2014
Willkommene Zusatzrente
Das andauernde Zinstief lässt die Erträge vieler Vorsorgeprodukte schmelzen. Immer mehr Deutsche setzen daher bei der Altersvorsorge auf Mieteinnahmen.
48 Prozent der Immobilienbesitzer halten ihre Altersvorsorge für ausreichend, hat eine Postbank-Studie ergeben. Unter den Mietern setzen nur 28 Prozent auf finanzielle Sicherheit im Ruhestand. Die Gründe für das Vertrauen der Eigentümer liegen nahe: Sie sparen die Miete, manche profitieren sogar von eigenen Mieteinnahmen.
Vorsorgeplus
Vor allem 50- bis 65-Jährigen verspricht eine Vermietung eine zusätzliche Rente. Viele verfügen über das notwendige Kapital: So besitzt die Gruppe der 56- bis 65-Jährigen laut Sachverständigenrat mit durchschnittlich 145.000 Euro das höchste individuelle Nettovermögen. Andere wiederum wollen die eigenen vier Wände dem neuen Lebensabschnitt anpassen. Für Hausbesitzer kann es sich daher lohnen, eine Einliegerwohnung abzuteilen oder das Dachgeschoss auszubauen. "Investitionen in ein Haus erhöhen den Wert der Immobilie", erklärt Georg Hoogendijk von der BHW Immobilien GmbH.
Lukrative Investition
Ob sich ein Kauf oder Umbau zwecks Vermietung rechnet, kann man selbst ermitteln: Entscheidend ist die Bruttomietrendite. Die Faustformel: Nettokaltmiete pro Quadratmeter x 12 Monate x 100, geteilt durch die Anschaffungskosten pro Quadratmeter = Bruttomietrendite. "Mindestens vier Prozent sollte die Bruttorendite betragen, damit sich die Investition nach Abzug der laufenden Instandhaltungskosten rechnet", erklärt der BHW-Experte. Eine Rendite, die sich angesichts der historisch niedrigen Bauzinsen und steigender Mieten in vielen Fällen leicht erzielen lässt.

