2014
Finanztipps für Globetrotter
Im Ausland leben und arbeiten – immer mehr junge Menschen machen den Traum wahr. Was sie bei Konto & Co. beachten sollten.
Bild Nr. 1263, Quelle: Postbank
© Phovoi R.
Trauben ernten in Neuseeland, studieren in New York, Madrid oder Shanghai: Wer als junger Mensch im Ausland arbeitet oder ein Praktikum macht, erlebt Einzigartiges und erwirbt wichtige Qualifikationen für das künftige Berufsleben. Doch für den Langzeitaufenthalt gibt es in Sachen Finanzen einiges zu beachten. Wichtig für alle, die im Ausland Geld verdienen: Sie müssen die dort geltenden Steuern und Sozialabgaben abführen und brauchen dafür zumeist Steuer- und Sozialversicherungsnummern, die sie vor Ort bei den jeweiligen Behörden erhalten. Außerdem gilt eine Auslandsreisekrankenversicherung als Pflicht. In einigen Ländern ist es üblich, ein nationales Konto für den Gehaltseingang anzugeben, anderenorts erhält man aber auch Bargeld oder Schecks. "Das Einkommen wird in der Regel nur dort versteuert, wo es erworben wurde. Trotzdem müssen die Einkünfte aus dem Ausland in der deutschen Steuererklärung angegeben werden", erläutert Rüdiger Grimmert von der Postbank. "Die Einnahmen werden zwar nicht direkt versteuert, unterliegen aber dem Progressionsvorbehalt, das heißt, dass sie den persönlichen Steuersatz erhöhen."
Im Ausland Geld abheben
"Das deutsche Konto hält man von unterwegs am besten per Onlinebanking im Blick", rät der Postbank Experte. Wenn das Bargeld ausgeht oder das Gehalt auf dem Auslandskonto noch nicht eingegangen ist, können Globetrotter heute in fast allen Ländern mit ihrer Bank- oder Kreditkarte Geld am Automaten abheben. "Achten Sie einfach auf das Akzeptanzzeichen am Automaten", so Rüdiger Grimmert "Häufig wird fürs Geldabheben im Ausland ein Entgelt erhoben. Deshalb sollte zumindest eine Karte mit ins Gepäck, mit der Auslandsabhebungen ohne zusätzliche Kosten möglich sind, wie zum Beispiel die Postbank SparCard. Mit ihr sind bis zu zehn Auslandsabhebungen im Jahr entgeltfrei." Außerdem, sagt Rüdiger Grimmert, sei in vielen Ländern eine Kreditkarte zum bargeldlosen Bezahlen ein Muss. Sein Tipp für alle, die noch keine Kreditkarte besitzen: eine Prepaid-Variante. Der Clou: Die Karte funktioniert auf Guthabenbasis, es kann nur ausgegeben werden, was vorher auf das Kreditkartenkonto eingezahlt wurde – ein wichtiger Sicherheitsaspekt. Das Guthaben kann bequem per Onlinebanking auch aus der Ferne aufgeladen werden. Bei Jugendlichen hat der Gesetzgeber die Aufladesumme begrenzt. Mehr als 500 Euro dürfen nicht auf die Karte.
