2014

Postbank Studie: Deutsche nutzen Kredite mit Bedacht

Presseinformation vom 15.09.2014
  • Kurzfristiger Konsum auf Kredit ist tabu
  • Flexibilität und kompetente Beratung wichtiger als Zinsen
  • Bundesbürger sparen lieber, anstatt sich Geld zu leihen

Die Deutschen sind in Spendierlaune: Günstige Zinsen, positive Arbeitsmarkt- und Lohnentwicklungen sowie eine niedrige Inflation kurbeln den Konsum kräftig an. Immer mehr Bundesbürger tätigen größere Einkäufe und Anschaffungen – auch auf Kredit. Das zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Postbank Studie. Danach haben rund 42 Prozent aller Deutschen schon einmal einen Ratenkredit in Anspruch genommen. Knapp 13 Prozent würden ein solches Darlehen in Zukunft nutzen, 43 Prozent lehnen dies grundsätzlich ab. Laut Postbank Studie schloss jeder Kreditnehmer in der Vergangenheit bereits zwei Ratenkreditverträge ab. Das durchschnittliche Kreditvolumen betrug dabei knapp 14.000 Euro pro Kreditvertrag.

Was mit diesem Geld gekauft wird ist wohlüberlegt - zwei Drittel der Kreditnehmer nutzen das Darlehen ausschließlich für nötige Anschaffungen. Wichtig für die Befragten: Die Errungenschaft hat Bestand und ist über einen längeren Zeitraum von Nutzen. So steckten 47 Prozent das geliehene Geld in ein Auto oder Motorrad, 24 Prozent in ihre Wohnungseinrichtung und 17 Prozent in ein Haushaltsgerät. 7 Prozent der Befragten glichen ihr Konto aus und lösten ihren Dispositionskredit mit einem deutlich günstigeren Ratenkredit ab. Jeder Vierte erfüllt sich damit Wünsche, die er sich sonst nicht hätte leisten können.

Kurzfristiger Konsum auf Kredit ist für die Mehrheit tabu: Auf keinen Fall wollen (zukünftige) Kreditnehmer Geld aufnehmen, um Weihnachtsgeschenke (71 Prozent), Kleidung (70 Prozent), eine Reise (68 Prozent) oder ihr Hobby (68 Prozent) zu finanzieren.

Vermögen wächst, Schulden sinken

Und überhaupt: Vor die Wahl gestellt, spart die Mehrheit der Bundesbürger lieber, als sich Geld zu leihen. Auf die Frage, wie sie aktuell eine Anschaffung im Wert von 10.000 Euro finanzieren würden, antworteten 39 Prozent, dafür zu sparen. 21 Prozent der Deutschen würden sich Geld leihen, 20 Prozent gänzlich auf die Anschaffung verzichten. Immerhin 17 Prozent gaben an, über ausreichend finanzielle Mittel zu verfügen.

Diese Umfragewerte spiegeln die volkswirtschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik wider: Seit der Jahrtausendwende wächst das Vermögen privater Haushalte stärker als ihre Schulden. "Die Verschuldung ist von 2000 bis 2012 jährlich im Schnitt nur um 0,3 Prozent gestiegen. Zwischen 2005 und 2009 war die Entwicklung sogar rückläufig. Im Gegensatz dazu hat das Geldvermögen pro Jahr um rund 2,9 Prozent, das Gesamtvermögen sogar um 3,3 Prozent zugenommen", erläutert der Postbank Chef-Anlagestratege Dr. Marco Bargel.

Zinsen sind wichtig – aber nicht entscheidend

Angesichts der historisch niedrigen Zinsen sind Kredite derzeit besonders günstig. Dies bestärkt jeden dritten (potenziellen) Kreditnehmer darin, einen Ratenkredit in Anspruch zu nehmen. 28 Prozent sind in der derzeitigen Niedrigzinsphase bereit, teurere Anschaffungen mit einem Kredit zu finanzieren und deshalb höhere Beträge aufzunehmen.

Die Studie zeigt auch, dass den Deutschen nicht nur niedrige Zinsen wichtig sind: Mehr als jeder zweite Befragte, der einen Ratenkredit aufgenommen hat oder aufnehmen würde, berücksichtigt bei der Entscheidung für einen Kreditanbieter die Möglichkeit einer flexiblen Rückzahlung des Darlehens (56 Prozent).

Ebenso gefragt ist die persönliche Beratung durch die Bank (56 Prozent). Auf Platz drei folgt der effektive Jahreszins (50 Prozent). Laut Postbank Studie sind Banken bei potenziellen Kreditnehmern erste Anlaufstelle. Dreiviertel der Kreditnehmer haben dort ihre Verträge abgeschlossen – 68 Prozent persönlich in der Filiale, 5 Prozent online und 2 Prozent telefonisch. Im Bundesdurchschnitt haben noch relativ wenige Befragte einen Kredit online abgeschlossen und bevorzugen das persönliche Gespräch mit dem Bankberater. Jedoch ist ein klarer Trend in Richtung Online-Kreditabschluss erkennbar. Dies ist auch bei der Postbank der Fall, wo aktuell bereits ein Drittel der Neuverträge online abgeschlossen werden.

Im Rahmen der repräsentativen Studie wurden im August 2014 mittels einer telefonischen Mehrthemenbefragung 2.369 Personen ab 18 Jahren von TNS Emnid im Auftrag der Postbank interviewt.

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Quelle: Postbank

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