2014

Jeder Fünfte ohne Einbruchschutz

Presseinformation vom 14.10.2014

In den dunklen Monaten steigt die Zahl der Einbrüche. 20 Prozent der Bundesbürger treffen dennoch keine Vorkehrungen, um den Zugang zu ihrer Wohnung zu erschweren oder ganz zu verhindern.

Es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die Einbrechern das kriminelle Handwerk leicht machen und die eigenen vier Wände als verlockendes Ziel präsentieren: Der Zugang zum Haus ist schlecht beleuchtet, Kellertür oder Fenster sind leicht aufzubrechen, Nachbarn abwesend. Die Gefahr steigt vor allem in den dunklen Wintermonaten deutlich. 2013 verzeichnete die Polizei das "Jahreshoch" im November und Dezember, mit insgesamt über 35.000 Einbruchsfällen. Trotz der Warnungen treffen 14 Prozent der Immobilieneigentümer und 27 Prozent der Mieter keine speziellen Vorsorgemaßnahmen gegen die Eindringlinge, wie eine neue Studie von BHW zeigt.

Vertrauenssache Schlüssel

Immerhin 55 Prozent der Deutschen übergeben einem ihrer Nachbarn den Haustürschlüssel, damit er während ihrer Abwesenheit regelmäßig nach dem Rechten sieht. "Die Schlüsselübergabe an die Menschen nebenan ist eine sehr wirkungsvolle Schutzmaßnahme", bestätigt Rüdiger Grimmert von BHW. "Die Bereitschaft, auf die Wohnung oder das Haus des Nachbarn aufzupassen, ist größer als viele denken!" Mit 59 Prozent vertrauen mehr Menschen in der Großstadt auf ihre Nachbarn als ihre Mitmenschen auf dem Lande (56 Prozent). Die Umfrage verdeutlicht allerdings auch, dass das Potenzial noch viel größer ist: Mehr Deutsche sind bereit, die Wohnung anderer zu beaufsichtigen, als den eigenen Schlüssel auszuhändigen – 80 Prozent würden bereitwillig als Helfer fungieren, wenn sie Nachbarn darum bäten. Schlösser und Riegel sowie die Installation elektronischer Sicherheitsmaßnahmen bevorzugen 46 Prozent der Bundesbürger, in Bayern setzen sogar 61 Prozent auf Mechanik und Technik.

Bild Nr. 6006, Quelle: Polizeiliche Kriminalprävention/BHW

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