2014

Das Einmaleins des Bargelds

Presseinformation vom 25.09.2014

Ist es eigentlich erlaubt, an der Supermarktkasse den Großeinkauf mit Dutzenden von Münzen zu bezahlen? Darf ich im Kiosk einen 500-Euro-Schein für den Fünf-Euro-Einkauf zücken? Die wichtigsten Antworten rund ums Thema Bezahlen mit Bargeld:

Im Supermarkt können Cent-Sammler böse Blicke ernten, wenn sie ihren Einkauf mit Kleingeld bezahlen wollen
Bild Nr. 1273, Quelle: Postbank
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Wer kauft eigentlich noch mit Bargeld ein? Das bargeldlose Zahlen mit Girocard oder Kreditkarte ist doch so einfach. Die überraschende Antwort: rund 62 Prozent aller Deutschen. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Hightech-Verbandes Bitkom. Auch in unserer modernen Zeit liegen die Vorteile von Münzen und Scheinen auf der Hand: Sie sind schnell gezückt und der Kunde weiß nach dem Kauf genau, wie viel Geld noch in seiner Geldbörse ist. Außerdem schätzen viele die Anonymität der Barzahlung. Wenn ein Schein über die Ladentheke wandert, erfährt niemand Kreditkartennummer, Kontodaten oder Einkaufsgewohnheiten. Trotzdem gibt es auch beim Bezahlen mit Bargeld einige Spielregeln, um kuriose oder ärgerliche Situationen zu vermeiden. Denn wer beim Bäcker ein Käsebrötchen für 80 Cent kauft, erntet wahrscheinlich böse Blicke, wenn er einen Hunderter zückt oder 80 Ein-Cent- Münzen auf die Theke legt.

Wie viel ist zu viel und wie viel ist zu wenig?

Mehr als 50 Münzen muss niemand annehmen – kommt man mit dem großen Geldsack in die Tankstelle oder den Supermarkt, kann der Kassierer also ablehnen. Bei Banknoten gibt es keine Grenze, doch einen guten Tipp: "Der Geldschein, mit dem ein Kunde zahlt, sollte in angemessenem Verhältnis zum Preis der Ware oder Dienstleistung stehen. Denn wer kein Wechselgeld herausgeben kann, muss einen großen Schein auch nicht nehmen", erklärt Kay Nentwig von der Postbank. Soll ein Großeinkauf nicht mit den Münzen aus dem Sparschwein bezahlt werden, kann man sie bei der Bank entweder in Scheine wechseln oder aufs eigene Konto einzahlen. "Es ist ratsam, nur so viel Bargeld mit sich zu führen, wie realistisch ausgegeben werden soll. Für größere Ausgaben sollte man die Girocard oder Kreditkarte nutzen", so Kay Nentwig. Der einfache Grund: Schnappt sich ein Langfinger Ihren Geldbeutel, ist der Schaden lange nicht so groß. "Das Bargeld ist weg, aber die Karten lassen sich mit einem einfachen Telefonanruf sperren", sagt der Postbank Experte. Übrigens kann man auch jederzeit mit Zehn-Euro-Gedenkmünzen bezahlen. Aber nur bis zu einem Höchstbetrag von 200 Euro und wenn sie den Aufdruck Bundesrepublik Deutschland tragen.

Kontakt

Iris Laduch-Reichelt

Iris Laduch-Reichelt
Pressesprecherin
iris.laduch-reichelt@postbank.de
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