2014

Wenn der Schein trügt

Presseinformation vom 18.09.2014

Auch wenn in Deutschland immer mehr Falschgeld im Umlauf ist, haben es Geldfälscher hierzulande schwer. Ab September soll unser Bargeld dank der neuen Zehn-Euro-Banknote noch sicherer werden.

Ende September 2014 wird die neue Zehn-Euro-Banknote in den Umlauf gebracht
Bild Nr. 1274, Quelle: Deutsche Bundesbank

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"Fühlen, sehen, kippen" – nach diesem Prinzip sollten Euro-Scheine genauestens unter die Lupe genommen werden 
Bild Nr. 1275, Quelle: Postbank
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Knapp 25.000 falsche Euro-Banknoten mit einem Nennwert von 1,5 Millionen Euro zog die Bundesbank im ersten Halbjahr 2014 aus dem Verkehr – dies entspricht einer Steigerung von mehr als einem Viertel im Vergleich zum Vorjahr. Die Wahrscheinlichkeit, eine Blüte im Portemonnaie zu finden, ist trotzdem relativ gering: Rein rechnerisch entfallen hierzulande lediglich sechs falsche Banknoten auf 10.000 Einwohner – der europäische Durchschnitt liegt bei 20. "Die Dunkelziffer bei Falschgeld, das sich hierzulande im Umlauf befindet, tendiert gegen Null", sagt Harald Schmidt von der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. "Denn nach dem Bezahlumlauf wandert nahezu jeder Schein in ein Geldinstitut oder zur Deutschen Bundesbank und wird spätestens dort geprüft. So werden Fälschungen zeitnah erkannt." Die größte Gefahr, an Falschgeld zu geraten, besteht in Geschäften oder in Restaurants, falls dort im Vorfeld unbemerkt mit Blüten bezahlt wurde. Beim leisesten Zweifel sollte man sein Wechselgeld einer genauen Prüfung unterziehen. Denn für Falschgeld gibt es keinen Ersatz. Und schlimmer noch: Wer Falschgeld weitergibt, macht sich strafbar. Die Polizei rät für den Fall der Fälle: "Wenn man einen Geldschein erhält, der vermeintlich gefälscht ist, sollte man vor Ort bleiben und die Polizei rufen. Denn nur so lassen sich die Täter rasch überführen", so Harald Schmidt. "Um eventuelle Fingerabdrücke zu erhalten, sollte die Banknote möglichst wenig angefasst, in einen Umschlag gesteckt und der Polizei übergeben werden." Um den Fälschern das Leben schwer zu machen, gibt die Europäische Zentralbank seit 2013 neue Geldscheine heraus. Nach der Fünf-Euro-Note folgt am 23. September der Zehn-Euro-Schein mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen. Bei den Banken kommen die Geldscheine im Laufe von 14 Tagen an: "Unsere Filialen und Geldautomaten werden ab Ende September nach und nach mit den neuen Zehn-Euro-Scheinen bestückt", erklärt Sebastian Kuhnhold von der Postbank. "Mit den alten Zehn-Euro-Banknoten kann man noch für eine nicht genauer festgelegte Übergangszeit bezahlen. Aber auch danach behalten sie ihren Wert und können bei der Bundesbank eingetauscht werden."

Kontakt

Iris Laduch-Reichelt

Iris Laduch-Reichelt
Pressesprecherin
iris.laduch-reichelt@postbank.de
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