Postbank erwartet 2015 konjunkturelle Erholung mit niedriger Inflationsrate

Presseinformation vom 19.12.2014

Dr. Marco Bargel,
Chefvolkswirt Postbank

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Die Analysten der Postbank erwarten für das Jahr 2015 eine konjunkturelle Erholung für den Euro-Raum, aber auch eine erhöhte Marktvolatilität und den weiteren Wertverlust der Gemeinschaftswährung im Vergleich zum US-Dollar. Dr. Marco Bargel, Chef-Anlagestratege bei der Postbank erklärt: „Im Jahr 2015 dürfte die Konjunktur im Euro-Raum an Fahrt aufnehmen. Auch die Aktienmärkte könnten weiter vom ultraexpansiven Kurs der Europäischen Zentralbank (EZB) profitieren. Das Marktumfeld bleibt allerdings unruhig. Für Anleger gilt es daher, auch 2015 einen kühlen Kopf zu bewahren. Die Zeiten, in denen ohne nennenswertes Risiko eine befriedigende Rendite erwirtschaftet werden konnte, sind zunächst vorbei.“

Als maßgebliche Auslöser der Entwicklung nennt Bargel die Geldpolitik der EZB sowie die niedrigen Energiepreise. Die Postbank rechnet auch für die kommenden Monate für den Euro-Raum mit einer Inflationsrate nahe der Nulllinie. „Sinkende Energiepreise sowie die jüngste Abwertung des Euro stellen für die Eurozone und andere Industrieräume eine Art Konjunkturprogramm dar.“ betont Marco Bargel. Die niedrige Inflation schaffe Kaufkraft, so dass der private Konsum zu einer wichtigen Konjunkturstütze im neuen Jahr werde. In Deutschland werde der Verbrauch zudem von einem außerordentlich stabilen Arbeitsmarkt  und kräftigen Lohnzuwächsen gestützt, so Bargel weiter. 

Anhebung des Leitzinses in den USA erwartet

Der Euro dürfte seinen Abwärtstrend 2015 fortsetzen. Mit ihrer Zielvorgabe einer Bilanzausweitung um 1.000 Milliarden Euro hat die EZB den Weg hierzu bereits vorgegeben. Marco Bargel: „Die US-Notenbank dürfte ihren ultraexpansiven Kurs im späteren Verlauf von 2015 dagegen etwas zurückfahren und damit beginnen, den Leitzins anzuheben. Damit sollte sich der Zinsabstand zugunsten des US-Dollars verändern und dementsprechend  den Abwärtstrend beim Euro verstärken.“

Entwicklung von Immobilien-Preisen gerechtfertigt

Die Entwicklung der Immobilienpreise in Deutschland schätzt die Postbank als angemessen ein. Vor dem Platzen einer Blase brauchen sich Investoren auf absehbare Zeit also nicht zu fürchten. „Der Markt für gewerbliche Immobilien in den Krisenstaaten der Eurozone befindet sich nach unserer Einschätzung am Beginn einer längeren Erholungsphase. Eine allgemeine Überbewertung ist auch bei deutschen Wohnimmobilien nicht auszumachen. Die Preissteigerungen der letzten Jahre sind vor dem Hintergrund gestiegener Einkommen, moderater Fertigstellungen, höherer Baukosten und eines niedrigen Zinsniveaus fundamental gerechtfertigt, “ erklärt Marco Bargel.

Kontakt

Alexander Adler
Abteilungsleiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
alexander.adler@postbank.de
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