mit einem Gewinn von 256 Millionen Euro abgeschlossen. Gegenüber dem Vorjahr (189 Millionen Euro, Vorjahreszahlen angepasst) hat sie ihren Konzerngewinn um 35 Prozent gesteigert. Dabei profitierte sie von stabilen Erträgen und ihrem guten Kostenmanagement. "Besonders erfreulich ist der kräftige Ausbau unseres Kundengeschäftes", unterstreicht Frank Strauß, der Vorstandsvorsitzende der Bonner Bank. "Vor allem im Kreditgeschäft und im Online-Bereich haben wir gute Fortschritte gemacht. Dadurch konnte die Postbank sich in der anhaltend schwierigen Niedrigzinsphase erfolgreich behaupten." Ihre Kapitalmarktrisiken hat die Bank im ersten Halbjahr weiter verringert und ihre harte Kernkapitalquote deutlich auf 10,2 Prozent gesteigert (Jahresende 2012: 9,0 Prozent). Die Bilanzsumme sank gegenüber dem Jahresende 2012 um 10,6 Prozent auf 168 Milliarden Euro.

Ihr Geschäft mit Privat-, Geschäfts- und Firmenkunden hat die Postbank weiter ausgebaut. Ein Schwerpunkt war das Kreditgeschäft: Für private Bauvorhaben nahmen die Kunden der Bank bis Mitte 2013 inklusive ausgezahlter Bauspardarlehen Finanzierungsmittel von rund 4,6 Milliarden Euro auf, 4,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch das Neugeschäft mit Ratenkrediten konnte die Postbank steigern. Es stieg gegen den Markttrend im Vergleich zum ersten Halbjahr 2012 um knapp 23 Prozent auf rund 990 Millionen Euro. Besonders erfreulich: Mehr als ein Drittel der Ratenkredite wurde bereits über das Internet vertrieben. Bei den privaten Girokonten lag der Online-Anteil am Neugeschäft bei gut 25 Prozent. Darin zeigt sich die besondere Attraktivität des Online-Angebots der Bank. Sie wird bestätigt durch unabhängige Rankings, in denen die Postbank regelmäßig Spitzenplätze belegt. Im Juli wurde die Postbank von der Zeitschrift Chip als "beste Online-Bank" ausgezeichnet. Und im Februar kürte Focus Money das Online-Banking der Postbank zum Gesamtsieger unter 25 Geldhäusern.

Erfolgsrechnung

Die Gesamterträge des ersten Halbjahres erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 6,4 Prozent auf 2.023 Millionen Euro.

Der Zinsüberschuss ging wie erwartet von 1.382 Millionen Euro im Vorjahr auf 1.235 Millionen Euro zurück. Die Hauptursache dafür war der bekannte Verkauf der PB (USA) Holdings mit Ablauf des Jahres 2012. Die PB Capital Corporation trug daher nicht mehr zum Zinsergebnis bei.

Das Handelsergebnis verbesserte sich von -48 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2012 auf -20 Millionen Euro.

Das Ergebnis aus Finanzanlagen stieg auf 251 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2012: –17 Millionen Euro). Es beinhaltet Entkonsolidierungs- und sonstige Effekte aus dem Verkauf der amerikanischen Tochtergesellschaften an die Deutsche Bank AG mit Wirkung zum 1. Januar.

Der Provisionsüberschuss verringerte sich um 4,8 Prozent auf 557 Millionen Euro. Die Ursachen dafür sind vor allem die Aussetzung von Bearbeitungsgebühren bei Ratenkrediten sowie leicht rückläufige Erträge aus dem Postdienstleistungsgeschäft der Filialen.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft verbesserte sich nochmals um 56 Millionen Euro auf 137 Millionen Euro.

Der Verwaltungsaufwand stieg im Berichtszeitraum aufgrund einer Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 180 Millionen Euro auf 1.657 Millionen Euro, nach 1.463 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2012. Dazu kamen integrationsbedingte Aufwendungen für personalbezogene Rückstellungen in Höhe von 61 Millionen Euro. Ohne diese Effekte hätte der Verwaltungsaufwand nahezu auf Vorjahresniveau gelegen.

Der Saldo der Sonstigen Erträge und Aufwendungen betrug 13 Millionen Euro nach 5 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2012.

Das Ergebnis vor Steuern lag bei 242 Millionen Euro, nach 251 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2012.

Der Konzerngewinn betrug 256 Millionen Euro, nach 189 Millionen Euro im Vorjahr.

Bilanzentwicklung

Die Bilanzsumme der Postbank lag zum 30. Juni 2013 bei 168,0 Milliarden Euro nach 188,0 Milliarden Euro zum Jahresende. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Veräußerung und Entkonsolidierung der PB (USA) Holdings, Inc.-Gruppe zurückzuführen.

Ihre Finanzanlagen hat die Postbank gegenüber dem Jahresende 2012 um weitere 3,7 Milliarden Euro auf 33,3 Milliarden Euro verringert. Die hierin enthaltenen Bestände an strukturierten Kreditprodukten (SCP) und High-Yield-Anleihen hat sie nahezu vollständig abgebaut.

Die Core Tier 1 Ratio (harte Kernkapitalquote, bezogen auf das Basel-II-Kernkapital ohne Hybridinstrumente) stieg gegenüber dem Jahresende 2012 von 9,0 Prozent auf 10,2 Prozent am Ende des ersten Halbjahrs 2013. Wesentlichen Anteil daran hat der beschleunigte Abbau von Kapitalmarktrisiken.

Die Tier 1 Ratio (Kernkapitalquote) ging dagegen wie erwartet von 12,0 Prozent zum Jahresende 2012 auf 10,2 Prozent zurück. Dies ist auf den im Geschäftsbericht 2012 beschriebenen Verkauf der Deutsche Postbank Funding LLC I–IV und der Deutsche Postbank Funding Trust I–IV zurückzuführen, die bis zum 31. Dezember 2012 als Hybridkapital in die Berechnung der Tier 1 Ratio einbezogen waren.

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